Strukturierte Fertigungsdaten · 2026

Infrarotdetektor

Auf Basis strukturierter CNFX-Herstellerprofile wird Infrarotdetektor im Bereich Herstellung von Computern, elektronischen und optischen Erzeugnissen anhand von Detektortyp bis Spektralbereich eingeordnet.

Technische Definition und Kernbaugruppe

Ein typisches Infrarotdetektor wird durch die Baugruppe aus Aktives Element und Gehäuse/Fenster beschrieben. Für industrielle Anwendungen werden Materialauswahl, Fertigungsprozess und Prüfbarkeit gemeinsam bewertet.

Ein Sensorelement, das Infrarotstrahlung erfasst und in ein elektrisches Signal umwandelt.

Infrarotdetektor in einer industriellen Fertigungsumgebung
Repräsentative Produktabbildung. Aussehen und Spezifikationen mit dem Hersteller bestätigen.

Technische Definition

Der Infrarotdetektor ist das Kern-Sensorelement in Infrarot-Pyrometern und anderen optischen Messsystemen. Er erfasst die von einem Zielobjekt emittierte Infrarotstrahlung und wandelt sie in ein messbares elektrisches Signal um, das zur Temperaturbestimmung oder Anwesenheitserkennung verarbeitet werden kann. Der Detektor arbeitet entweder nach dem photoelektrischen Effekt (bei Halbleitertypen wie Silizium, Germanium oder InGaAs) oder nach dem thermischen Effekt (bei pyroelektrischen Kristallen wie Lithiumtantalat). Wenn Infrarotstrahlung auf den Detektor trifft, ändern sich seine elektrischen Eigenschaften – wie Widerstand, Spannung oder Strom – proportional zur Strahlungsintensität. Diese Änderung wird in ein Signal umgewandelt, das verstärkt und von zugehöriger Elektronik interpretiert werden kann. Die Leistung des Detektors wird durch Parameter wie spektralen Bereich (typisch 1–14 μm), Detektivität (1e8–1e10 cm·Hz^0.5/W), Ansprechzeit (1–100 ns) und Betriebstemperatur (-40 bis 85 °C) charakterisiert. Er ist in verschiedenen Gehäusetypen (TO-5 bis TO-8) und aktiven Flächen (0,1–10 mm²) erhältlich, mit Optionen für Sichtfeld (60–120°), Versorgungsspannung (3,3–5 V DC) und Leistungsaufnahme (10–500 mW). Der Detektor ist für die Integration in industrielle Temperaturmesssysteme ausgelegt und muss basierend auf dem Temperaturbereich des Ziels, den spektralen Eigenschaften und den Anforderungen an die Ansprechgeschwindigkeit ausgewählt werden. Es ist wichtig, modellspezifische Werte und Normen mit dem Hersteller oder Lieferanten zu verifizieren, da die aufgeführten Bereiche allgemeine Referenzen sind. Der Detektor ist eine passive Komponente und umfasst keine Signalverarbeitung oder Anzeigefunktionen; er benötigt externe Schaltungen für den Betrieb. Richtige Handhabung und Installation sind notwendig, um Schäden durch elektrostatische Entladung oder übermäßige Hitze zu vermeiden. Regelmäßige Kalibrierung und Wartung werden empfohlen, um genaue Messwerte über die Zeit zu gewährleisten.

Funktionsprinzip

Der Detektor absorbiert einfallende Infrarotstrahlung, was eine Änderung seiner elektrischen Eigenschaften basierend auf dem photoelektrischen oder thermischen Effekt verursacht. Bei Halbleiterdetektoren erzeugen Photonen mit ausreichender Energie Elektron-Loch-Paare und verändern die Leitfähigkeit. Bei pyroelektrischen Detektoren verändert die Temperaturänderung die Polarisation des Kristalls und erzeugt eine Spannung. Diese Änderung ist proportional zur Strahlungsintensität und wird in ein elektrisches Signal für die weitere Verarbeitung umgewandelt.

