Strukturierte Fertigungsdaten · 2026

CCD-Detektorarray

Auf Basis strukturierter CNFX-Herstellerprofile wird CCD-Detektorarray im Bereich Herstellung von Computern, elektronischen und optischen Erzeugnissen anhand von Pixelanzahl bis Pixelgröße eingeordnet.

Technische Definition und Kernbaugruppe

Ein typisches CCD-Detektorarray wird durch die Baugruppe aus Lichtempfindlicher Bereich und Ladungsübertragungsstruktur beschrieben. Für industrielle Anwendungen werden Materialauswahl, Fertigungsprozess und Prüfbarkeit gemeinsam bewertet.

Ein lichtempfindliches elektronisches Bauteil, das Lichtsignale in elektrische Signale umwandelt, zur Detektion und Messung in optischen Spektrometern.

CCD-Detektorarray in einer industriellen Fertigungsumgebung
Repräsentative Produktabbildung. Aussehen und Spezifikationen mit dem Hersteller bestätigen.

Technische Definition

Ein CCD-Detektorarray (Charge-Coupled Device) ist eine kritische Komponente in einem optischen Spektrometer, die als Lichtdetektionssystem fungiert. Es besteht aus mehreren lichtempfindlichen Pixeln, die in einem linearen oder zweidimensionalen Array angeordnet sind und das vom Spektrometer optisch gestreute Licht einfangen. Jedes Pixel erzeugt eine elektrische Ladung proportional zur Intensität des einfallenden Lichts, was eine präzise Messung der Lichtintensität über verschiedene Wellenlängen ermöglicht. Dadurch kann das Spektrometer detaillierte Spektraldaten zur Analyse von Materialzusammensetzung, chemischen Eigenschaften oder anderen optischen Merkmalen liefern. Das Array wird typischerweise auf Silizium hergestellt, mit Schichten aus Siliziumdioxid und polykristallinem Silizium sowie Aluminium für elektrische Verbindungen. Zu den wichtigsten Parametern gehören Pixel-Array-Größe (2048–3648 Pixel), Pixelgröße (14–24 μm), spektraler Empfindlichkeitsbereich (200–1100 nm), Quanteneffizienz (40–90 % Spitze bei 600 nm), Dunkelstrom (0,5–10 e-/Pixel/s bei 25 °C), Ausleserauschen (10–50 e- rms), Dynamikbereich (1000–10000:1), Full-Well-Kapazität (100–500 ke-), ADC-Auflösung (16–24 Bit), maximale Datenrate (1–10 MHz), Betriebstemperatur (-40–85 °C), Kühlmethode (TEC oder Luft), Gehäusetyp (PGA oder CLCC) und Gewicht (5–50 g). Diese Werte sind typische Bereiche; die tatsächlichen Spezifikationen müssen mit dem Hersteller für das spezifische Modell bestätigt werden. Das Detektorarray ist eine Komponente, kein vollständiges Instrument, und erfordert die Integration mit anderen Spektrometerteilen. Es wird in verschiedenen Anwendungen eingesetzt, einschließlich Materialanalyse, chemischer Identifikation und optischer Charakterisierung. Bei der Beschaffung verifizieren Sie die genaue Pixel-Array-Größe, den spektralen Empfindlichkeitsbereich und die Kühlanforderungen anhand Ihrer Anwendung. Konsultieren Sie immer den Lieferanten für modellspezifische Datenblätter und die Einhaltung relevanter Normen.

Funktionsprinzip

Das CCD-Detektorarray arbeitet nach dem Prinzip des photoelektrischen Effekts. Wenn Photonen auf die siliziumbasierte lichtempfindliche Oberfläche treffen, erzeugen sie Elektron-Loch-Paare. Die resultierenden elektrischen Ladungen werden in Potentialtöpfen an jedem Pixel gesammelt. Diese Ladungen werden dann nacheinander durch die CCD-Struktur (über getaktete Spannungspulse) zu einem Ausgangsverstärker übertragen, wo sie in Spannungssignale umgewandelt werden. Die Größe dieser Signale entspricht der Intensität des Lichts an bestimmten Wellenlängenpositionen, die durch das Dispersionselement des Spektrometers bestimmt werden.

Technische Parameter

Technische Parameter
ParameterTypischer BereichHinweise & Auswahlkriterien
Pixelanzahl2048–3648 PixelDetermines spectral resolution and coverage
Pixelgröße14–24 μmAffects sensitivity and dynamic range
Spektralbereich200–1100 nmCovers UV to NIR
Quantenausbeute40–90 %Peak QE at 600 nm typical
Dunkelstrom0.5–10 e-/Pixel/sAt 25°C; lower is better for low-light
Ausleserauschen10–50 e- rmsAffects signal-to-noise ratio
Dynamikbereich1000–10000 :1Ratio of full well to noise
Sättigungsladung100–500 ke-Determines maximum signal
ADC Auflösung16–24 bitHigher bits for finer intensity resolution
Maximale Datenrate1–10 MHzLimits frame rate
Betriebstemperatur-40–85 °CStorage temperature may differ
KühlmethodeTEC or airTEC reduces dark current
GehäusetypPGA or CLCCAffects mounting and thermal management
Gewicht5–50 gDepends on package and cooling

Die Bereiche sind branchenübliche Richtwerte zur Angebotsvorbereitung und keine Zusage des Lieferanten. Bestätigen Sie jeden Wert und jede Norm vor der Bestellung beim rechtlichen Hersteller.

