Strukturierte Fertigungsdaten · 2026

Thermoelement/RTD-Sensor

Auf Basis strukturierter CNFX-Herstellerprofile wird Thermoelement/RTD-Sensor im Bereich Maschinen- und Anlagenbau anhand von Temperaturbereich bis Genauigkeitsklasse eingeordnet.

Technische Definition und Kernbaugruppe

Ein typisches Thermoelement/RTD-Sensor wird durch die Baugruppe aus Sensorelement und Schutzhülle beschrieben. Für industrielle Anwendungen werden Materialauswahl, Fertigungsprozess und Prüfbarkeit gemeinsam bewertet.

Ein Temperaturmessgerät, das thermische Energie in elektrische Signale für Mess- und Regelungssysteme umwandelt.

Technische Definition

Dieses Produkt ist eine Temperatursensorkomponente für den Maschinen- und Anlagenbau, insbesondere für Schaltschrank- und Temperatursensorsysteme. Es bietet präzise Temperaturmessung durch thermoelektrische oder widerstandsbasierte Prinzipien und ermöglicht eine genaue Überwachung und Regelung industrieller Prozesse. Der Sensor ist in zwei Haupttypen erhältlich: Thermoelemente und Widerstandsthermometer (RTDs). Thermoelemente arbeiten nach dem Seebeck-Effekt, bei dem eine Spannung proportional zur Temperaturdifferenz zwischen zwei unterschiedlichen Metallverbindungen erzeugt wird. RTDs messen die Temperatur, indem sie die Änderung des elektrischen Widerstands von reinen Metallelementen (typischerweise Platin) mit Temperaturschwankungen korrelieren. Der Sensor besteht aus Materialien wie Platin, Nickel-Chrom-Legierungen, Kupfer-Nickel-Legierungen, Keramikisolierung und einem Edelstahlmantel. Zu den wichtigsten Parametern gehören: Temperaturbereich von -200 bis 1300 °C (abhängig vom Thermoelementtyp, z. B. K, J, T), Genauigkeitsklasse 1 für Thermoelemente und Klasse A für RTDs, Ansprechzeit von 0,5 bis 5 Sekunden, Sondendurchmesser von 3 bis 12 mm, Einbaulänge von 50 bis 500 mm, Isolationswiderstand von mindestens 100 MΩ bei 500 V DC, Schutzart IP54 bis IP65, Mantelmaterial 304 oder 316 Edelstahl, Ausgangssignal 4-20 mA für RTDs mit Messumformer (Thermoelemente geben mV aus), Versorgungsspannung 9-36 V DC für schleifengespeiste Messumformer und Gewicht von 0,1 bis 2,0 kg. Diese Werte sind Referenzbereiche und müssen für das jeweilige Modell und die Anwendung bestätigt werden. Der Sensor erfüllt Normen wie IEC 60584, IEC 60751, IEC 60529 und ASTM A312, die als Beschaffungs- und Verifizierungsreferenzen dienen. Bitte verifizieren Sie modellspezifische Werte und Normen mit dem Hersteller oder Lieferanten.

Funktionsprinzip

Thermoelemente arbeiten nach dem Seebeck-Effekt, bei dem eine Spannung erzeugt wird, wenn zwei unterschiedliche Metallverbindungen unterschiedliche Temperaturen aufweisen. Diese Spannung ist proportional zur Temperaturdifferenz und kann zur Temperaturbestimmung gemessen werden. RTDs (Widerstandsthermometer) messen die Temperatur, indem sie die Änderung des elektrischen Widerstands eines reinen Metallelements (typischerweise Platin) mit der Temperatur korrelieren. Mit steigender Temperatur nimmt der Widerstand des Metalls in vorhersehbarer Weise zu. Das Ausgangssignal des Sensors, entweder ein Millivoltsignal (Thermoelement) oder eine 4-20-mA-Stromschleife (RTD mit Messumformer), wird an ein Steuerungssystem zur Überwachung und Regelung übertragen. Das Design des Sensors, einschließlich Sondendurchmesser und Einbaulänge, beeinflusst Ansprechzeit und Genauigkeit. Eine ordnungsgemäße Installation und Kalibrierung sind für einen zuverlässigen Betrieb unerlässlich.

Technische Parameter

Technische Parameter
ParameterTypischer BereichHinweise & Auswahlkriterien
Temperaturbereich-200–1300 °CDepends on thermocouple type (e.g., K, J, T)IEC 60584
Genauigkeitsklasse1Class 1 for thermocouples; RTD Class A availableIEC 60584
Ansprechzeit0.5–5 sDepends on probe diameter and constructionIEC 60751
Sondendurchmesser3–12 mmSmaller diameter for faster response
Einbaulänge50–500 mmSonderlängen verfügbar
Isolationswiderstand≥100 At 500 V DC, ambient temperatureIEC 60751
SchutzartIP54–IP65IP65 for washdown environmentsIEC 60529
Schutzrohrmaterial304/316 SS316 for corrosive mediaASTM A312
Ausgangssignal4–20 mAFor RTD with transmitter; thermocouple output in mVIEC 60751
Versorgungsspannung9–36 V DCFor 4-20 mA loop-powered transmitters
Gewicht0.1–2.0 kgDepends on length and head type

Die Bereiche sind branchenübliche Richtwerte zur Angebotsvorbereitung und keine Zusage des Lieferanten. Bestätigen Sie jeden Wert und jede Norm vor der Bestellung beim rechtlichen Hersteller.

