Strukturierte Fertigungsdaten · 2026

Instrumentierungsmodul

Auf Basis strukturierter CNFX-Herstellerprofile wird Instrumentierungsmodul im Bereich Herstellung von Computern, elektronischen und optischen Erzeugnissen anhand von Messbereich (Gleichspannung) bis Messbereich (Wechselspannung) eingeordnet.

Technische Definition und Kernbaugruppe

Ein typisches Instrumentierungsmodul wird durch die Baugruppe aus Eingangs-/Ausgangsstecker und Signalaufbereitungsschaltung beschrieben. Für industrielle Anwendungen werden Materialauswahl, Fertigungsprozess und Prüfbarkeit gemeinsam bewertet.

Ein modulares elektronisches Bauteil in automatisierten Testgeräten (ATE), das spezifische Mess- oder Signalanalysefunktionen ausführt, wie Digitalmultimeter (DMM) für elektrische Parameter oder Oszilloskope (Scope) zur Wellenformdarstellung.

Technische Definition

Ein Instrumentierungsmodul ist eine spezialisierte, oft austauschbare Komponente, die in automatisierte Testgeräte (ATE) integriert ist. Es bietet dedizierte Mess-, Analyse- oder Signalerzeugungsfähigkeiten, die für das Testen elektronischer Geräte und Systeme unerlässlich sind. Häufige Beispiele sind Digitalmultimeter (DMM)-Module für präzise Spannungs-, Strom- und Widerstandsmessungen sowie Oszilloskop (Scope)-Module zur Erfassung und Analyse zeitvariabler elektrischer Signale. Diese Module ermöglichen es ATE, umfassende funktionale, parametrische und diagnostische Tests an Produkten während der Fertigung, Qualitätssicherung und Forschung und Entwicklung durchzuführen.

Instrumentierungsmodule sind so konzipiert, dass sie über Sonden, Steckverbinder oder Vorrichtungen mit einem Prüfling (DUT) verbunden werden. Sie konditionieren Eingangssignale (z. B. Verstärkung, Filterung, Analog-Digital-Umwandlung) mit interner Schaltung und Prozessoren. Messalgorithmen analysieren die konditionierten Signale, um Parameter wie Spannung, Frequenz oder Wellenformmerkmale zu extrahieren. Ergebnisse werden über digitale Schnittstellen (z. B. GPIB, Ethernet, PCIe) an die ATE-Steuerung übertragen, zur Protokollierung, Analyse und Entscheidung über Bestehen/Nichtbestehen.

Typische Spezifikationen für solche Module umfassen Gleichspannungsmessbereiche von 0 bis 1000 V, Wechselspannungsbereiche von 0 bis 750 V (True RMS bis 100 kHz) und Widerstandsmessung bis 100 MΩ mit automatischer Bereichswahl. Die Genauigkeit für Gleichspannung beträgt ±0,025 % vom Messwert plus 0,005 % vom Bereich bei 23 ±5 °C über einen Kalibrierzeitraum von einem Jahr. Für Oszilloskopfunktionen beträgt die Bandbreite 100 MHz mit einer maximalen Abtastrate von 1 GS/s auf einem einzelnen Kanal. Die Eingangsimpedanz beträgt 1 MΩ parallel zu 15 pF. Das Modul arbeitet in einem Temperaturbereich von 0 bis 50 °C und kann von -40 bis 70 °C gelagert werden, mit relativer Luftfeuchtigkeit von 5 % bis 95 % nicht kondensierend bis 40 °C. Die Versorgungsspannung beträgt 9 bis 36 V DC mit Verpolungsschutz, und die typische Leistungsaufnahme beträgt 15 W bei 24 V DC. Das Modul hat ein 3U-Halbrackformat mit Abmessungen von 150 x 30 x 200 mm (B x H x T) und wiegt 0,8 kg ohne Zubehör.

Zu den Materialien gehören typischerweise eine Leiterplatte, Halbleiter (ICs, Transistoren), Steckverbinder (BNC, SMA, Bananenstecker), passive Bauelemente (Widerstände, Kondensatoren) und ein Metallgehäuse. Diese Module werden in Fertigung, Qualitätssicherung und F&E eingesetzt. Überprüfen Sie vor der Beschaffung oder Verwendung immer modellspezifische Werte und Normen mit dem Hersteller oder Lieferanten. Modellspezifische Werte und anwendbare Normen sind vor der Beschaffung mit dem rechtlichen Hersteller oder Lieferanten zu prüfen.

