Strukturierte Fertigungsdaten · 2026

Drehanode (Target)

Auf Basis strukturierter CNFX-Herstellerprofile wird Drehanode (Target) im Bereich Herstellung von Computern, elektronischen und optischen Erzeugnissen anhand von Anodentellerdurchmesser bis Anodentellerdicke eingeordnet.

Technische Definition und Kernbaugruppe

Ein typisches Drehanode (Target) wird durch die Baugruppe aus Anodenscheibe/Target und Rotor beschrieben. Für industrielle Anwendungen werden Materialauswahl, Fertigungsprozess und Prüfbarkeit gemeinsam bewertet.

Ein rotierendes Metalltarget in einer Röntgenröhre, das Röntgenstrahlen erzeugt, wenn es von Elektronen beschossen wird.

Technische Definition

Die Drehanode (Target) ist eine kritische Komponente in einer Röntgenröhre, typischerweise aus Wolfram oder einer Wolfram-Rhenium-Legierung. Sie dient als Brennpunkt, an dem hochenergetische Elektronen aus der Kathode kollidieren und Röntgenstrahlen durch Bremsstrahlung und charakteristische Strahlung erzeugen. Durch die Rotation wird die Wärme über eine größere Oberfläche verteilt, was höhere Leistungslasten und eine längere Röhrenlebensdauer im Vergleich zu stehenden Anoden ermöglicht. Die Anode ist auf einem Rotor montiert und dreht sich mit hohen Geschwindigkeiten (typischerweise 3.000–10.000 U/min). Wenn Elektronen aus dem Kathodenfaden auf die abgewinkelte Targetoberfläche (die Fokusspur) treffen, wird ihre kinetische Energie in Röntgenstrahlen (ca. 1%) und Wärme (ca. 99%) umgewandelt. Die Rotation verteilt den intensiven Elektronenbeschuss über einen ringförmigen Bereich und verhindert so lokale Überhitzung und Schmelzen. Wichtige Parameter umfassen Targetdurchmesser (70–120 mm), Dicke (10–20 mm), Rotordrehzahl (3.000–10.000 U/min), maximale Eingangsleistung (20–100 kW), Targetwinkel (6–17°), Fokusgröße (0,3–1,2 mm), Betriebstemperatur (20–400°C), Targetmaterial (W-Re 90/10 gemäß ASTM B760), Oberflächenrauheit (≤0,4 μm Ra gemäß ISO 4287), Auswuchtklasse (G2,5 gemäß ISO 1940-1) und Gewicht (0,5–2,0 kg). Diese Werte sind typische Bereiche; verifizieren Sie modellspezifische Spezifikationen mit dem rechtlichen Hersteller oder Lieferanten. Die Drehanode wird in der medizinischen Bildgebung, industriellen Prüfung und wissenschaftlichen Analyse eingesetzt. Die Auswahl hängt von der erforderlichen Röntgenleistung, Wärmeableitung und Fokusauflösung ab. Korrekte Installation und Wartung sind entscheidend, um vorzeitigen Ausfall zu vermeiden. Häufige Ausfallarten sind Targetrisse, Lagerabnutzung und Unwucht. Regelmäßige Inspektion der Oberfläche und Rotorleistung wird empfohlen. Konsultieren Sie immer die Herstellerdokumentation für spezifische Betriebsgrenzen und Wartungsverfahren.

Funktionsprinzip

Die Anode ist auf einem Rotor montiert und dreht sich mit hohen Geschwindigkeiten (typischerweise 3.000–10.000 U/min). Wenn Elektronen aus dem Kathodenfaden auf die abgewinkelte Targetoberfläche (die Fokusspur) treffen, wird ihre kinetische Energie in Röntgenstrahlen (ca. 1%) und Wärme (ca. 99%) umgewandelt. Die Rotation verteilt den intensiven Elektronenbeschuss über einen ringförmigen Bereich und verhindert so lokale Überhitzung und Schmelzen.

Technische Parameter

Technische Parameter
ParameterTypischer BereichHinweise & Auswahlkriterien
Anodentellerdurchmesser70–120 mmLarger diameter improves heat dissipation and power rating.
Anodentellerdicke10–20 mmThicker target increases thermal capacity.
Rotordrehzahl3000–10000 rpmHigher speed spreads heat over larger area.
Maximale Eingangsleistung20–100 kWDetermines maximum X-ray output and heat load.
Anodenwinkel6–17 °Affects focal spot size and field coverage.
Brennfleckgröße0.3–1.2 mmSmaller spot gives higher resolution but lower power.
Betriebstemperatur20–400 °CExceeding 400°C may cause target cracking.
AnodenmaterialW-Re (90/10)Tungsten-rhenium alloy for high thermal resistance.ASTM B760
Oberflächenrauheit≤0.4 μm RaSmooth surface reduces electron backscatter.ISO 4287
WuchtgüteG2.5Prevents vibration at high rotational speeds.ISO 1940-1
Gewicht0.5–2.0 kgAffects rotor bearing load and motor sizing.

