Strukturierte Fertigungsdaten · 2026

Pneumatisches Relais / Verstärker

Auf Basis strukturierter CNFX-Herstellerprofile wird Pneumatisches Relais / Verstärker im Bereich Maschinen- und Anlagenbau anhand von Betriebsdruck bis Speisedruck eingeordnet.

Technische Definition und Kernbaugruppe

Ein typisches Pneumatisches Relais / Verstärker wird durch die Baugruppe aus Eingangs-Membran/Balg und Pilotventil beschrieben. Für industrielle Anwendungen werden Materialauswahl, Fertigungsprozess und Prüfbarkeit gemeinsam bewertet.

Ein pneumatisches Gerät, das Niederdruck-Steuersignale in einem I/P-Wandler-System auf höhere Druckausgänge verstärkt und weiterleitet.

Technische Definition

Das pneumatische Relais/Verstärker ist eine kritische Komponente von I/P-Wandlern (Strom-Druck-Wandler). Es empfängt pneumatische Niederdruck-Steuersignale, typischerweise 3-15 psi oder 20-100 kPa, und verstärkt sie auf höhere Ausgangsdrücke, typischerweise 20-100 psi oder 140-700 kPa, um Stellglieder wie Regelventile, Dämpfer oder Antriebe in industriellen Prozesssteuerungssystemen zu betätigen. Das Gerät arbeitet nach dem Kraftwaagenprinzip: Der Eingangssignaldruck wirkt auf eine Membran oder einen Balg und erzeugt eine Kraft, die gegen eine Feder oder einen Gegendruck ausgeglichen wird. Diese mechanische Bewegung steuert ein pneumatisches Pilotventil, das den Versorgungsluftstrom zum Ausgang reguliert und so den Signaldruck proportional zum Eingangssignal verstärkt. Das Relais/Verstärker besteht typischerweise aus Edelstahl, Aluminiumlegierung, Buna-N-Gummi und Messing. Zu den wichtigsten Parametern gehören Betriebsdruck (1,0–1,6 MPa), Versorgungsdruck (0,3–0,7 MPa, muss höher als der Ausgangsdruck sein), Ausgangsdruckbereich (0,05–0,6 MPa, einstellbar innerhalb der Versorgungsdruckgrenzen), Signaldruckbereich (0,02–0,1 MPa), Durchflusskapazität (5–50 L/min bei Versorgungsdruck 0,6 MPa, gemäß ISO 6358), Linearität (±1,0 % vom Messbereich), Hysterese (≤0,5 % vom Messbereich), Wiederholbarkeit (±0,2 % vom Messbereich), Betriebstemperatur (-20–80 °C, nicht gefrierend, nicht kondensierend), Schutzart (IP54–IP65, gemäß IEC 60529), Gehäusematerial (Aluminiumlegierung, eloxiert für Korrosionsbeständigkeit, gemäß GB/T 3190) und Gewicht (0,5–1,5 kg, abhängig von Anschlussgröße und Optionen). Diese Werte sind Referenzbereiche und müssen für das spezifische Modell und die Anwendung mit dem Hersteller oder Lieferanten verifiziert werden. Das Relais/Verstärker wird in verschiedenen industriellen Prozesssteuerungsanwendungen eingesetzt, in denen eine präzise pneumatische Signalverstärkung erforderlich ist. Es ist wichtig, die Kompatibilität mit dem Steuerungssystem und den Umgebungsbedingungen zu bestätigen. Die Leistung des Geräts wirkt sich direkt auf die Genauigkeit und Zuverlässigkeit des Stellglieds aus. Eine korrekte Auswahl und Verifizierung sind für den optimalen Betrieb entscheidend. Konsultieren Sie immer die Herstellerdokumentation für detaillierte Spezifikationen und Installationsrichtlinien.

Funktionsprinzip

Das pneumatische Relais/Verstärker arbeitet nach dem Kraftwaagenprinzip. Der Eingangssignaldruck wirkt auf eine Membran oder einen Balg und erzeugt eine Kraft, die gegen eine Feder oder einen Gegendruck ausgeglichen wird. Diese mechanische Bewegung steuert ein pneumatisches Pilotventil, das den Versorgungsluftstrom zum Ausgang reguliert. Der Ausgangsdruck wird so proportional zum Eingangssignal verstärkt. Das Gerät gewährleistet eine genaue und stabile Verstärkung von Niederdruck-Steuersignalen auf höhere Drücke, die für die Betätigung von Stellgliedern geeignet sind.