Funktionsprinzip

Instrumentierungsmodule arbeiten, indem sie über Sonden, Steckverbinder oder Vorrichtungen mit dem Prüfling (DUT) verbunden werden. Sie konditionieren Eingangssignale (z. B. Verstärkung, Filterung, Analog-Digital-Umwandlung) mit interner Schaltung und Prozessoren. Messalgorithmen analysieren die konditionierten Signale, um Parameter wie Spannung, Frequenz oder Wellenformmerkmale zu extrahieren. Ergebnisse werden über digitale Schnittstellen (z. B. GPIB, Ethernet, PCIe) an die ATE-Steuerung übertragen, zur Protokollierung, Analyse und Entscheidung über Bestehen/Nichtbestehen.

Technische Parameter

Technische Parameter
ParameterTypischer BereichHinweise & Auswahlkriterien
Messbereich (Gleichspannung)0–1000 VCovers typical ATE signal levels
Messbereich (Wechselspannung)0–750 VTrue RMS up to 100 kHz
Messbereich (Widerstand)0–100 Auto-ranging
Genauigkeit (Gleichspannung)±0.025 % des Messwerts + 0,005% des BereichsAt 23 ±5 °C, 1-year calibration
Bandbreite100 MHzFor oscilloscope function
Abtastrate1 GS/sMaximum, single channel
Eingangsimpedanz1 Parallel with 15 pF
Betriebstemperatur0–50 °CFull accuracy at 23 ±5 °C
Lagertemperatur-40–70 °CNon-condensing
Relative Luftfeuchtigkeit5–95 % RHNon-condensing, up to 40 °C
Versorgungsspannung9–36 V DCReverse polarity protected
Leistungsaufnahme15 WTypical, at 24 V DC
Abmessungen (B x H x T)150 x 30 x 200 mm3U, half-rack width
Gewicht0.8 kgWithout accessories

Die Bereiche sind branchenübliche Richtwerte zur Angebotsvorbereitung und keine Zusage des Lieferanten. Bestätigen Sie jeden Wert und jede Norm vor der Bestellung beim rechtlichen Hersteller.

Hauptmaterialien

Leiterplatte (PCB) Halbleiter (ICs, Transistoren) Steckverbinder (BNC, SMA, Bananenstecker) Passive Bauelemente (Widerstände, Kondensatoren) Metallgehäuse

Komponenten / BOM

Components / BOM
  • Eingangs-/Ausgangsstecker
    Bietet elektrische Schnittstelle zum Anschluss von Prüfköpfen, Kabeln oder Vorrichtungen an das Prüfgerät.
    Material: Metall (vergoldete Kontakte), Kunststoffgehäuse
  • Signalaufbereitungsschaltung
    Verstärkt, filtert und skaliert Eingangssignale auf geeignete Pegel für den Analog-Digital-Wandler (ADC).
    Material: Leiterplatte, Halbleiter, passive Bauelemente
  • Analog-Digital-Wandler (AD-Wandler)
    Wandelt konditionierte analoge Signale in digitale Daten zur Verarbeitung um.
    Material: Halbleiter-IC
  • Mikrocontroller/DSP
    Verarbeitet digitale Daten, führt Messalgorithmen aus und verwaltet die Kommunikation mit dem ATE-Controller.
    Material: Halbleiter-IC
  • Kommunikationsschnittstelle
    Ermöglicht Datentransfer und Steuerung zwischen dem Modul und dem ATE-System (z.B. GPIB, Ethernet, PCIe-Controller).
    Material: Leiterplatte, Steckverbinder, Halbleiter-IC