Die Bereiche sind branchenübliche Richtwerte zur Angebotsvorbereitung und keine Zusage des Lieferanten. Bestätigen Sie jeden Wert und jede Norm vor der Bestellung beim rechtlichen Hersteller.

Hauptmaterialien

Wolfram (W) Wolfram-Rhenium-Legierung (W-Re) Molybdän (Mo) für den Rotor/Stiel

Komponenten / BOM

Components / BOM
  • Anodenscheibe/Target
    Die Metallscheibe (üblicherweise aus Wolfram), die bei Elektronenbeschuss Röntgenstrahlen emittiert.
    Material: Wolfram oder Wolframlegierung
  • Rotor
    Die rotierende Baugruppe, häufig aus Kupfer und Molybdän gefertigt, die die Anodenscheibe durch magnetische Induktion vom Stator antreibt.
    Material: Kupfer, Molybdän
  • Stiel
    Verbinder der Anodenscheibe mit dem Rotor, bietet thermische und mechanische Unterstützung.
    Material: Molybdän
  • Fokusbahn
    Der spezifische ringförmige Bereich auf der Anodenscheibe, in dem Elektronen fokussiert und Röntgenstrahlen erzeugt werden.
    Material: Wolfram-Rhenium-Legierung

FMEA · Fehleranalyse

Ursache → Fehlermodus → Engineering-Maßnahme

Unzureichende Lagerungsschmierung verursacht erhöhten Reibungskoeffizienten >0,15 Rotationsgeschwindigkeitsabfall unter 2800 U/min führt zu lokalem Schmelzen Druckumlaufschmiersystem mit 0,5 L/min Durchflussrate und Temperaturüberwachung bei 60°C Schwellenwert
Elektronenstrahlentfokussierung aufgrund von Magnetfeldstörung >5 mT Ungleichmäßige Wärmeverteilung erzeugt thermische Spannungsgradienten >500 MPa Mu-Metall-Abschirmung mit 10 mm Dicke und aktive Feldkompensationsspulen

Technische Bewertung

Betriebsbereich
Betriebsbereich
3000-10000 U/min (Rotationsgeschwindigkeit), 40-150 kV (Elektronenbeschleunigungsspannung), 0,1-1,0 mm² (Fokusfleckfläche)
Belastungs- und Ausfallgrenzen
Schmelzpunkt der Wolfram-Rhenium-Legierung (3695 K), Zentrifugalspannung übersteigend 250 MPa bei 12000 U/min, Anodenoberflächentemperatur übersteigend 2000°C
Thermische Ermüdung durch zyklisches Heizen (Elektronenbeschuss) und Kühlen (Strahlung/Konvektion), Kriechverformung bei hohen Temperaturen, Elektronenrückstreuerosion bei >150 kV
Fertigungskontext
Drehanode (Target) wird innerhalb von Herstellung von Computern, elektronischen und optischen Erzeugnissen nach Material, Prozessfenster und Prüfanforderungen bewertet.

Weitere Produktbezeichnungen

rotating anode

Taxonomie und Suchbegriffe

Suchbegriffe, Aliase und technische Bezeichnungen für diesen CNFX Datensatz.

Anwendungen / Eingebaute Systeme

Dieses Teil oder Produkt erscheint in den folgenden Systemen und Maschinen.

Eignung und Auslegungsdaten

Betriebsgrenzen
Betriebsdruck:Hochvakuum (10^-4 bis 10^-7 Torr)
Durchflussrate:Kühlwasserumlauf: 5-20 L/min bei 3 bar
Betriebstemperatur:Umgebungstemperatur bis 1500°C (Betriebsoberflächentemperatur)
Montage- und Anwendungskompatibilität
HochvakuumumgebungenMedizinische RöntgenbildgebungssystemeIndustrielle zerstörungsfreie Prüfgeräte
Nicht geeignet: Atmosphärendruck mit Sauerstoffexposition (verursacht Oxidation und schnellen Abbau)
Auslegungsdaten
  • Erforderliches Röntgenenergiespektrum (keV-Bereich)
  • Maximale kontinuierliche Leistungsdissipation (kW)
  • Erforderliche Fokusfleckgröße (mm)