Hauptmaterialien

Silizium Siliziumdioxid Polykristallines Silizium Aluminium

Komponenten / BOM

Components / BOM
  • Lichtempfindlicher Bereich
    Wandelt einfallende Photonen durch den photoelektrischen Effekt in elektrische Ladungen um
    Material: Silizium
  • Ladungsübertragungsstruktur
    Bewegt sequentiell akkumulierte Ladungen von Pixel zu Pixel zum Ausgangsknoten
    Material: Polykristallines Silizium
  • Ausgangsverstärker
    Wandelt die übertragenen Ladungspakete in messbare Spannungssignale um
    Material: Silizium
  • Schutzfenster
    Bietet physikalischen Schutz bei gleichzeitiger Transmission relevanter Wellenlängen
    Material: Quarzglas oder spezialisiertes Glas

FMEA · Fehleranalyse

Ursache → Fehlermodus → Engineering-Maßnahme

UV-Photonenfluss übersteigt 10^15 Photonen/cm²/s bei 250 nm Siliziumgitter-Versetzungsbeschädigung verursacht permanente Quanteneffizienzdegradation Quarzglasfenster mit MgF₂-Beschichtung, das 99,5% UV-Abschwächung unter 300 nm bietet
Thermisches Zyklieren zwischen -40°C und +85°C mit 10°C/min Rate CTE-Fehlanpassung (Silizium: 2,6 ppm/°C, Keramikgehäuse: 7,0 ppm/°C) induziert Mikrorissausbreitung in Bonddrähten Kovar-Interposer (CTE: 5,3 ppm/°C) mit Gold-Zinn-Eutektikum-Bonding (Schmelzpunkt: 280°C)

Technische Bewertung

Betriebsbereich
Betriebsbereich
200-1100 nm Wellenlänge, -40°C bis +85°C Umgebungstemperatur, 3,3-5,0 VDC Versorgungsspannung
Belastungs- und Ausfallgrenzen
Quanteneffizienz fällt unter 15% bei 400 nm, Dunkelstrom überschreitet 1000 e-/Pixel/s bei 25°C, Ausleserauschen übersteigt 50 e- RMS
Silizium-Bandlückenbegrenzung (1,12 eV) verursacht Photonenabsorptionsgrenze, thermisch erzeugte Elektron-Loch-Paare in der Verarmungszone, Johnson-Nyquist-Rauschen in der Ausleseschaltung
Fertigungskontext
CCD-Detektorarray wird innerhalb von Herstellung von Computern, elektronischen und optischen Erzeugnissen nach Material, Prozessfenster und Prüfanforderungen bewertet.

Taxonomie und Suchbegriffe

Suchbegriffe, Aliase und technische Bezeichnungen für diesen CNFX Datensatz.

Anwendungen / Eingebaute Systeme

Dieses Teil oder Produkt erscheint in den folgenden Systemen und Maschinen.

Eignung und Auslegungsdaten

Betriebsgrenzen
Betriebsdruck:Atmosphärisch (gekapseltes Gehäuse, nicht druckbewertet)
Weitere Spezifikationen:Max. Beleuchtungsstärke: 100 mW/cm², Dunkelstrom: <0,1 nA/cm² bei 25°C
Betriebstemperatur:-40°C bis +85°C
Montage- und Anwendungskompatibilität
Sichtbares Lichtspektrum (400-700 nm)UV-optimierter Bereich (200-400 nm)Nahes Infrarot (700-1100 nm) mit geeigneter Beschichtung
Nicht geeignet: Umgebungen mit hochenergetischer Strahlung (Röntgen-, Gammastrahlung) ohne Abschirmung
Auslegungsdaten
  • Erforderlicher spektraler Bereich (nm)
  • Pixelauflösung und Arraygröße (z.B. 2048x2048)
  • Quanteneffizienz bei Zielwellenlänge (%)

Zuverlässigkeits- und Risikoanalyse

Ausfallmodus und Ursache
Pixeldegradation
Ursache: Strahlenschäden durch langfristige Exposition gegenüber hochenergetischen Teilchen oder UV-Licht, die zu einer Erhöhung des Dunkelstroms und einer Ineffizienz des Ladungstransfers führen.
Thermische Spannungsermüdung
Ursache: Zyklische thermische Ausdehnung/Kontraktion aufgrund unzureichender Temperaturregelung, die zu Mikrorissen im Siliziumsubstrat oder Lötstellenermüdung in der Ausleseelektronik führt.
Wartungsindikatoren
  • Zunehmendes Dunkelrauschen oder Anzahl heißer Pixel in Kalibrierungsbildern
  • Intermittierende Datenausfälle oder Auslesefehler während des Betriebs
Technische Hinweise
  • Implementierung aktiver Kühlung mit PID-Temperaturregelung zur Aufrechterhaltung einer stabilen Betriebstemperatur (±0,5°C) und Minimierung thermischer Zyklusbelastung
  • Verwendung strahlengehärteter Abschirmungen und Implementierung periodischer Pixelkalibrierungsroutinen zur Kompensation gradueller Degradationseffekte

