Strukturierte Fertigungsdaten · 2026

Hochreine Ferrovanadium-Vorlegierung

Auf Basis strukturierter CNFX-Herstellerprofile wird Hochreine Ferrovanadium-Vorlegierung im Bereich Sonstige Grundmetallerzeugung anhand von Vanadiumgehalt bis Siliziumgehalt eingeordnet.

Technische Definition und Kernbaugruppe

Ein typisches Hochreine Ferrovanadium-Vorlegierung wird durch die Baugruppe aus Vanadium-Matrix und Eisenbasis beschrieben. Für industrielle Anwendungen werden Materialauswahl, Fertigungsprozess und Prüfbarkeit gemeinsam bewertet.

Eine Vorlegierung aus Eisen und Vanadium, die als Kornfeiner und Verstärkungsmittel in der Stahlproduktion verwendet wird.

Hochreine Ferrovanadium-Vorlegierung in einer industriellen Fertigungsumgebung
Repräsentative Produktabbildung. Aussehen und Spezifikationen mit dem Hersteller bestätigen.

Technische Definition

Ferrovanadium ist eine kritische Vorlegierung, die durch aluminothermische Reduktion oder Elektroofenverfahren hergestellt wird und 35-85 Gewichtsprozent Vanadium enthält. Es dient als primärer industrieller Zusatzstoff, um Vanadium in flüssigen Stahl und Gusseisen während der Sekundärmetallurgie einzubringen. Diese Legierung verbessert erheblich die mechanischen Eigenschaften wie Zugfestigkeit, Härte und Verschleißfestigkeit, während die Duktilität erhalten bleibt. Als strategisches Material in Lieferketten der fortschrittlichen Fertigung ermöglicht es die Produktion von hochfesten niedriglegierten (HSLA) Stählen, Werkzeugstählen und Speziallegierungen für anspruchsvolle Anwendungen. Das Produkt wird typischerweise in gebrochener oder stückiger Form geliefert, mit Partikelgrößen von 10-50 mm und einer Schüttdichte von 3,5-4,5 g/cm³. Seine Dichte beträgt 6,0-6,2 g/cm³ und sein Schmelzpunkt liegt bei 1480-1520 °C. Zu den wichtigsten Spezifikationen gehören ein Vanadiumgehalt von 75-85 Gew.-%, mit maximalen Verunreinigungsgrenzen für Silizium (≤1,5 Gew.-%), Phosphor (≤0,05 Gew.-%), Schwefel (≤0,03 Gew.-%), Aluminium (≤1,0 Gew.-%), Kohlenstoff (≤0,5 Gew.-%), Mangan (≤0,5 Gew.-%), Stickstoff (≤0,1 Gew.-%) und Sauerstoff (≤0,2 Gew.-%). Diese Werte beziehen sich auf GB/T 4139, eine chinesische Norm für Ferrovanadium. Es ist wichtig, modellspezifische Werte und Normen mit dem gesetzlichen Hersteller oder Lieferanten zu verifizieren, da die tatsächlichen Produktspezifikationen variieren können. Die Legierung wird in der Stahlherstellung und in Gießereien verwendet, wo sie flüssigem Stahl zugesetzt wird, um gewünschte mechanische Eigenschaften zu erzielen. Ihre Rolle bei der Kornfeinung und Ausscheidungshärtung macht sie unverzichtbar für die Herstellung von Hochleistungsstählen, die im Bauwesen, in der Automobilindustrie und im Energiesektor eingesetzt werden. Das Produkt ist kein fertiges Bauteil, sondern ein Rohmaterial für die weitere Verarbeitung.

