Strukturierte Fertigungsdaten · 2026

Modulator/Demodulator

Auf Basis strukturierter CNFX-Herstellerprofile wird Modulator/Demodulator im Bereich Herstellung von Computern, elektronischen und optischen Erzeugnissen anhand von Datenrate bis Modulationsverfahren eingeordnet.

Technische Definition und Kernbaugruppe

Ein typisches Modulator/Demodulator wird durch die Baugruppe aus Oszillator und Mischer beschrieben. Für industrielle Anwendungen werden Materialauswahl, Fertigungsprozess und Prüfbarkeit gemeinsam bewertet.

Elektronische Schaltung, die Signale zum Senden und Empfangen moduliert und demoduliert

Modulator/Demodulator in einer industriellen Fertigungsumgebung
Repräsentative Produktabbildung. Aussehen und Spezifikationen mit dem Hersteller bestätigen.

Technische Definition

Ein Modulator/Demodulator (Modem) ist eine Komponente in Transceiver-Schaltungen, die eine bidirektionale Kommunikation über analoge Kanäle ermöglicht. Er übernimmt zwei komplementäre Funktionen: Modulation, bei der digitale Daten zur Übertragung auf eine Trägerwelle codiert werden, und Demodulation, bei der die ursprünglichen digitalen Daten aus einem empfangenen modulierten Signal extrahiert werden. Diese Komponente ist in Anwendungen wie Sprachband-Datenübertragung, industrieller Fernmessung und Fernüberwachungssystemen unerlässlich.

Das Gerät wandelt digitale Bitströme mithilfe von Techniken wie Amplitudenmodulation (AM), Frequenzmodulation (FM) oder Phasenmodulation (PM) in analoge Wellenformen um. Höherstufige Modulationsverfahren wie Quadratur-Amplitudenmodulation (QAM-256) erhöhen den Datendurchsatz, erfordern jedoch ein ausreichendes Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) für einen zuverlässigen Betrieb. Datenrate, Trägerfrequenz und Modulationsverfahren sind voneinander abhängige Parameter, die an die Eigenschaften der Übertragungsleitung und die Anforderungen der Anwendung angepasst werden müssen.

Typische Spezifikationen für Industrie-Modems umfassen einen Datenratenbereich von 56 bis 1000 kbit/s, eine Trägerfrequenz von 1800 Hz (gemäß ITU-T V.32) und Unterstützung für QAM-256-Modulation (gemäß ITU-T V.34). Der Eingangsspannungsbereich beträgt 9 bis 36 V DC, die Leistungsaufnahme 1,5 bis 3,0 W. Die Betriebstemperatur liegt zwischen -40 und 85 °C, die Lagertemperatur zwischen -55 und 125 °C, mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von bis zu 95 % ohne Kondensation. Die Schutzarten variieren von IP54 bis IP65, und die Schnittstellenoptionen umfassen RS-232 und RS-485. Die Abmessungen betragen etwa 50×40×15 mm, das Gewicht liegt zwischen 30 und 50 g.

Zu den typischen Materialien gehören Halbleitermaterialien (Silizium, Galliumarsenid), Kupfer für Anschlüsse und Leiterbahnen sowie Keramiksubstrate für Wärmemanagement und elektrische Isolierung. Diese Komponenten sind für die Leiterplattenmontage ausgelegt und eignen sich für kompakte, tragbare oder Außengeräte.

Bei der Auswahl eines Modulators/Demodulators ist zu prüfen, ob Datenrate, Modulationsverfahren und Schnittstellentyp mit den Anforderungen Ihres Systems und dem Übertragungsmedium kompatibel sind. Bestätigen Sie die Betriebstemperatur, Luftfeuchtigkeit und Schutzart gegen die Umgebungsbedingungen am Installationsort. Überprüfen Sie stets die neuesten Datenblätter und Normen (z. B. ITU-T, IEC) beim jeweiligen Hersteller oder Lieferanten, um sicherzustellen, dass die Komponente Ihren spezifischen Anwendungsanforderungen entspricht.

Funktionsprinzip

Der Modulator/Demodulator wandelt digitale Daten zur Übertragung in analoge Signale um (Modulation) und wandelt empfangene analoge Signale zurück in digitale Daten (Demodulation). Zu den Modulationstechniken gehören Amplitudenmodulation (AM), Frequenzmodulation (FM) und Phasenmodulation (PM). Bei AM variiert die Trägeramplitude mit den Daten; bei FM ändert sich die Frequenz; bei PM verschiebt sich die Phase. Höherstufige Verfahren wie QAM-256 kombinieren Amplituden- und Phasenänderungen, um die Datenrate zu erhöhen. Der Demodulator gewinnt den ursprünglichen Bitstrom zurück, indem er diese Änderungen erkennt und das Signal zum richtigen Zeitpunkt abtastet. Die Wahl des Modulationsverfahrens und der Datenrate hängt von der Kanalbandbreite und dem Signal-Rausch-Verhältnis ab. Die Komponente übernimmt auch die Leitungsschnittstelle, wie Impedanzanpassung und Signalaufbereitung, um eine zuverlässige Kommunikation über das physische Medium zu gewährleisten.