Technische Parameter

Technische Parameter
ParameterTypischer BereichHinweise & Auswahlkriterien
Betriebsdruck1.0–1.6 MPa
Speisedruck0.3–0.7 MPaMuss über dem Ausgangsdruck liegen
Ausgangsdruckbereich0.05–0.6 MPaAdjustable within supply pressure limits
Signaldruckbereich0.02–0.1 MPaLow-pressure control signal input
Durchflusskapazität5–50 L/minAt supply pressure 0.6 MPaISO 6358
Linearität±1.0 % FSDeviation from ideal output curve
Hysterese≤0.5 % FSDifferenz zwischen steigendem und fallendem Signal
Wiederholbarkeit±0.2 % FSWiederholgenauigkeit des Ausgangs bei gleichem Eingang
Betriebstemperatur-20–80 °CNon-freezing, non-condensing
SchutzartIP54–IP65Schutz gegen Staub und StrahlwasserIEC 60529
GehäusematerialAluminum alloyEloxiert für KorrosionsbeständigkeitGB/T 3190
Gewicht0.5–1.5 kgAbhängig von Anschlussgröße und Ausführung

Die Bereiche sind branchenübliche Richtwerte zur Angebotsvorbereitung und keine Zusage des Lieferanten. Bestätigen Sie jeden Wert und jede Norm vor der Bestellung beim rechtlichen Hersteller.

Hauptmaterialien

Edelstahl Aluminiumlegierung Buna-N-Gummi Messing

Komponenten / BOM

Components / BOM
  • Eingangs-Membran/Balg
    Wandelt Eingangsdrucksignal in mechanische Kraft um
    Material: Buna-N-Gummi oder Silikon
  • Pilotventil
    Regelt die Zuluftströmung zum Ausgang basierend auf dem Eingangssignal
    Material: Edelstahl
  • Ausgangskammer
    Enthält und leitet den verstärkten Ausgangsdruck
    Material: Aluminiumlegierung
  • Einstellfeder
    Ermöglicht Nullpunkt- und Spannenbereichseinstellung
    Material: Edelstahl
  • Gehäuse
    Schützt interne Komponenten und bietet Montagemöglichkeiten
    Material: Aluminiumlegierung oder rostfreier Stahl

FMEA · Fehleranalyse

Ursache → Fehlermodus → Engineering-Maßnahme

Partikelkontamination (ISO 4406 Klasse 6/4/3) in der Versorgungsluft Düsenöffnungsverstopfung (Durchmesser: 0,5 mm) verursacht Ausgangsdruckblockade bei 0,85 bar Zweistufige Filtration (5 μm Koaleszenz + 0,01 μm Adsorption) mit Differenzdrucküberwachung
Umgebungstemperaturwechsel (-20°C bis +60°C) überschreitet Elastomer-Glasübergang O-Ring-Dichtungshärtung (NBR-Material Tg: -40°C) verursacht 0,005 bar/min Leckage Fluorkohlenstoff (FKM)-Dichtungen mit thermischem Kompensationsbalg (CTE: 17,3 μm/m·K)

Technische Bewertung

Betriebsbereich
Betriebsbereich
0,02-0,1 bar Eingang zu 0,2-1,0 bar Ausgang
Belastungs- und Ausfallgrenzen
Eingangsdruck über 0,15 bar verursacht Membranbruch bei 0,18 bar
Membranmaterial-Streckgrenze (Edelstahl 316L: 205 MPa) überschritten durch Bernoulli-Kraftdifferenz über Düse-Flatter-Spalt
Fertigungskontext
Pneumatisches Relais / Verstärker wird innerhalb von Maschinen- und Anlagenbau nach Material, Prozessfenster und Prüfanforderungen bewertet.

Weitere Produktbezeichnungen

pneumatic relay

Taxonomie und Suchbegriffe

Suchbegriffe, Aliase und technische Bezeichnungen für diesen CNFX Datensatz.

Anwendungen / Eingebaute Systeme

Dieses Teil oder Produkt erscheint in den folgenden Systemen und Maschinen.

Industrielles Ökosystem und Lieferkette

Eignung und Auslegungsdaten

Betriebsgrenzen
Betriebsdruck:Eingang: 0-1 bar, Ausgang: 0-10 bar
Weitere Spezifikationen:Durchflussrate: 0,5-5 SCFM, Ansprechzeit: <100 ms
Betriebstemperatur:-20°C bis 80°C
Montage- und Anwendungskompatibilität
Saubere trockene LuftInerte Gase (N2, Ar)Nicht korrosive Prozessgase
Nicht geeignet: Hohe Feuchtigkeit oder ölhaltige Luft ohne geeignete Filtration
Auslegungsdaten
  • Eingangssignaldruckbereich (bar/psi)
  • Erforderlicher Ausgangsdruckbereich (bar/psi)
  • Maximale Durchflusskapazität (SCFM/Nm³/h)