Funktionsprinzip

Vanadiumatome lösen sich während der Stahlherstellung in der Eisenmatrix auf und bilden feine Vanadiumkarbid-Ausscheidungen, die Korngrenzen pinnen und Versetzungsbewegungen behindern, was zu Kornfeinung und Ausscheidungshärtung führt. Dieser Mechanismus verbessert die mechanischen Eigenschaften von Stahl, wie Zugfestigkeit und Härte, während die Duktilität erhalten bleibt. Die Wirksamkeit hängt vom Vanadiumgehalt und den Prozessparametern der Stahlherstellung ab, einschließlich Temperatur und Abkühlungsrate. Eine ausreichende Auflösung und gleichmäßige Verteilung von Vanadium sind entscheidend für gleichmäßige Eigenschaften. Die Partikelgröße und Dichte der Legierung beeinflussen ihre Auflösungsrate in flüssigem Stahl, wobei größere Stücke mehr Zeit benötigen. Das Vorhandensein von Verunreinigungen wie Aluminium und Silizium kann die Desoxidation und Einschlusskontrolle beeinflussen, daher werden ihre Gehalte kontrolliert, um eine konsistente Leistung zu gewährleisten.

Technische Parameter

Technische Parameter
ParameterTypischer BereichHinweise & Auswahlkriterien
Vanadiumgehalt75–85 Masse-%Massenprozent Vanadium in LegierungGB/T 4139
Siliziumgehalt≤1.5 Gew.-%Maximaler Silizium-FremdstoffgehaltGB/T 4139
Phosphorgehalt≤0.05 Gew.-%Maximaler Phosphor-FremdstoffgehaltGB/T 4139
Schwefelgehalt≤0.03 Gew.-%Maximaler SchwefelverunreinigungsgradGB/T 4139
Schüttdichte3.5–4.5 g/cm³Scheinbare Dichte von zerkleinerten Legierungsstücken
Korngrößenverteilung10–50 mmGrößenbereich von Legierungsstücken zur AuflösungssteuerungGB/T 4139
Schmelzpunkt1480–1520 °CCritical for alloying in steelmaking.
Dichte6.0–6.2 g/cm³Higher density ensures better dissolution in molten steel.
Aluminiumgehalt≤1.0 %Aluminum can affect deoxidation and inclusion control.GB/T 4139
Kohlenstoffgehalt≤0.5 %Low carbon is essential for low-carbon steel grades.GB/T 4139
Mangangehalt≤0.5 %Manganese is a residual element.GB/T 4139
Stickstoffgehalt≤0.1 %High nitrogen can cause aging in steel.GB/T 4139
Sauerstoffgehalt≤0.2 %Low oxygen improves steel cleanliness.GB/T 4139

Die Bereiche sind branchenübliche Richtwerte zur Angebotsvorbereitung und keine Zusage des Lieferanten. Bestätigen Sie jeden Wert und jede Norm vor der Bestellung beim rechtlichen Hersteller.

Hauptmaterialien

Vanadiumpentoxid (V₂O₅) Eisenschrott/Fe₃O₄ Aluminium (als Reduktionsmittel)

Komponenten / BOM

Components / BOM
  • Vanadium-Matrix
    Primäres Verstärkungselement zur Bildung von Karbiden und Nitriden
    Material: Metallisches Vanadium in Eisenlösung
  • Eisenbasis
    Trägermetall zur Gewährleistung der Kompatibilität mit flüssigem Stahl
    Material: Eisen mit niedrigem Kohlenstoffgehalt
  • Reduktionsrückstand
    Nebenprodukt aus dem aluminothermischen Reduktionsverfahren
    Material: Aluminiumoxidschlacke

FMEA · Fehleranalyse

Ursache → Fehlermodus → Engineering-Maßnahme

Unvollständige Vanadiumauflösung während des Legierens aufgrund unzureichender Mischenergie unter 50 kJ/kg Segregierte Vanadiumcluster mit einem Durchmesser über 100 μm, die lokalisierte Versprödung verursachen Elektromagnetisches Rühren mit einer Feldstärke von 0,3 Tesla und einer Rotationsgeschwindigkeit von 120 U/min während des Schmelzens
Feuchtigkeitsaufnahme über 0,1 Gew.-% während der Lagerung, die eine V2O5·nH2O-Oberflächenschicht bildet Wasserstoffaufnahme >2 ppm während der Stahlherstellung, die Porositätsdefekte mit 150 μm Abstand verursacht Vakuumversiegelte Verpackung mit <100 ppm Sauerstoffatmosphäre und Trockenmittel, das eine relative Luftfeuchtigkeit von <10 % aufrechterhält