Technische Parameter

Technische Parameter
ParameterTypischer BereichHinweise & Auswahlkriterien
Datenrate56–1000 kbpsHigher rates require better line quality
ModulationsverfahrenQAM-256Higher order QAM increases throughput but needs SNRITU-T V.34
Trägerfrequenz1800 HzStandard for voiceband modemsITU-T V.32
Eingangsspannung9–36 V DCWide input for industrial applications
Leistungsaufnahme1.5–3.0 WLower power for battery-operated devices
Betriebstemperatur-40–85 °CExtended range for outdoor useIEC 60068-2-1
Lagertemperatur-55–125 °CSurvives harsh shipping conditionsIEC 60068-2-2
Relative Luftfeuchtigkeit5–95 %Non-condensingIEC 60068-2-78
SchutzartIP54–IP65IP65 for dust-tight and water-jet protectionIEC 60529
SchnittstellentypRS-232–RS-485RS-485 for longer distancesEIA/TIA-232, EIA/TIA-485
Abmessungen50×40×15 mmCompact for PCB mounting
Gewicht30–50 gLightweight for portable devices

Die Bereiche sind branchenübliche Richtwerte zur Angebotsvorbereitung und keine Zusage des Lieferanten. Bestätigen Sie jeden Wert und jede Norm vor der Bestellung beim rechtlichen Hersteller.

Hauptmaterialien

Halbleitermaterialien (Silizium, Galliumarsenid) Kupfer Keramiksubstrate

Komponenten / BOM

Components / BOM
  • Oszillator
    Erzeugt die Trägerwellenfrequenz
    Material: Halbleiterkristall
  • Mischer
    Kombiniert Eingangssignal mit Trägerwelle zur Modulation
    Material: Halbleiter
  • Filter
    Entfernt unerwünschte Frequenzen aus dem Signal
    Material: Keramik- oder SAW-Material
  • Verstärker
    Erhöht die Signalstärke für Übertragung oder Empfang
    Material: Halbleiter

FMEA · Fehleranalyse

Ursache → Fehlermodus → Engineering-Maßnahme

Phasenrauschen des Lokaloszillators übersteigt -110 dBc/Hz bei 10 kHz Versatz Bitfehlerrate-Degradation über 10^-5 bei 256-QAM-Modulation Temperaturkompensierter Quarzoszillator mit 0,5 ppm Stabilität und Phasenregelschleifen-Filterung
DC-Bias-Spannungsdrift über ±5% des Nennbetriebspunkts von 3,3V hinaus Intermodulationsverzerrung übersteigt -40 dBc im Zweiton-Test Low-Dropout-Spannungsregler mit 0,1% Netzregelung und thermischem Kompensationsnetzwerk

Technische Bewertung

Betriebsbereich
Betriebsbereich
0,1-2,4 GHz mit 50 Ω Impedanzanpassung
Belastungs- und Ausfallgrenzen
Eingangsleistung über +20 dBm verursacht irreversiblen Halbleitersperrschichtdurchbruch
Thermisches Durchgehen in GaAs-FET-Transistoren aufgrund übermäßiger HF-Leistungsdissipation, die die Sperrschichttemperatur von 150°C überschreitet
Fertigungskontext
Modulator/Demodulator wird innerhalb von Herstellung von Computern, elektronischen und optischen Erzeugnissen nach Material, Prozessfenster und Prüfanforderungen bewertet.

Taxonomie und Suchbegriffe

Suchbegriffe, Aliase und technische Bezeichnungen für diesen CNFX Datensatz.

Anwendungen / Eingebaute Systeme

Dieses Teil oder Produkt erscheint in den folgenden Systemen und Maschinen.

Eignung und Auslegungsdaten

Betriebsgrenzen
Betriebsdruck:Nicht anwendbar (elektronische Komponente)
Durchflussrate:Nicht anwendbar (elektronische Komponente)
Betriebstemperatur:-40°C bis +85°C
Montage- und Anwendungskompatibilität
Koaxiale HF-KabelLeiterplatten (FR-4-Material)Abgeschirmte Gehäuse
Nicht geeignet: Umgebungen mit Hochspannungsentladungen
Auslegungsdaten
  • Trägerfrequenzbereich (MHz/GHz)
  • Modulationsschema (z.B. QPSK, QAM, FSK)
  • Erforderliche Datenrate/Bandbreite (Mbps)

