Strukturierte Fertigungsdaten · 2026

Pilotventil

Auf Basis strukturierter CNFX-Herstellerprofile wird Pilotventil im Bereich Maschinen- und Anlagenbau anhand von Betriebsdruck bis Durchflusskoeffizient eingeordnet.

Technische Definition und Kernbaugruppe

Ein typisches Pilotventil wird durch die Baugruppe aus Magnetspule und Ventilspule/Ventilteller beschrieben. Für industrielle Anwendungen werden Materialauswahl, Fertigungsprozess und Prüfbarkeit gemeinsam bewertet.

Ein kleines Ventil, das die Betätigung eines größeren Hauptventils in pneumatischen Systemen steuert.

Technische Definition

In einem Luftverteilungssystem ist ein Pilotventil eine kritische Steuerkomponente, die eine kleine Menge Druckluft verwendet, um ein größeres Hauptventil zu betätigen und so eine präzise Regelung von Luftstrom, Druck oder Richtung mit minimaler Eingangskraft zu ermöglichen. Es dient als Schnittstelle zwischen Steuersignalen und den pneumatischen Hauptaktoren. Das Pilotventil ist typischerweise ein kompaktes, leistungsarmes Gerät, das ein Niederdruck-Steuersignal (elektrisch, pneumatisch oder manuell) empfängt und in einen pneumatischen Ausgang umwandelt, der die Position des Hauptventils verändert. Diese zweistufige Betriebsweise ermöglicht eine hohe Durchflussregelung bei geringem Energieeinsatz, was Pilotventile in automatisierten Maschinen, Prozesssteuerung und anderen industriellen Anwendungen unverzichtbar macht, wo zuverlässige und effiziente pneumatische Betätigung erforderlich ist. Der Ventilkörper besteht üblicherweise aus Messing, Edelstahl oder technischen Kunststoffen wie POM oder Nylon, abhängig von den Umgebungs- und Medienverträglichkeitsanforderungen der Anwendung. Wichtige Parameter bei der Auswahl eines Pilotventils sind Betriebsdruck (typischerweise 1,0–1,6 MPa), Durchflusskapazität (Cv 0,5–2,0), Anschlussgröße (G1/8–G1/2), Betriebstemperaturbereich (-20 bis 80 °C), Ansprechzeit (10–50 ms), Leckrate (≤0,1 cm³/min gemäß ISO 5208 Klasse A), Spannung (24 V DC ±10 %), Leistungsaufnahme (2–5 W), Schutzart (IP54–IP65), Gehäusematerial (316L Edelstahl) und Gewicht (0,3–1,2 kg). Diese Werte sind Referenzbereiche und müssen für das spezifische Modell und die Anwendung verifiziert werden. Normen wie ISO 5208, ISO 228-1, IEC 60034, IEC 60529 und ASTM A276 sind als Beschaffungsreferenzen aufgeführt, nicht als Nachweis einer Zertifizierung. Bestätigen Sie modellspezifische Werte und Normen immer mit dem Hersteller oder Lieferanten.

Funktionsprinzip

Das Pilotventil arbeitet, indem es ein Niederdruck-Steuersignal (elektrisch, pneumatisch oder manuell) empfängt. Dieses Signal verschiebt den internen Schieber oder Sitzkegel des Pilotventils, der dann einen kleinen Druckluftstrom zur Steueröffnung eines größeren Hauptventils leitet. Das Hauptventil öffnet oder schließt daraufhin, um den primären Luftstrom im System zu regulieren. Diese zweistufige Betriebsweise ermöglicht eine hohe Durchflussregelung bei geringem Energieeinsatz.

Technische Parameter

Technische Parameter
ParameterTypischer BereichHinweise & Auswahlkriterien
Betriebsdruck1.0–1.6 MPaUnter 1,0 MPa ist die Sitzlast unzureichend
Durchflusskoeffizient0.5–2.0 CvDetermines pilot valve sizing for main valve response
AnschlussgrößeG1/8–G1/2 ZollCommon thread sizes for pneumatic connectionsISO 228-1
Betriebstemperaturbereich-20–80 °CSeal materials limit upper temperature
Ansprechzeit10–50 msFaster response for high-cycle applications
Leckrate≤0.1 cm³/minClass A seat leakage per ISO 5208ISO 5208
Spannung24 ±10% V DCOther voltages available on requestIEC 60034
Leistungsaufnahme2–5 WLow power for energy-efficient systems
SchutzartIP54–IP65IP65 für staubige oder feuchte UmgebungenIEC 60529
Gehäusematerial316LCorrosion-resistant for harsh mediaASTM A276
Gewicht0.3–1.2 kgAffects mounting and piping support

Die Bereiche sind branchenübliche Richtwerte zur Angebotsvorbereitung und keine Zusage des Lieferanten. Bestätigen Sie jeden Wert und jede Norm vor der Bestellung beim rechtlichen Hersteller.