Technische Parameter

Technische Parameter
ParameterTypischer BereichHinweise & Auswahlkriterien
Detektortyp1–3 μmSpectral range for MCT or InSb
Spektralbereich1–14 μmSelect based on application
Detektivität1e8–1e10 cm·Hz^0.5/WHigher is better
Ansprechzeit1–100 nsSchneller für Hochgeschwindigkeitsanwendungen
Betriebstemperatur-40–85 °CExtended range for industrial
Lagertemperatur-55–125 °CAußer Betrieb
Versorgungsspannung3.3–5 V DCTypical logic levels
Leistungsaufnahme10–500 mWDepends on cooling
GehäusetypTO-5–TO-8Hermetic metal can
Aktive Fläche0.1–10 mm²Larger area for higher signal
Sichtfeld60–120 °With lens
Feuchtigkeitsbereich5–95 % RHnicht kondensierendIEC 60068-2-78
Gewicht1–50 gWithout lens

Die Bereiche sind branchenübliche Richtwerte zur Angebotsvorbereitung und keine Zusage des Lieferanten. Bestätigen Sie jeden Wert und jede Norm vor der Bestellung beim rechtlichen Hersteller.

Hauptmaterialien

Halbleiter (z.B. Silizium, Germanium, InGaAs) Pyroelektrischer Kristall (z.B. Lithiumtantalat)

Komponenten / BOM

Components / BOM
  • Aktives Element
    Absorbiert Infrarotstrahlung und erzeugt die primäre elektrische Reaktion
    Material: Halbleiter- oder pyroelektrisches Material
  • Gehäuse/Fenster
    Schützt das aktive Element und kann einen Spektralfilter zur Definition des Wellenlängenbereichs enthalten
    Material: Metall (z.B. TO-Gehäuse) mit IR-durchlässigem Fenster (z.B. Germanium, Silizium)
  • Elektrische Kontakte
    Bereitstellung von Anschlusspunkten für Signalausgabe und Vorspannung (falls erforderlich)
    Material: Vergoldetes Metall

FMEA · Fehleranalyse

Ursache → Fehlermodus → Engineering-Maßnahme

Elektrostatische Entladung über 2 kV HBM (Human Body Model) während der Handhabung Gate-Oxid-Durchbruch im Auslese-IC, der permanente Kurzschlusswege erzeugt Integration von 500 Ω Reihenwiderständen und 3,3 pF Shunt-Kondensatoren an allen I/O-Pins, Implementierung geerdeter Handgelenkbänder-Protokolle während der Montage
Kondensationsbildung am Detektorfenster aufgrund von Taupunktüberschreitung bei 60 % rel. Luftfeuchte und 25°C Umgebungstemperatur Infrarot-Absorptions- und Streuverluste über 30 % bei 10,6 µm Wellenlänge Hermetische Versiegelung mit 0,5 atm trockenem Stickstoffspülung, integrierter thermoelektrischer Kühler, der das Fenster 5°C über Umgebungstemperatur hält

Technische Bewertung

Betriebsbereich
Betriebsbereich
7,5-14,0 µm Wellenlänge, -40°C bis +85°C Umgebungstemperatur, 3,3-5,0 VDC Versorgungsspannung
Belastungs- und Ausfallgrenzen
Detektorresponsivität fällt unter 0,8 A/W bei 10,6 µm Wellenlänge, Dunkelstrom überschreitet 1,0 nA bei 25°C, rauschäquivalente Leistung überschreitet 1,0×10⁻¹¹ W/√Hz
Quanteneffizienzdegradation aufgrund von Gitterdefekten im HgCdTe-Halbleitermaterial bei Temperaturen über 85°C, thermomechanische Spannung durch Unterschied im thermischen Ausdehnungskoeffizienten zwischen Detektorchip (17×10⁻⁶/K) und Substrat (6×10⁻⁶/K)
Fertigungskontext
Infrarotdetektor wird innerhalb von Herstellung von Computern, elektronischen und optischen Erzeugnissen nach Material, Prozessfenster und Prüfanforderungen bewertet.

Taxonomie und Suchbegriffe

Suchbegriffe, Aliase und technische Bezeichnungen für diesen CNFX Datensatz.

