Strukturierte Fertigungsdaten · 2026

Industrielles Polyethylenglykol nach DIN-Normen

Auf Basis strukturierter CNFX-Herstellerprofile wird Industrielles Polyethylenglykol nach DIN-Normen im Bereich Grundchemikalienherstellung anhand von Mittleres Molekulargewicht bis Viskosität bei 40°C eingeordnet.

Technische Definition und Kernbaugruppe

Ein typisches Industrielles Polyethylenglykol nach DIN-Normen wird durch die Baugruppe aus Polymerkette und Terminale Hydroxylgruppen beschrieben. Für industrielle Anwendungen werden Materialauswahl, Fertigungsprozess und Prüfbarkeit gemeinsam bewertet.

Polyetherverbindung, die als industrielles chemisches Zwischenprodukt und Prozesshilfsmittel eingesetzt wird

Technische Definition

Industrielles Polyethylenglykol (PEG) ist eine Polyetherverbindung, die durch Polymerisation von Ethylenoxid hergestellt wird. Es dient als vielseitiges chemisches Zwischenprodukt in der pharmazeutischen Synthese, kosmetischen Formulierungen und der Herstellung von Industrieschmierstoffen. Das Material fungiert als Feuchthaltemittel, Lösungsmittel und Viskositätsmodifikator in verschiedenen Fertigungssektoren. Seine wasserlöslichen Eigenschaften und geringe Toxizität machen es für vielfältige industrielle Anwendungen geeignet, die eine kontrollierte chemische Reaktivität erfordern.

Funktionsprinzip

Polymerketten interagieren mit anderen Substanzen durch Wasserstoffbrückenbindungen und Solvatation, wodurch die physikalischen Eigenschaften von Gemischen modifiziert werden.

Technische Parameter

Mittleres Molekulargewicht
Gewichtsmittel des Molekulargewichts zur Bestimmung physikalischer Eigenschafteng/mol
Viskosität bei 40°C
Kinematische Viskosität bei Normtemperatur gemessenmPa·s
Hydroxylzahl
Maß für die Konzentration terminaler Hydroxylgruppenmg KOH/g
Schmelzpunktbereich
Temperaturbereich für den Fest-Flüssig-Übergang°C
Wassergehalt
Maximaler Feuchtegehalt nach Gewicht%
pH Wert (5%ige Lösung)
Säuregrad/Alkalinität der wässrigen LösungpH

Hauptmaterialien

Ethylenoxid Katalysator (typischerweise alkalisch)

Komponenten / BOM

Polymerkette
Primäre Molekülstruktur, die chemische Eigenschaften bereitstellt
Material: Polyethylenoxid-Wiederholungseinheiten
Terminale Hydroxylgruppen
Reaktive Stellen für chemische Modifikation und Vernetzung
Material: Hydroxylfunktionelle Gruppen
Katalysatorrückstand
Verbleibender Polymerisationskatalysator, der die Reinheit beeinflusst
Material: Alkalimetallverbindungen

FMEA · Fehleranalyse

Ursache → Fehlermodus → Engineering-Maßnahme

Thermisches Durchgehen durch exotherme Polymerisations-Nebenreaktionen Viskositätskollaps durch Molekulargewichtsreduktion via Kettenabbau Doppelmantelreaktor mit PID-gesteuerter Kühlung zur Aufrechterhaltung von ΔT < 5°C vom Sollwert
Hydrolytische Spaltung durch Wassereintritt über 500 ppm Konzentration Säurekatalysierte Etherbindungshydrolyse, die Ethylenglykol-Oligomere bildet Molekularsieb-Trocknungsbetten, die einen Taupunkt < -40°C in Zulaufströmen aufrechterhalten

Technische Bewertung

Betriebsbereich
Betriebsbereich
0,1-10 MPa Druck, -40 bis 200°C Temperatur
Belastungs- und Ausfallgrenzen
Thermische Zersetzung bei 250°C, Viskositätsabbau bei Scherraten > 10000 s⁻¹
Kettenabbau durch thermisch-oxidativen Abbau bei einer Arrhenius-Aktivierungsenergieschwelle von 80 kJ/mol
Fertigungskontext
Industrielles Polyethylenglykol nach DIN-Normen wird innerhalb von Grundchemikalienherstellung nach Material, Prozessfenster und Prüfanforderungen bewertet.

Weitere Produktbezeichnungen

PEG industrial grade Polyoxyethylene glycol Macrogol industrial

Taxonomie und Suchbegriffe

Suchbegriffe, Aliase und technische Bezeichnungen für diesen CNFX Datensatz.