Technische Bewertung

Betriebsbereich
Betriebsbereich
1550-1650°C Schmelztemperatur, 7,0-7,5 g/cm³ Dichte, 0,5-2,0 Gew.-% Vanadiumgehalt
Belastungs- und Ausfallgrenzen
Vanadiumgehalt unter 0,3 Gew.-% führt zu unzureichender Kornfeinung, über 2,5 Gew.-% führt zu Versprödung; Temperaturen über 1700°C initiieren übermäßige Oxidation mit einer 15 %-igen Massenverlustschwelle
Vanadiumkarbid-Ausscheidung an Korngrenzen (VC-Bildung mit 0,77 nm Gitterparameter) steuert die Verfestigung; Oxidation folgt einem parabolischen Raten-Gesetz mit einer Aktivierungsenergie von 180 kJ/mol oberhalb von 1700°C
Fertigungskontext
Hochreine Ferrovanadium-Vorlegierung wird innerhalb von Sonstige Grundmetallerzeugung nach Material, Prozessfenster und Prüfanforderungen bewertet.

Weitere Produktbezeichnungen

FeV Master Alloy Vanadium Iron Alloy Steel Grain Refiner

Taxonomie und Suchbegriffe

Suchbegriffe, Aliase und technische Bezeichnungen für diesen CNFX Datensatz.

Eignung und Auslegungsdaten

Betriebsgrenzen
Betriebsdruck:Atmosphärisch (Standard-Stahlherstellungsbedingungen)
Durchflussrate:Batch-Zugabe, nicht kontinuierlich
Betriebstemperatur:1500-1650°C (typischer Stahlherstellungsbereich)
Montage- und Anwendungskompatibilität
KohlenstoffstahlproduktionLegierungsstahlproduktionWerkzeugstahlproduktion
Nicht geeignet: Wässrige oder korrosive chemische Umgebungen (anfällig für Oxidation)
Auslegungsdaten
  • Erforderlicher Vanadiumgehalt im Endstahl (%)
  • Batch-Größe der Stahlschmelze (Tonnen)
  • Gewünschtes Kornfeinungsniveau/Festigkeitsspezifikation

Zuverlässigkeits- und Risikoanalyse

Ausfallmodus und Ursache
Oxidationsinduzierte Versprödung
Ursache: Exposition gegenüber Sauerstoff bei hohen Temperaturen während der Verarbeitung oder Lagerung, was zur Bildung spröder Oxidphasen führt, die die strukturelle Integrität und Legierungshomogenität beeinträchtigen.
Thermische Ermüdungsrissbildung
Ursache: Wiederholte thermische Zyklen während der Legierungsprozesse oder Ofenbetriebe, die zu unterschiedlichen Ausdehnungs-/Schrumpfungsspannungen führen, die Mikrorisse in der Vorlegierungsmatrix initiieren.
Wartungsindikatoren
  • Sichtbare Oberflächenverfärbung oder Schuppenbildung, die auf eine Oxidation über die zulässigen Grenzen hinaus hinweist
  • Hörbares Knacken oder Knallen während der Aufheiz-/Abkühlzyklen, das auf innere Spannungsentlastung oder Rissausbreitung hindeutet
Technische Hinweise
  • Implementierung einer kontrollierten Atmosphärenlagerung und -handhabung mit Inertgasabdeckung (Argon/Stickstoff), um Oxidation während der Nicht-Verarbeitungszeiten zu verhindern
  • Optimierung der Temperaturprofile während der Legierungseinbindung durch schrittweise Aufheizraten und kontrollierte Abkühlung, um thermisch induzierte Schäden zu minimieren