FMEA · Fehleranalyse

Ursache → Fehlermodus → Engineering-Maßnahme

Elektrostatische Entladung (ESD) von 8000 V nach Human-Body-Modell Gate-Oxid-Durchbruch in Eingangsschutz-MOSFETs mit Leckstrom über 1 µA TVS-Dioden mit 5 ns Ansprechzeit und 500 W Spitzenimpulsleistung innerhalb von 10 mm von Steckverbindern platziert
Thermisches Zyklieren von -40 °C bis 85 °C bei 10 Zyklen/Stunde Lötstellenermüdungsbruch nach 5000 Zyklen aufgrund von CTE-Mismatch zwischen FR-4-Substrat (14 ppm/°C) und bleifreiem Lot (21 ppm/°C) Underfill-Epoxidharz mit 8 GPa Elastizitätsmodul und 25 ppm/°C CTE auf BGA-Gehäuse aufgetragen

Technische Bewertung

Betriebsbereich
Betriebsbereich
0–1000 V DC, 0–10 A DC, 0–100 kHz Frequenz
Belastungs- und Ausfallgrenzen
Eingangsspannung über 1200 V DC verursacht Sättigung des Analog-Digital-Wandlers bei 4095 Counts, Strom über 12 A DC löst thermische Abschaltung bei 85 °C Sperrschichttemperatur aus
Dielektrischer Durchschlag in Eingangsschutzschaltungen bei einer elektrischen Feldstärke von 1500 V/mm, Elektromigration in Kupferleitungen bei Stromdichten über 10^6 A/cm²
Fertigungskontext
Instrumentierungsmodul wird innerhalb von Herstellung von Computern, elektronischen und optischen Erzeugnissen nach Material, Prozessfenster und Prüfanforderungen bewertet.

Weitere Produktbezeichnungen

ATE Instrument Module Test and Measurement Module

Taxonomie und Suchbegriffe

Suchbegriffe, Aliase und technische Bezeichnungen für diesen CNFX Datensatz.

Anwendungen / Eingebaute Systeme

Dieses Teil oder Produkt erscheint in den folgenden Systemen und Maschinen.

Eignung und Auslegungsdaten

Betriebsgrenzen
Betriebsdruck:Atmosphärisch (nicht druckbeaufschlagte Umgebung)
Durchflussrate:Nicht zutreffend
Betriebstemperatur:0 °C bis 50 °C (Betrieb), -20 °C bis 70 °C (Lagerung)
Montage- und Anwendungskompatibilität
LaborluftumgebungenElektronik-PrüfständeSaubere Fertigungsbereiche
Nicht geeignet: Industrieböden mit hoher Vibration und Partikelkontamination
Auslegungsdaten
  • Erforderliche Messbandbreite/Messbereich
  • Erforderliche Messgenauigkeit/Auflösung
  • Schnittstellen-/Kommunikationsprotokoll (z.B. GPIB, Ethernet, USB)

Zuverlässigkeits- und Risikoanalyse

Ausfallmodus und Ursache
Bauteilverschlechterung durch elektrische Überlastung
Ursache: Einwirkung von Spannungsspitzen über den spezifizierten Nennwerten, oft durch unsachgemäße Erdung oder transiente Ereignisse in Industrieumgebungen, was zu beschädigten internen Schaltkreisen oder Sensoren führt.
Kalibrierungsdrift oder Genauigkeitsverlust
Ursache: Thermisches Zyklieren, mechanischer Stoß oder Alterung von Referenzbauteilen, die zu Abweichungen von den spezifizierten Messtoleranzen führen und die Datenzuverlässigkeit beeinträchtigen.
Wartungsindikatoren
  • Unregelmäßige oder inkonsistente Messwerte während des Betriebs, wie z.B. schwankende Werte ohne Eingangsänderung
  • Ungewöhnliche Geräusche (z.B. Brummen, Summen) vom Gerät oder sichtbare Anzeichen wie Display-Flimmern, Überhitzung oder Brandgeruch
Technische Hinweise
  • Einführen regelmäßiger Kalibrierungspläne gemäß Herstellerempfehlungen und Umgebungsbedingungen unter Verwendung rückführbarer Standards, um die Genauigkeit zu erhalten und Drift frühzeitig zu erkennen.
  • Sicherstellen eines angemessenen elektrischen Schutzes: Einsatz von Überspannungsableitern, Bereitstellung sauberer Stromquellen und Befolgung von Erdungsprotokollen, um Überlastung durch industrielle Transienten zu verhindern.