Hauptmaterialien

Messing Edelstahl Technische Kunststoffe (z.B. POM, Nylon)

Komponenten / BOM

Components / BOM
  • Magnetspule
    Wandelt elektrische Signale in magnetische Kraft um, um den Ventilschieber zu betätigen.
    Material: Kupferdraht, Epoxidharz
  • Ventilspule/Ventilteller
    Das bewegliche Teil, das die Luftstromanschlüsse öffnet, schließt oder lenkt.
    Material: Edelstahl, gehärteter Stahl
  • Ventilkörper
    Beherbergt interne Komponenten und bietet Anschlussanschlüsse.
    Material: Messing, Aluminium, technischer Kunststoff
  • Feder
    Bringt die Spule in ihre Ausgangsposition zurück, wenn die Betätigungskraft entfernt wird.
    Material: Edelstahl

FMEA · Fehleranalyse

Ursache → Fehlermodus → Engineering-Maßnahme

Partikelverunreinigung über 40 μm in 0,1 μm gefilterter Druckluftversorgung Pilotventilschieber-Reibung, die zu einer Hauptventilpositionsdrift von ±5 % vom Sollwert führt Einbau eines Koaleszenzfilters mit 0,01 μm Absolutfeinheit vor der Pilotversorgung
Kondensatansammlung in der Pilotkammer aufgrund eines Taupunktabfalls unter -40°C Eiskristallbildung, die den Pilotentlüftungsanschluss mit 0,8 mm Durchmesser blockiert Integration eines Trockenmitteltrockners, der einen Drucktaupunkt von -60°C in der Zuleitung aufrechterhält

Technische Bewertung

Betriebsbereich
Betriebsbereich
0,5-10 bar
Belastungs- und Ausfallgrenzen
15 bar Druckdifferenz über der Pilotbohrung
Plastische Verformung des Pilotventilschiebers aufgrund eines durch das Bernoulli-Prinzip induzierten Druckdifferenzials, das die Streckgrenze von Edelstahl 316 (205 MPa) überschreitet.
Fertigungskontext
Pilotventil wird innerhalb von Maschinen- und Anlagenbau nach Material, Prozessfenster und Prüfanforderungen bewertet.

Taxonomie und Suchbegriffe

Suchbegriffe, Aliase und technische Bezeichnungen für diesen CNFX Datensatz.

Anwendungen / Eingebaute Systeme

Dieses Teil oder Produkt erscheint in den folgenden Systemen und Maschinen.

Eignung und Auslegungsdaten

Betriebsgrenzen
Betriebsdruck:0 bis 150 psi (Betrieb), 200 psi (max.)
Durchflussrate:0,5 bis 5 SCFM
Betriebstemperatur:-20°C bis 80°C
Montage- und Anwendungskompatibilität
Saubere trockene LuftInerte Gase (N2, CO2)Hydrauliköl (mineralölbasiert)
Nicht geeignet: Korrosive Chemikalien oder abrasive Medien
Auslegungsdaten
  • Erforderlicher Pilotdruck
  • Betätigungskraft des Hauptventils
  • Systemansprechzeit