Hauptmaterialien

Platin Nickel-Chrom-Legierungen Kupfer-Nickel-Legierungen Keramikisolierung Edelstahlummantelung

Komponenten / BOM

Components / BOM
  • Sensorelement
    Primäres Temperaturerfassungselement (Thermoelement-Verbindungsstelle oder RTD-Draht)
    Material: Platin/Nickel-Chrom/Kupfer-Nickel-Legierungen
  • Schutzhülle
    Mechanischer Schutz und Umgebungsisolation des Sensorelements
    Material: Edelstahl/Inconel
  • Isoliermaterial
    Elektrische Isolierung zwischen Leitern und Mantel
    Material: Keramik/Magnesiumoxid
  • Klemmenkopf
    Anschluss-Schnittstelle für elektrische Verdrahtung zum Steuerungssystem
    Material: Aluminium/Edelstahl/Kunststoff
  • Verbindungsleitungen
    Elektrische Leiter zur Signalübertragung zur Steuerungstafel
    Material: Kupfer mit Isolierung
  • Sender
    Wandelt den RTD-Widerstand in die 4–20-mA-Stromschleife um.

FMEA · Fehleranalyse

Ursache → Fehlermodus → Engineering-Maßnahme

Thermische Zyklen über 1000 Zyklen zwischen -200°C und 800°C Versprödung und Bruch des Thermoelementdrahts Installation von mineralisolierten, metallummantelten (MIMS) Konstruktionen mit Inconel 600-Ummantelung
Gleichtaktspannung über 10 V zwischen Sensormasse und Messsystemmasse Messdrift über ±0,5°C aufgrund von Erdschleifenströmen Implementierung isolierter Signalaufbereitung mit 1500 Vrms Isolationsbarriere

Technische Bewertung

Betriebsbereich
Betriebsbereich
-200°C bis 1800°C
Belastungs- und Ausfallgrenzen
Abweichung des Seebeck-Koeffizienten >5 % am Kalibrierpunkt oder Isolationswiderstand <1 MΩ bei 500 V Gleichspannung
Degradation des Seebeck-Effekts aufgrund von Kontamination der Thermoelemente oder Isolationsversagen durch Feuchtigkeitseintritt
Fertigungskontext
Thermoelement/RTD-Sensor wird innerhalb von Maschinen- und Anlagenbau nach Material, Prozessfenster und Prüfanforderungen bewertet.

Taxonomie und Suchbegriffe

Suchbegriffe, Aliase und technische Bezeichnungen für diesen CNFX Datensatz.

Anwendungen / Eingebaute Systeme

Dieses Teil oder Produkt erscheint in den folgenden Systemen und Maschinen.

Eignung und Auslegungsdaten

Betriebsgrenzen
Betriebsdruck:Typischerweise bis zu 1000 bar (abhängig von Ummantelungsmaterial und Konstruktion)
Weitere Spezifikationen:Ansprechzeit: 0,1-10 Sekunden, Genauigkeit: ±0,1°C bis ±2,2°C, Vibrationsbeständigkeit: bis zu 20 g
Betriebstemperatur:-200°C bis +1800°C (abhängig vom Thermoelementtyp), -200°C bis +850°C (für RTD)
Montage- und Anwendungskompatibilität
Prozessflüssigkeiten (Wasser, Öle, Chemikalien)Gase (Luft, Dampf, Abgas)Metalle und Legierungen in Öfen
Nicht geeignet: Hochstrahlungsumgebungen (Kernreaktoren, Teilchenbeschleuniger)
Auslegungsdaten
  • Erforderlicher Prozesstemperaturbereich
  • Installationsumgebung (Druck, Vibration, Korrosion)
  • Ansprechzeit- und Genauigkeitsanforderungen

Zuverlässigkeits- und Risikoanalyse

Ausfallmodus und Ursache
Drift oder Kalibrierungsverschiebung
Ursache: Thermische Alterung, Kontamination oder mechanische Belastung, die die Sensormaterialeigenschaften verändern und im Laufe der Zeit zu ungenauen Temperaturmesswerten führen.
Unterbrochener Stromkreis oder Signalverlust
Ursache: Drahtbruch aufgrund von Vibration, Ermüdung durch thermische Zyklen, Korrosion an Verbindungspunkten oder Feuchtigkeitseintritt, der Kurzschlüsse verursacht.
Wartungsindikatoren
  • Unregelmäßige oder instabile Temperaturmesswerte auf der Anzeige des Steuerungssystems
  • Physische Beschädigung der Sensorummantelung, wie Risse, Korrosion oder verbogene Elemente
Technische Hinweise
  • Verwenden Sie vibrationsfeste Befestigungen und ordnungsgemäße Zugentlastung an der Verkabelung, um mechanische Belastung und Ermüdungsausfälle zu minimieren.
  • Sorgen Sie für ordnungsgemäße Abdichtung und verwenden Sie geeignete Ummantelungsmaterialien (z.B. Inconel für hohe Temperaturen), um Korrosion und Feuchtigkeitseintritt zu verhindern.