Konformität und Fertigungsnormen

Referenznormen
DIN EN 61010-1: Sicherheitsanforderungen für elektrische Betriebsmittel für Mess-, Steuer- und LaborzweckeANSI C63.4: Messverfahren für Funkstörungsemissionen von elektrischen und elektronischen Betriebsmitteln mit Niederspannung
Fertigungsgenauigkeit
  • Gleichspannungsgenauigkeit: ±(0,05 % des Messwerts + 0,02 % des Messbereichs)
  • Zeitbasisstabilität: ±1 ppm über 24 Stunden
Qualitätsprüfung
  • Kalibrierungsverifizierung gegen NIST-rückführbare Standards
  • Umgebungsbelastungstests (Temperatur, Feuchtigkeit, Vibration)

Hersteller von Instrumentierungsmodul

Herstellerprofile mit passender Produktionsfähigkeit in China.

Die Herstellerliste dient der Vorrecherche und Einordnung von Fertigungskapazitäten. Sie ist keine Zertifizierung, kein Ranking und keine Transaktionsgarantie.

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Beispielhafte Bewertungskriterien aus Einkaufsprozessen

Keine Kundenbewertung und keine Echtzeitdaten. Die Werte zeigen typische Prüfkriterien in RFQ- und Lieferantenbewertungsprozessen.

Technische Dokumentation
4/5
Fertigungsfähigkeit
4/5
Prüfbarkeit
5/5
Lieferantentransparenz
3/5

Die Kriterien dienen als Orientierung für technische Einkaufsprüfungen. Konkrete Kunden, Länder, Bewertungsdaten oder Live-Nachfragen werden nur angezeigt, wenn entsprechende belastbare Daten vorliegen.

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Häufige Fragen

Wofür wird ein Instrumentierungsmodul verwendet?

Ein Instrumentierungsmodul ist eine Komponente automatisierter Testgeräte (ATE), die spezifische Mess- oder Signalanalysefunktionen bereitstellt, wie Digitalmultimeter (DMM) für elektrische Parameter oder Oszilloskop (Scope) zur Wellenformdarstellung. Es ermöglicht umfassende Tests elektronischer Geräte während Fertigung, Qualitätssicherung und F&E.

Was sind typische Messbereiche für ein DMM-Modul?

Typische Bereiche umfassen Gleichspannung von 0 bis 1000 V, Wechselspannung von 0 bis 750 V (True RMS bis 100 kHz) und Widerstand bis 100 MΩ mit automatischer Bereichswahl. Die Genauigkeit für Gleichspannung beträgt ±0,025 % vom Messwert plus 0,005 % vom Bereich bei 23 ±5 °C über einen Kalibrierzeitraum von einem Jahr.

Wie kommuniziert ein Instrumentierungsmodul mit der ATE-Steuerung?

Es kommuniziert über digitale Schnittstellen wie GPIB, Ethernet oder PCIe. Das Modul konditioniert Eingangssignale, extrahiert Parameter und sendet Ergebnisse an die Steuerung zur Protokollierung, Analyse und Entscheidung über Bestehen/Nichtbestehen.

Unter welchen Umgebungsbedingungen kann das Modul betrieben werden?

Das Modul arbeitet bei Temperaturen von 0 bis 50 °C und kann von -40 bis 70 °C gelagert werden. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte 5 % bis 95 % nicht kondensierend bis 40 °C betragen. Überprüfen Sie immer die modellspezifischen Spezifikationen mit dem Hersteller.

Kann ich Hersteller direkt kontaktieren?

CNFX ist ein offenes Verzeichnis, keine Handelsplattform und kein Beschaffungsagent. Herstellerprofile und Formulare helfen bei der Vorbereitung des direkten Kontakts.

CNFX Industrial Index v2.6.09 · Herstellung von Computern, elektronischen und optischen Erzeugnissen

Datenbasis

CNFX-Herstellerprofile, technische Klassifikation, öffentlich verfügbare Produktinformationen und fortlaufende Plausibilitätsprüfung.

Vorläufige technische Einordnung
Diese Seite dient der strukturierten Vorbereitung von Recherche, RFQ und Lieferantenbewertung. Sie ersetzt keine Lieferantenqualifizierung, keine Normenprüfung und keine technische Freigabe durch den Käufer.
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