Zuverlässigkeits- und Risikoanalyse

Ausfallmodus und Ursache
Festsitzen oder Blockieren
Ursache: Verunreinigung durch Prozessmedien (Partikel, Ablagerungen) oder Korrosionsansammlungen an internen Komponenten, oft aufgrund unzureichender Filtration oder inkompatibler Materialien.
Innere Leckage oder Dichtungsversagen
Ursache: Verschleiß oder Beschädigung von Dichtungen, Membranen oder Sitzflächen durch übermäßige Zyklenzahl, Überdruck oder chemischen Abbau.
Wartungsindikatoren
  • Unregelmäßiges oder langsames Ansprechen im gesteuerten System (z.B. Aktorverzögerung hinter dem Steuersignal)
  • Hörbares Zischen oder kontinuierliches Luft-/Gasleck am Ventilgehäuse oder an den Entlüftungsanschlüssen
Technische Hinweise
  • Einführung eines strengen Filters und Feuchtigkeitsentfernungsregimes für die Pilotversorgungsluft/-gas, um Verunreinigungen und Korrosion zu verhindern.
  • Durchführung regelmäßiger Kalibrierungen und Hubtests unter kontrollierten Bedingungen, um frühzeitigen Verschleiß oder Drift vor einem Feldausfall zu erkennen.

Konformität und Fertigungsnormen

Referenznormen
ISO 17292:2015 (Metallkugelhähne für die Erdöl-, petrochemische und verwandte Industrien)ANSI/FCI 70-2-2013 (Dichtheitsprüfung von Regelventilsitzen)DIN EN 1333:2006 (Flansche und ihre Verbindungen - Rohrleitungsteile - Definition und Auswahl von PN)
Fertigungsgenauigkeit
  • Bohrungsdurchmesser: +/-0,025 mm
  • Oberflächengüte (Sitzbereich): Ra 0,4 μm max.
Qualitätsprüfung
  • Hydrostatischer Drucktest (1,5-facher Nenndruck)
  • Helium-Lecktest (Sitzdichtheitsprüfung)

Hersteller von Pilotventil

Herstellerprofile mit passender Produktionsfähigkeit in China.

Die Herstellerliste dient der Vorrecherche und Einordnung von Fertigungskapazitäten. Sie ist keine Zertifizierung, kein Ranking und keine Transaktionsgarantie.

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Beispielhafte Bewertungskriterien aus Einkaufsprozessen

Keine Kundenbewertung und keine Echtzeitdaten. Die Werte zeigen typische Prüfkriterien in RFQ- und Lieferantenbewertungsprozessen.

Technische Dokumentation
4/5
Fertigungsfähigkeit
4/5
Prüfbarkeit
5/5
Lieferantentransparenz
3/5

Die Kriterien dienen als Orientierung für technische Einkaufsprüfungen. Konkrete Kunden, Länder, Bewertungsdaten oder Live-Nachfragen werden nur angezeigt, wenn entsprechende belastbare Daten vorliegen.

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Häufige Fragen

Was ist der Betriebsdruckbereich dieses Pilotventils?

Der Referenz-Betriebsdruckbereich liegt bei 1,0–1,6 MPa. Bestätigen Sie immer den genauen Bereich für Ihr spezifisches Modell.

Welche Anschlussgrößen sind verfügbar?

Übliche Anschlussgrößen sind G1/8 bis G1/2 gemäß ISO 228-1. Dies sind Standardgewindegrößen für pneumatische Verbindungen. Bestätigen Sie die erforderliche Anschlussgröße für Ihr System.

Wie hoch ist die Leckrate?

Die Leckrate beträgt ≤0,1 cm³/min, entsprechend Klasse A Sitzleckage gemäß ISO 5208. Dies ist ein Referenzwert; die tatsächliche Leckage kann je nach Modell und Zustand variieren.

Welche Schutzart hat das Ventil?

Die Schutzart reicht von IP54 bis IP65 gemäß IEC 60529. IP65 ist für staubige oder nasse Umgebungen geeignet. Bestätigen Sie die spezifische Schutzart für Ihre Anwendung.

Kann ich Hersteller direkt kontaktieren?

CNFX ist ein offenes Verzeichnis, keine Handelsplattform und kein Beschaffungsagent. Herstellerprofile und Formulare helfen bei der Vorbereitung des direkten Kontakts.

CNFX Industrial Index v2.6.09 · Maschinen- und Anlagenbau

Datenbasis

CNFX-Herstellerprofile, technische Klassifikation, öffentlich verfügbare Produktinformationen und fortlaufende Plausibilitätsprüfung.

Vorläufige technische Einordnung
Diese Seite dient der strukturierten Vorbereitung von Recherche, RFQ und Lieferantenbewertung. Sie ersetzt keine Lieferantenqualifizierung, keine Normenprüfung und keine technische Freigabe durch den Käufer.
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