Industrielles Ökosystem und Lieferkette

Eignung und Auslegungsdaten

Betriebsgrenzen
Traglast:Atmosphärisch bis 10 bar
Verstellbereich / Reichweite:0,1 bis 100 m³/h
Einsatztemperatur:-40°C bis 200°C
slurry concentration:Bis zu 60 % Feststoffe nach Gewicht
Montage- und Anwendungskompatibilität
Wasserbasierte SystemePetrochemische VerarbeitungPharmazeutische Synthese
Nicht geeignet: Starke oxidierende Säuren (z.B. konzentrierte Salpetersäure)
Auslegungsdaten
  • Erforderlicher Viskositätsbereich (cP)
  • Gewünschtes Molekulargewicht (g/mol)
  • Zielanwendungskonzentration (% w/w)

Zuverlässigkeits- und Risikoanalyse

Ausfallmodus und Ursache
Thermischer Abbau
Cause: Exposition gegenüber Temperaturen über 150°C verursacht Kettenabbau, was Viskosität und Schmierfähigkeit reduziert.
Oxidativer Abbau
Cause: Kontakt mit atmosphärischem Sauerstoff bei erhöhten Temperaturen bildet saure Nebenprodukte, die zu Korrosion und Viskositätsabbau führen.
Wartungsindikatoren
  • Sichtbare Verdunkelung oder Verfärbung von klar/hell zu bernsteinfarben/braun
  • Ungewöhnliches Schäumen oder Belüftung in Lagertanks oder Anwendungssystemen
Technische Hinweise
  • Implementierung von Stickstoffspülung in Lagertanks zur Verhinderung von oxidativem Abbau
  • Aufrechterhaltung der Temperaturkontrolle unter 100°C während Lagerung und Handhabung mit kontinuierlichen Überwachungssystemen

Compliance & Manufacturing Standards

Reference Standards
DIN EN ISO 9001:2015 - QualitätsmanagementsystemeDIN EN ASTM D4875 - Leitfaden für PolyethylenglykolCE-Kennzeichnung - EU-Verordnung für chemische Produkte
Manufacturing Precision
  • Molekulargewicht: +/- 5% des spezifizierten Wertes
  • Hydroxylzahl: +/- 2 mg KOH/g
Quality Inspection
  • Viskositätsprüfung - DIN EN ASTM D445
  • Hydroxylzahlprüfung - DIN EN ASTM E222

Hersteller, die dieses Produkt fertigen

Herstellerprofile mit passender Produktionsfähigkeit in China.

Die Herstellerliste dient der Vorrecherche und Einordnung von Fertigungskapazitäten. Sie ist keine Zertifizierung, kein Ranking und keine Transaktionsgarantie.

Beispielhafte Bewertungskriterien aus Einkaufsprozessen

Keine Kundenbewertung und keine Echtzeitdaten. Die Werte zeigen typische Prüfkriterien in RFQ- und Lieferantenbewertungsprozessen.

Technische Dokumentation
4/5
Fertigungsfähigkeit
4/5
Prüfbarkeit
5/5
Lieferantentransparenz
3/5

Die Kriterien dienen als Orientierung für technische Einkaufsprüfungen. Konkrete Kunden, Länder, Bewertungsdaten oder Live-Nachfragen werden nur angezeigt, wenn entsprechende belastbare Daten vorliegen.

Häufige Fragen

Was sind die primären industriellen Anwendungen von Polyethylenglykol?

Polyethylenglykol dient als vielseitiges chemisches Zwischenprodukt in der Grundstoffchemie und fungiert als Prozesshilfsmittel, Schmiermittel, Bindemittel und Trägerstoff in verschiedenen industriellen Formulierungen und Reaktionen.

Wie beeinflusst das Molekulargewicht die Leistung von Polyethylenglykol?

Das durchschnittliche Molekulargewicht bestimmt Schlüsseleigenschaften wie Viskosität, Schmelzpunkt und Löslichkeit. Höhere Molekulargewichte bieten erhöhte Viskosität und thermische Stabilität, während niedrigere Gewichte bessere Löslichkeit und Fließfähigkeit bieten.

Welche Qualitätsspezifikationen sind für industrielles Polyethylenglykol kritisch?

Kritische Spezifikationen umfassen die Hydroxylzahl (Indikator für Reaktivität), Viskosität bei Betriebstemperaturen, Wassergehalt (beeinflusst die Stabilität), pH-Wert und Schmelzpunktbereich für eine ordnungsgemäße Handhabung und Verarbeitungskonsistenz.

Kann ich Hersteller direkt kontaktieren?

CNFX ist ein offenes Verzeichnis, keine Handelsplattform und kein Beschaffungsagent. Herstellerprofile und Formulare helfen bei der Vorbereitung des direkten Kontakts.

CNFX Industrial Index v2.6.05 · Grundchemikalienherstellung

Datenbasis

CNFX-Herstellerprofile, technische Klassifikation, öffentlich verfügbare Produktinformationen und fortlaufende Plausibilitätsprüfung.

Vorläufige technische Einordnung
Diese Seite dient der strukturierten Vorbereitung von Recherche, RFQ und Lieferantenbewertung. Sie ersetzt keine Lieferantenqualifizierung, keine Normenprüfung und keine technische Freigabe durch den Käufer.

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