Konformität und Fertigungsnormen

Referenznormen
ISO 5451: Ferrovanadium - Spezifikation und LieferbedingungenASTM A1025: Standard-Spezifikation für FerrovanadiumDIN 17560: Ferrovanadium - Technische Lieferbedingungen
Fertigungsgenauigkeit
  • Vanadiumgehalt: +/- 0,5 Gew.-%
  • Korngrößenverteilung: 90 % innerhalb des Bereichs 10-50 mm
Qualitätsprüfung
  • Röntgenfluoreszenz (RFA) spektrographische Analyse für die elementare Zusammensetzung
  • Metallografische Untersuchung auf Homogenität und Einschlussbewertung

Hersteller von Hochreine Ferrovanadium-Vorlegierung

Herstellerprofile mit passender Produktionsfähigkeit in China.

Die Herstellerliste dient der Vorrecherche und Einordnung von Fertigungskapazitäten. Sie ist keine Zertifizierung, kein Ranking und keine Transaktionsgarantie.

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Beispielhafte Bewertungskriterien aus Einkaufsprozessen

Keine Kundenbewertung und keine Echtzeitdaten. Die Werte zeigen typische Prüfkriterien in RFQ- und Lieferantenbewertungsprozessen.

Technische Dokumentation
4/5
Fertigungsfähigkeit
4/5
Prüfbarkeit
5/5
Lieferantentransparenz
3/5

Die Kriterien dienen als Orientierung für technische Einkaufsprüfungen. Konkrete Kunden, Länder, Bewertungsdaten oder Live-Nachfragen werden nur angezeigt, wenn entsprechende belastbare Daten vorliegen.

Häufige Fragen

Was ist der typische Vanadiumgehalt in dieser Ferrovanadium-Vorlegierung?

Laut Verzeichnisreferenz beträgt der Vanadiumgehalt 75-85 Gew.-%, gemäß GB/T 4139. Die tatsächlichen Produktspezifikationen können jedoch variieren, daher ist es wichtig, den genauen Wert mit dem Lieferanten oder Hersteller zu bestätigen.

Was sind die maximalen Verunreinigungsgrenzen für Silizium, Phosphor und Schwefel?

Die maximalen Verunreinigungsgrenzen sind: Silizium ≤1,5 Gew.-%, Phosphor ≤0,05 Gew.-% und Schwefel ≤0,03 Gew.-%, gemäß GB/T 4139. Diese Grenzen sind wichtig für die Kontrolle der Stahlqualität, aber Sie sollten sie mit dem Lieferanten für die spezifische Charge verifizieren.

Was ist die Partikelgrößenverteilung dieser Legierung?

Die Partikelgrößenverteilung beträgt 10-50 mm, wie im Verzeichnis aufgeführt. Dieser Bereich ist für die Auflösung in flüssigem Stahl ausgelegt. Die tatsächliche Größe kann jedoch variieren, daher wird empfohlen, dies mit dem Lieferanten zu klären.

Wie wird dieses Ferrovanadium in der Stahlherstellung verwendet?

Es wird während der Sekundärmetallurgie flüssigem Stahl zugesetzt, um Vanadium einzubringen, das feine Karbide bildet, die die Kornstruktur verfeinern und den Stahl stärken. Die Zugabe erfolgt typischerweise in einer Pfanne oder einem Ofen, und die Dichte und der Schmelzpunkt der Legierung beeinflussen ihr Auflösungsverhalten.

Kann ich Hersteller direkt kontaktieren?

CNFX ist ein offenes Verzeichnis, keine Handelsplattform und kein Beschaffungsagent. Herstellerprofile und Formulare helfen bei der Vorbereitung des direkten Kontakts.

CNFX Industrial Index v2.6.09 · Sonstige Grundmetallerzeugung

Datenbasis

CNFX-Herstellerprofile, technische Klassifikation, öffentlich verfügbare Produktinformationen und fortlaufende Plausibilitätsprüfung.

Vorläufige technische Einordnung
Diese Seite dient der strukturierten Vorbereitung von Recherche, RFQ und Lieferantenbewertung. Sie ersetzt keine Lieferantenqualifizierung, keine Normenprüfung und keine technische Freigabe durch den Käufer.
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