Anwendungen / Eingebaute Systeme

Dieses Teil oder Produkt erscheint in den folgenden Systemen und Maschinen.

Industrielles Ökosystem und Lieferkette

Eignung und Auslegungsdaten

Betriebsgrenzen
Betriebsdruck:Atmosphärisch bis 1,5 bar absolut (typisch gehäuseabhängig)
Weitere Spezifikationen:Spektrale Empfindlichkeit: 1-14 µm (typisch), Ansprechzeit: <100 ns bis 1 ms (typabhängig), Sichtfeld: 15° bis 180° (linsen-/fensterabhängig)
Betriebstemperatur:-40°C bis +85°C (betriebsbereit), -55°C bis +100°C (Lagerung)
Montage- und Anwendungskompatibilität
Nicht-kondensierende LuftumgebungenInertgasatmosphären (N2, Ar)Vakuumanwendungen
Nicht geeignet: Direkte Exposition gegenüber Wasser/Flüssigkeiten oder kondensierender Feuchtigkeit ohne Schutzfenster
Auslegungsdaten
  • Erforderlicher spektraler Ansprechbereich (µm)
  • Zielobjekt-Temperaturbereich (°C)
  • Erforderliches Sichtfeld/optische Konfiguration

Zuverlässigkeits- und Risikoanalyse

Ausfallmodus und Ursache
Detektordrift
Ursache: Thermische Belastung durch wiederholte Heiz-/Kühlzyklen, die zu Mikrorissen in den Detektorelementen führt, was Kalibrierungsverlust und ungenaue Messwerte verursacht.
Fensterverschlechterung
Ursache: Akkumulation von Verunreinigungen (Staub, Öl, Feuchtigkeit) auf dem optischen Fenster, was die Infrarottransmission verringert und zu Signaldämpfung oder komplettem Ausfall führt.
Wartungsindikatoren
  • Unstetige oder instabile Temperaturmesswerte während Kalibrierungsprüfungen
  • Sichtbare Kondensation, Beschlag oder physische Beschädigung des optischen Fensters/der Linse
Technische Hinweise
  • Implementieren Sie regelmäßige Kalibrierungspläne mit zertifizierten Schwarzkörperstrahlern und führen Sie Umgebungsprotokolle zur Überwachung von Temperatur-/Feuchtigkeitsexposition.
  • Etablieren Sie präventive Reinigungsprotokolle für optische Komponenten mit zugelassenen Materialien (z.B. linsensichere Tücher, trockene Luft) und installieren Sie Schutzspülsysteme in kontaminierten Umgebungen.

Konformität und Fertigungsnormen

Referenznormen
ISO 18434-1:2008 (Zustandsüberwachung und Diagnostik von Maschinen - Thermografie)ANSI/ISA-12.12.01-2007 (Nichtzündfähige elektrische Betriebsmittel für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen der Zonen 1 und 2)DIN EN 61000-6-2:2019 (Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) - Teil 6-2: Fachgrundnormen - Störfestigkeitsnorm für Industriebereiche)
Fertigungsgenauigkeit
  • Spektraler Ansprechbereich: +/- 5 % der spezifizierten Wellenlänge
  • Rauschäquivalente Temperaturdifferenz (NETD): < 50 mK bei 30°C
Qualitätsprüfung
  • Thermische Ansprechgleichmäßigkeitsprüfung (Pixel-zu-Pixel-Variation)
  • Umweltbelastungstest (thermisches Zyklisieren und Vibrationstest)

Hersteller von Infrarotdetektor

3 Unternehmen führen dieses Produkt in ihrem eigenen Sortiment. Die Unternehmensangaben stammen von der jeweils eigenen Website; jede Karte nennt die Grundlage der Zuordnung.