Zuverlässigkeits- und Risikoanalyse

Ausfallmodus und Ursache
Thermische Ermüdungsrissbildung
Ursache: Wiederholte schnelle Heiz- und Kühlzyklen während der Röntgenstrahlungserzeugung verursachen unterschiedliche thermische Ausdehnung zwischen der Wolfram-Target-Oberfläche und dem Kupfersubstrat, was zu Spannungskonzentration und Rissinitiierung an Korngrenzen führt.
Target-Oberflächenrauheit und -grübchenbildung
Ursache: Elektronenbeschuss während des Betriebs verursacht lokales Schmelzen und Verdampfen von Wolframmaterial, verschlimmert durch schlechte Vakuumbedingungen oder Verunreinigungen, die den Materialverlust durch Sputtern und Verdampfung beschleunigen.
Wartungsindikatoren
  • Hörbares Lichtbogen- oder Knackgeräusch während des Betriebs, das auf Vakuumverschlechterung oder elektrische Entladung hinweist
  • Sichtprüfung zeigt dunkle Flecken, Verfärbungen oder sichtbare Risse auf der Anodenoberfläche durch Inspektionsöffnungen
Technische Hinweise
  • Implementieren Sie kontrollierte Hochfahr- und Abkühlverfahren, um thermischen Schock zu minimieren, unter Verwendung herstellerspezifischer Leistungskurven und Sicherstellung des ordnungsgemäßen Betriebs des Kühlsystems vor und nach Hochlastzyklen.
  • Halten Sie die optimale Vakuumintegrität durch regelmäßige Lecktests und ordnungsgemäße Handhabungsverfahren aufrecht, stellen Sie sicher, dass alle Dichtungen und Dichtringe innerhalb der Spezifikation sind, und verwenden Sie bei der Wartung geeignete vakuumkompatible Materialien.

Konformität und Fertigungsnormen

Referenznormen
DIN EN ISO 10012:2003 - Messmanagementsysteme - Anforderungen an Messprozesse und MessmittelCE-Kennzeichnung - Richtlinie 2014/35/EU (Niederspannungsrichtlinie)
Fertigungsgenauigkeit
  • Bohrungsdurchmesser: +/-0,01 mm
  • Oberflächenrauheit (Ra): 0,4 μm maximal
Qualitätsprüfung
  • Maßliche Überprüfung mit Koordinatenmessgerät (KMG)
  • Ultraschallprüfung auf innere Fehler

Hersteller von Drehanode (Target)

Herstellerprofile mit passender Produktionsfähigkeit in China.

Die Herstellerliste dient der Vorrecherche und Einordnung von Fertigungskapazitäten. Sie ist keine Zertifizierung, kein Ranking und keine Transaktionsgarantie.

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Beispielhafte Bewertungskriterien aus Einkaufsprozessen

Keine Kundenbewertung und keine Echtzeitdaten. Die Werte zeigen typische Prüfkriterien in RFQ- und Lieferantenbewertungsprozessen.

Technische Dokumentation
4/5
Fertigungsfähigkeit
4/5
Prüfbarkeit
5/5
Lieferantentransparenz
3/5

Die Kriterien dienen als Orientierung für technische Einkaufsprüfungen. Konkrete Kunden, Länder, Bewertungsdaten oder Live-Nachfragen werden nur angezeigt, wenn entsprechende belastbare Daten vorliegen.

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Häufige Fragen

Welche Materialien werden für Drehanoden verwendet?

Drehanoden bestehen typischerweise aus Wolfram oder einer Wolfram-Rhenium-Legierung (z.B. W-Re 90/10) für die Targetoberfläche, mit Molybdän für den Rotor oder Schaft. Diese Materialien bieten hohe thermische Beständigkeit und Haltbarkeit.

Was sind typische Rotordrehzahlen für Drehanoden?

Typische Rotordrehzahlen liegen zwischen 3.000 und 10.000 U/min. Höhere Drehzahlen verteilen die Wärme über eine größere Fläche, verbessern die Wärmeableitung und ermöglichen höhere Leistungslasten.

Wie beeinflusst der Targetwinkel die Röntgenausbeute?

Der Targetwinkel (typischerweise 6–17°) beeinflusst die Fokusgröße und das Feldabdeckungsvermögen. Ein kleinerer Winkel kann einen kleineren Fokus für höhere Auflösung erzeugen, kann aber die Leistungsfähigkeit einschränken.

Was sind häufige Ausfallarten von Drehanoden?

Häufige Ausfallarten sind Targetrisse aufgrund thermischer Belastung, Lagerabnutzung und Unwucht. Der Betrieb innerhalb der spezifizierten Temperaturgrenzen (20–400°C) und ordnungsgemäße Wartung können diese Probleme mindern.

Kann ich Hersteller direkt kontaktieren?

CNFX ist ein offenes Verzeichnis, keine Handelsplattform und kein Beschaffungsagent. Herstellerprofile und Formulare helfen bei der Vorbereitung des direkten Kontakts.

CNFX Industrial Index v2.6.09 · Herstellung von Computern, elektronischen und optischen Erzeugnissen

Datenbasis

CNFX-Herstellerprofile, technische Klassifikation, öffentlich verfügbare Produktinformationen und fortlaufende Plausibilitätsprüfung.

Vorläufige technische Einordnung
Diese Seite dient der strukturierten Vorbereitung von Recherche, RFQ und Lieferantenbewertung. Sie ersetzt keine Lieferantenqualifizierung, keine Normenprüfung und keine technische Freigabe durch den Käufer.
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Beschaffungsinformationen anfragenfür Drehanode (Target)

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