Zuverlässigkeits- und Risikoanalyse

Ausfallmodus und Ursache
Signaldegradation
Ursache: Alterung von Komponenten (z.B. Kondensatordrift, Transistorverschlechterung), thermische Belastung durch unzureichende Wärmeableitung oder Kontamination auf Leiterplatten, die die Signalintegrität beeinträchtigt.
Stromversorgungsausfall
Ursache: Spannungsspitzen/Transienten, Austrocknen oder Anschwellen von Elektrolytkondensatoren oder Überhitzung aufgrund unzureichender Belüftung oder Staubansammlung.
Wartungsindikatoren
  • Intermittierende oder verzerrte Ausgangssignale (hörbar als Rauschen in Audiomodems, sichtbar als Datenfehler in digitalen Systemen)
  • Ungewöhnliche Wärmeabgabe oder Brandgeruch vom Gerätegehäuse, was auf mögliche Überhitzung oder Komponentenausfall hinweist
Technische Hinweise
  • Implementieren Sie regelmäßige Wärmemanagementprüfungen: Stellen Sie eine ordnungsgemäße Belüftung sicher, reinigen Sie Luftfilter und überprüfen Sie, ob Kühllüfter betriebsbereit sind, um eine Überhitzung empfindlicher elektronischer Komponenten zu verhindern.
  • Verwenden Sie Überspannungsschutz und Spannungsregelung: Installieren Sie unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV) oder Netzfilter, um vor Stromanomalien zu schützen und die Lebensdauer der Stromversorgungskomponenten zu verlängern.

Konformität und Fertigungsnormen

Referenznormen
IEC 61000-6-2 Elektromagnetische VerträglichkeitEN 55032:2015+A11:2020 Elektromagnetische Emissionen
Fertigungsgenauigkeit
  • Trägerfrequenzstabilität: +/- 0,001%
  • Modulationstiefengenauigkeit: +/- 2%
Qualitätsprüfung
  • Bitfehlerraten-Test (BER-Test)
  • Spektrumanalyse von Störemissionen

Hersteller von Modulator/Demodulator

Herstellerprofile mit passender Produktionsfähigkeit in China.

Die Herstellerliste dient der Vorrecherche und Einordnung von Fertigungskapazitäten. Sie ist keine Zertifizierung, kein Ranking und keine Transaktionsgarantie.

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Beispielhafte Bewertungskriterien aus Einkaufsprozessen

Keine Kundenbewertung und keine Echtzeitdaten. Die Werte zeigen typische Prüfkriterien in RFQ- und Lieferantenbewertungsprozessen.

Technische Dokumentation
4/5
Fertigungsfähigkeit
4/5
Prüfbarkeit
5/5
Lieferantentransparenz
3/5

Die Kriterien dienen als Orientierung für technische Einkaufsprüfungen. Konkrete Kunden, Länder, Bewertungsdaten oder Live-Nachfragen werden nur angezeigt, wenn entsprechende belastbare Daten vorliegen.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Modulation und Demodulation?

Modulation ist der Prozess, bei dem digitale Daten zur Übertragung auf eine Trägerwelle codiert werden, während Demodulation der umgekehrte Prozess ist, bei dem die ursprünglichen digitalen Daten aus einem empfangenen modulierten Signal extrahiert werden. Beide Funktionen werden von der Modulator/Demodulator-Komponente ausgeführt.

Welche Modulationsverfahren werden unterstützt?

Die Komponente unterstützt Amplitudenmodulation (AM), Frequenzmodulation (FM) und Phasenmodulation (PM) sowie höherstufige Verfahren wie QAM-256. Das spezifische Verfahren hängt von der Anwendung und der erforderlichen Datenrate ab.

Welche Schnittstellentypen sind typisch?

Die Komponente unterstützt RS-232- und RS-485-Schnittstellen. RS-485 wird für längere Entfernungen und Multi-Drop-Netzwerke bevorzugt, während RS-232 für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen über kurze Entfernungen üblich ist.

Wie überprüfe ich die Spezifikationen der Komponente?

Überprüfen Sie immer das Datenblatt und relevante Normen (z. B. ITU-T, IEC) beim jeweiligen Hersteller oder Lieferanten. Bestätigen Sie, dass Datenrate, Modulationsverfahren, Spannungsbereich, Temperaturwerte und Schutzart den Anforderungen Ihrer Anwendung entsprechen.

Kann ich Hersteller direkt kontaktieren?

CNFX ist ein offenes Verzeichnis, keine Handelsplattform und kein Beschaffungsagent. Herstellerprofile und Formulare helfen bei der Vorbereitung des direkten Kontakts.

CNFX Industrial Index v2.6.09 · Herstellung von Computern, elektronischen und optischen Erzeugnissen

Datenbasis

CNFX-Herstellerprofile, technische Klassifikation, öffentlich verfügbare Produktinformationen und fortlaufende Plausibilitätsprüfung.

Vorläufige technische Einordnung
Diese Seite dient der strukturierten Vorbereitung von Recherche, RFQ und Lieferantenbewertung. Sie ersetzt keine Lieferantenqualifizierung, keine Normenprüfung und keine technische Freigabe durch den Käufer.
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