Konformität und Fertigungsnormen

Referenznormen
IEC 60584-1: Thermoelemente - Teil 1: EMK-Spezifikationen und ToleranzenASTM E1137/E1137M: Standard-Spezifikation für industrielle Platin-WiderstandsthermometerDIN EN 60751: Industrielle Platin-Widerstandsthermometer und Platin-Temperatursensoren
Fertigungsgenauigkeit
  • Temperaturgenauigkeit: Klasse A ±(0,15 + 0,002|t|)°C für RTDs
  • Thermoelement-Drahtdurchmesser: ±0,02 mm für Standardkalibrierungsgrade
Qualitätsprüfung
  • Kalibrierungsverifizierung gegen rückführbare NIST-Standards
  • Isolationswiderstandstest (typischerweise >100 MΩ bei 500 V Gleichspannung)

Hersteller von Thermoelement/RTD-Sensor

Herstellerprofile mit passender Produktionsfähigkeit in China.

Die Herstellerliste dient der Vorrecherche und Einordnung von Fertigungskapazitäten. Sie ist keine Zertifizierung, kein Ranking und keine Transaktionsgarantie.

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Beispielhafte Bewertungskriterien aus Einkaufsprozessen

Keine Kundenbewertung und keine Echtzeitdaten. Die Werte zeigen typische Prüfkriterien in RFQ- und Lieferantenbewertungsprozessen.

Technische Dokumentation
4/5
Fertigungsfähigkeit
4/5
Prüfbarkeit
5/5
Lieferantentransparenz
3/5

Die Kriterien dienen als Orientierung für technische Einkaufsprüfungen. Konkrete Kunden, Länder, Bewertungsdaten oder Live-Nachfragen werden nur angezeigt, wenn entsprechende belastbare Daten vorliegen.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Thermoelement und einem RTD?

Ein Thermoelement nutzt den Seebeck-Effekt, um eine Spannung proportional zur Temperaturdifferenz zwischen zwei unterschiedlichen Metallen zu erzeugen, während ein RTD die Temperatur misst, indem er die Änderung des elektrischen Widerstands eines reinen Metalls (typischerweise Platin) mit der Temperatur korreliert. Thermoelemente haben einen größeren Temperaturbereich (-200 bis 1300 °C), aber eine geringere Genauigkeit, während RTDs eine höhere Genauigkeit (Klasse A) bieten, aber einen engeren Bereich.

Welche Normen gelten für diesen Sensor?

Der Sensor referenziert Normen wie IEC 60584 für Thermoelemente, IEC 60751 für RTDs für Betriebsdruck, IEC 60529 für Schutzart und ASTM A312 für Mantelmaterial. Diese Normen dienen als Beschaffungs- und Verifizierungsreferenzen; bestätigen Sie die Konformität immer mit dem Hersteller.

Wie wähle ich den richtigen Sondendurchmesser und die richtige Einbaulänge?

Der Sondendurchmesser beeinflusst Ansprechzeit und mechanische Festigkeit; kleinere Durchmesser bieten schnellere Ansprechzeiten, können aber weniger robust sein. Die Einbaulänge sollte so gewählt werden, dass das Messelement vollständig in das Prozessmedium eintaucht. Beide Parameter sind in Bereichen verfügbar (Durchmesser 3-12 mm, Länge 50-500 mm) und müssen basierend auf der spezifischen Anwendung und den Prozessbedingungen ausgewählt werden.

Was sind typische Ausgangssignale und Versorgungsspannung?

Für RTDs mit Messumformer ist das Ausgangssignal eine 4-20-mA-Stromschleife, die eine Versorgungsspannung von 9-36 V DC erfordert. Thermoelemente geben direkt ein Millivoltsignal aus. Das Ausgangssignal wird von Steuerungssystemen zur Überwachung und Regelung verwendet.

Kann ich Hersteller direkt kontaktieren?

CNFX ist ein offenes Verzeichnis, keine Handelsplattform und kein Beschaffungsagent. Herstellerprofile und Formulare helfen bei der Vorbereitung des direkten Kontakts.

CNFX Industrial Index v2.6.09 · Maschinen- und Anlagenbau

Datenbasis

CNFX-Herstellerprofile, technische Klassifikation, öffentlich verfügbare Produktinformationen und fortlaufende Plausibilitätsprüfung.

Vorläufige technische Einordnung
Diese Seite dient der strukturierten Vorbereitung von Recherche, RFQ und Lieferantenbewertung. Sie ersetzt keine Lieferantenqualifizierung, keine Normenprüfung und keine technische Freigabe durch den Käufer.
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