Konformität und Fertigungsnormen

Referenznormen
ISO 12233:2017 (Fotografie - Elektronische Standbildaufnahme - Auflösung und Ortsfrequenzantwort)ANSI/IES LM-79-19 (Elektrische und photometrische Messungen von Festkörper-Beleuchtungsprodukten)DIN EN 60747-5-5 (Halbleiterbauelemente - Diskretbauelemente - Teil 5-5: Optoelektronische Bauelemente - Optokoppler)
Fertigungsgenauigkeit
  • Pixelabstandsgleichmäßigkeit: +/- 0,5% über das Array
  • Quanteneffizienzvariation: +/- 2% bei spezifizierter Wellenlänge
Qualitätsprüfung
  • Messung von Dunkelstrom und Ausleserauschen
  • Modulationsübertragungsfunktion (MTF)-Analyse

Hersteller von CCD-Detektorarray

Herstellerprofile mit passender Produktionsfähigkeit in China.

Die Herstellerliste dient der Vorrecherche und Einordnung von Fertigungskapazitäten. Sie ist keine Zertifizierung, kein Ranking und keine Transaktionsgarantie.

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Beispielhafte Bewertungskriterien aus Einkaufsprozessen

Keine Kundenbewertung und keine Echtzeitdaten. Die Werte zeigen typische Prüfkriterien in RFQ- und Lieferantenbewertungsprozessen.

Technische Dokumentation
4/5
Fertigungsfähigkeit
4/5
Prüfbarkeit
5/5
Lieferantentransparenz
3/5

Die Kriterien dienen als Orientierung für technische Einkaufsprüfungen. Konkrete Kunden, Länder, Bewertungsdaten oder Live-Nachfragen werden nur angezeigt, wenn entsprechende belastbare Daten vorliegen.

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Häufige Fragen

Was ist der typische spektrale Empfindlichkeitsbereich eines CCD-Detektorarrays?

Der typische spektrale Empfindlichkeitsbereich liegt bei 200–1100 nm und deckt Ultraviolett bis nahes Infrarot ab. Der genaue Bereich hängt jedoch vom spezifischen Modell und der Beschichtung ab, daher mit dem Hersteller bestätigen.

Wie beeinflusst Kühlung die CCD-Leistung?

Kühlung reduziert den Dunkelstrom, also die thermische Erzeugung von Elektronen ohne Licht. Ein niedrigerer Dunkelstrom verbessert das Signal-Rausch-Verhältnis, insbesondere bei Schwachlichtanwendungen. Die Kühlmethode kann TEC (thermoelektrische Kühlung) oder Luftkühlung sein, je nach Modell.

Welche Bedeutung hat die Pixel-Array-Größe?

Die Pixel-Array-Größe (z. B. 2048–3648 Pixel) bestimmt die spektrale Auflösung und Abdeckung des Spektrometers. Ein größeres Array kann mehr Wellenlängen gleichzeitig erfassen, aber die genaue Auswirkung hängt vom optischen Design ab.

Kann ich ein CCD-Detektorarray bei extremen Temperaturen verwenden?

Der Betriebstemperaturbereich liegt typischerweise bei -40 bis 85 °C, aber die Lagertemperatur kann abweichen. Für einen zuverlässigen Betrieb stellen Sie sicher, dass die Umgebung innerhalb des angegebenen Bereichs bleibt, und erwägen Sie bei Schwachlichtmessungen eine Kühlung.

Kann ich Hersteller direkt kontaktieren?

CNFX ist ein offenes Verzeichnis, keine Handelsplattform und kein Beschaffungsagent. Herstellerprofile und Formulare helfen bei der Vorbereitung des direkten Kontakts.

CNFX Industrial Index v2.6.09 · Herstellung von Computern, elektronischen und optischen Erzeugnissen

Datenbasis

CNFX-Herstellerprofile, technische Klassifikation, öffentlich verfügbare Produktinformationen und fortlaufende Plausibilitätsprüfung.

Vorläufige technische Einordnung
Diese Seite dient der strukturierten Vorbereitung von Recherche, RFQ und Lieferantenbewertung. Sie ersetzt keine Lieferantenqualifizierung, keine Normenprüfung und keine technische Freigabe durch den Käufer.
Anfrage

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Keine Provision, kein Zwischenhändler
CNFX ist ein Verzeichnis. Wir nehmen keinen Anteil an Aufträgen und verhandeln nicht im Namen eines Lieferanten.
Was wir nicht zusichern
Eine Listung ist keine Empfehlung. Prüfen Sie jeden Lieferanten und jeden Wert vor der Bestellung selbst.

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