Zuverlässigkeits- und Risikoanalyse

Ausfallmodus und Ursache
Membranermüdung oder -bruch
Ursache: Zyklische Druckbelastung, die die Materialermüdungsgrenzen überschreitet, oft aufgrund von Druckspitzen, schnellem Zykluswechsel oder Materialverschlechterung durch inkompatible Medien (z.B. Öl, Feuchtigkeit).
Ventilsitzverschmutzung oder -verschleiß
Ursache: Eindringen von Partikeln (Staub, Rohrrost, Rost) oder Feuchtigkeit aus der Druckluftversorgung, was zu Leckagen, träger Reaktion oder vollständiger Blockierung führt.
Wartungsindikatoren
  • Hörbares Zischen oder kontinuierlicher Luftauslass aus dem Relaisentlüftung, was auf interne Leckage hinweist.
  • Unregelmäßige oder verzögerte Ausgangsdruckreaktion relativ zum Eingangssignal, oft an Manometern sichtbar oder in der Aktorbewegung spürbar.
Technische Hinweise
  • Installieren und warten Sie eine hochwertige Luftaufbereitungseinheit (Filter-Regler-Schmiergerät) vorgeschaltet, um eine saubere, trockene und richtig geschmierte Druckluftversorgung sicherzustellen.
  • Implementieren Sie einen regelmäßigen Inspektions- und Testplan, um Sollwerte, Ansprechzeiten und Leckageraten zu überprüfen und frühzeitige Verschlechterung zu erkennen.

Konformität und Fertigungsnormen

Referenznormen
ISO 8573-1:2010 (Druckluftqualitätsklassen)ANSI/ISA-7.0.01-1996 (Qualitätsstandard für Instrumentenluft)DIN EN 60529 (IP-Schutzart)
Fertigungsgenauigkeit
  • Gewindetoleranz Anschluss: +/-0,1mm Flankendurchmesser
  • Dichtflächenebenheit: 0,05mm über Passflächen
Qualitätsprüfung
  • Druckabfall-Leckagetest (max. 0,5 bar Abfall in 5 min)
  • Durchflusscharakteristik-Verifizierung (Eingangs- vs. Ausgangsdrucklinearität)

Hersteller von Pneumatisches Relais / Verstärker

Herstellerprofile mit passender Produktionsfähigkeit in China.

Die Herstellerliste dient der Vorrecherche und Einordnung von Fertigungskapazitäten. Sie ist keine Zertifizierung, kein Ranking und keine Transaktionsgarantie.

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Beispielhafte Bewertungskriterien aus Einkaufsprozessen

Keine Kundenbewertung und keine Echtzeitdaten. Die Werte zeigen typische Prüfkriterien in RFQ- und Lieferantenbewertungsprozessen.

Technische Dokumentation
4/5
Fertigungsfähigkeit
4/5
Prüfbarkeit
5/5
Lieferantentransparenz
3/5

Die Kriterien dienen als Orientierung für technische Einkaufsprüfungen. Konkrete Kunden, Länder, Bewertungsdaten oder Live-Nachfragen werden nur angezeigt, wenn entsprechende belastbare Daten vorliegen.

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Häufige Fragen

Was ist der typische Eingangssignaldruckbereich für ein pneumatisches Relais/Verstärker?

Der typische Eingangssignaldruckbereich beträgt 0,02–0,1 MPa (ca. 3-15 psi). Dieses Niederdruck-Steuersignal wird auf einen höheren Ausgangsdruck verstärkt, um Stellglieder zu betätigen.

Welche Materialien werden üblicherweise für ein pneumatisches Relais/Verstärker verwendet?

Übliche Materialien sind Edelstahl, Aluminiumlegierung (oft eloxiert für Korrosionsbeständigkeit), Buna-N-Gummi für Dichtungen und Messing für bestimmte Komponenten. Diese Materialien werden aufgrund ihrer Haltbarkeit und Kompatibilität mit pneumatischen Systemen ausgewählt.

Wie funktioniert das Kraftwaagenprinzip bei diesem Gerät?

Der Eingangssignaldruck wirkt auf eine Membran oder einen Balg und erzeugt eine Kraft, die gegen eine Feder oder einen Gegendruck ausgeglichen wird. Diese mechanische Bewegung steuert ein Pilotventil, das den Versorgungsluftstrom reguliert, was zu einem Ausgangsdruck führt, der proportional zum Eingangssignal ist.

Kann ich Hersteller direkt kontaktieren?

CNFX ist ein offenes Verzeichnis, keine Handelsplattform und kein Beschaffungsagent. Herstellerprofile und Formulare helfen bei der Vorbereitung des direkten Kontakts.

CNFX Industrial Index v2.6.09 · Maschinen- und Anlagenbau

Datenbasis

CNFX-Herstellerprofile, technische Klassifikation, öffentlich verfügbare Produktinformationen und fortlaufende Plausibilitätsprüfung.

Vorläufige technische Einordnung
Diese Seite dient der strukturierten Vorbereitung von Recherche, RFQ und Lieferantenbewertung. Sie ersetzt keine Lieferantenqualifizierung, keine Normenprüfung und keine technische Freigabe durch den Käufer.
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