Global Sensor Technology
Wuhan · CN
Laut Produktseite der eigenen Website · Profil von CNFX aus öffentlichen Quellen zusammengestellt
Bezeichnung auf der Website: “Uncooled Infrared Detectors”
Quellseite ansehen ↗ gst-ir.net · geprüft am 2026-09-08
Guide Infrared
Wuhan · CN
Laut Produktseite der eigenen Website · Profil von CNFX aus öffentlichen Quellen zusammengestellt
Bezeichnung auf der Website: “Infrared Detectors”
Quellseite ansehen ↗ guide-infrared.com · geprüft am 2026-09-08
Wuhan SensorMicro Technology Co., Ltd
Wuhan · CN
Laut Produktseite der eigenen Website · Profil von CNFX aus öffentlichen Quellen zusammengestellt
Bezeichnung auf der Website: “infrared detector”
Quellseite ansehen ↗ sensormicro.com · geprüft am 2026-09-16

Die Herstellerliste dient der Vorrecherche und Einordnung von Fertigungskapazitäten. Sie ist keine Zertifizierung, kein Ranking und keine Transaktionsgarantie.

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Beispielhafte Bewertungskriterien aus Einkaufsprozessen

Keine Kundenbewertung und keine Echtzeitdaten. Die Werte zeigen typische Prüfkriterien in RFQ- und Lieferantenbewertungsprozessen.

Technische Dokumentation
4/5
Fertigungsfähigkeit
4/5
Prüfbarkeit
5/5
Lieferantentransparenz
3/5

Die Kriterien dienen als Orientierung für technische Einkaufsprüfungen. Konkrete Kunden, Länder, Bewertungsdaten oder Live-Nachfragen werden nur angezeigt, wenn entsprechende belastbare Daten vorliegen.

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Häufige Fragen

Was ist der typische spektrale Bereich eines Infrarotdetektors?

Der spektrale Bereich liegt typischerweise bei 1–14 μm, abhängig vom Detektortyp und der Anwendung. Zum Beispiel können MCT- oder InSb-Detektoren 1–3 μm abdecken, während andere Typen bis 14 μm reichen. Bestätigen Sie den genauen Bereich immer mit dem Hersteller für Ihr spezifisches Modell.

Wie beeinflusst die Ansprechzeit des Detektors seine Verwendung?

Die Ansprechzeit (typisch 1–100 ns) bestimmt, wie schnell der Detektor auf Änderungen der Infrarotstrahlung reagiert. Schnellere Ansprechzeiten sind für Hochgeschwindigkeitsanwendungen wie die Überwachung schneller Temperaturänderungen unerlässlich. Langsamere Detektoren können für stationäre Messungen ausreichen.

Welche Bedeutung hat die Detektivität bei einem Infrarotdetektor?

Die Detektivität (D*) gibt die Empfindlichkeit des Detektors für Infrarotstrahlung an, wobei höhere Werte eine bessere Leistung bedeuten. Der typische Bereich liegt bei 1e8–1e10 cm·Hz^0.5/W. Eine höhere Detektivität ermöglicht die Erkennung schwächerer Signale, was für Niedertemperatur- oder Fernmessungen wichtig ist.

Welcher Betriebstemperaturbereich ist für diese Detektoren typisch?

Der Betriebstemperaturbereich liegt typischerweise bei -40 bis 85 °C, während die Lagertemperatur -55 bis 125 °C betragen kann. Stellen Sie sicher, dass der Detektor innerhalb dieser Grenzen verwendet wird, um Leistungsabfall oder Schäden zu vermeiden. Für extreme Umgebungen konsultieren Sie den Hersteller für geeignete Optionen.

Kann ich Hersteller direkt kontaktieren?

CNFX ist ein offenes Verzeichnis, keine Handelsplattform und kein Beschaffungsagent. Herstellerprofile und Formulare helfen bei der Vorbereitung des direkten Kontakts.

CNFX Industrial Index v2.6.09 · Herstellung von Computern, elektronischen und optischen Erzeugnissen

Datenbasis

CNFX-Herstellerprofile, technische Klassifikation, öffentlich verfügbare Produktinformationen und fortlaufende Plausibilitätsprüfung.

Vorläufige technische Einordnung
Diese Seite dient der strukturierten Vorbereitung von Recherche, RFQ und Lieferantenbewertung. Sie ersetzt keine Lieferantenqualifizierung, keine Normenprüfung und keine technische Freigabe durch den Käufer.
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