Strukturierte Fertigungsdaten · 2026

Kollisionsschutzsysteme

Auf Basis strukturierter CNFX-Herstellerprofile wird Kollisionsschutzsysteme im Bereich Maschinen- und Anlagenbau anhand von Erfassungsbereich bis Ansprechzeit eingeordnet.

Technische Definition und Kernbaugruppe

Ein typisches Kollisionsschutzsysteme wird durch die Baugruppe aus Näherungssensoren und Steuereinheit beschrieben. Für industrielle Anwendungen werden Materialauswahl, Fertigungsprozess und Prüfbarkeit gemeinsam bewertet.

Sicherheitssysteme zur Verhinderung von Kollisionen zwischen Maschinen, Geräten oder Fahrzeugen in industriellen Umgebungen.

Technische Definition

Kollisionsschutzsysteme sind spezielle Sicherheitsvorrichtungen, die Nähe und Bewegung überwachen, um versehentliche Stöße zwischen Industriemaschinen, automatisierten Geräten oder Fahrzeugen zu verhindern. Diese Systeme integrieren typischerweise Sensoren, Steuereinheiten und Warn-/Bremsmechanismen, um Schutzbereiche um Geräte herum zu schaffen, einen sicheren Betrieb in gemeinsamen Arbeitsbereichen zu gewährleisten und Schäden an Geräten und Personal zu vermeiden. Die Systeme sind für den Einsatz in der Maschinen- und Anlagenbauindustrie konzipiert, wo bewegliche Teile und Fahrzeuge in unmittelbarer Nähe arbeiten. Sie sind als Komponenten erhältlich, die in neue oder bestehende Geräte integriert werden können. Der Erfassungsbereich variiert je nach Sensortyp und Reflektorgröße zwischen 0,5 und 20 Metern; die Ansprechzeit liegt zwischen 10 und 100 Millisekunden, wobei bei höheren Maschinengeschwindigkeiten eine schnellere Reaktion erfolgt. Die Betriebsspannung beträgt 24 V DC ±10 % mit Verpolungsschutz; die Leistungsaufnahme liegt je nach Anzahl der Sensoren zwischen 2 und 10 Watt. Der Betriebstemperaturbereich liegt zwischen -40 und 85 °C, und die Schutzart ist IP54 bis IP65, geeignet für staubige oder feuchte Umgebungen. Der Erfassungswinkel ist von 90 bis 270 Grad einstellbar, um tote Winkel abzudecken; die Anzahl der Kanäle liegt zwischen 2 und 8 für die Überwachung mehrerer Zonen. Die Ausgangstypen sind PNP oder NPN, konfigurierbar für den Anschluss an SPS-Eingänge. Gehäusematerialien umfassen Aluminium für schwere Anwendungen und ABS für kostensensible Anwendungen. Das Gewicht liegt zwischen 0,5 und 5 kg, und die Abmessungen variieren von 100×75×40 mm bis 300×200×120 mm. Diese Systeme beziehen sich auf Normen wie IEC 61496 für Sicherheit, IEC 60068-2-1/2 für Temperaturprüfungen, IEC 60529 für Schutzarten und IEC 61131-2 für SPS-Kompatibilität. Es ist wichtig, modellspezifische Werte und Normen vor der Beschaffung und Installation mit dem rechtlichen Hersteller oder Lieferanten zu verifizieren.

Funktionsprinzip

Kollisionsschutzsysteme funktionieren, indem sie kontinuierlich die Position und Bewegung von Geräten mithilfe verschiedener Sensortechnologien wie Ultraschall, Infrarot, Laser oder Radar überwachen. Wenn Objekte in vordefinierte Sicherheitszonen eindringen, berechnet das System das Kollisionsrisiko basierend auf Geschwindigkeit, Entfernung und Flugbahn. Wenn eine potenzielle Kollision erkannt wird, löst das System Warnungen (visuelle oder akustische Alarme) aus und kann automatisch Brems- oder Abschaltvorgänge einleiten, um einen Aufprall zu verhindern. Die Ansprechzeit und der Erfassungsbereich des Systems sind kritische Parameter, die auf die spezifische Anwendung abgestimmt sein müssen.

Technische Parameter

Technische Parameter
ParameterTypischer BereichHinweise & Auswahlkriterien
Erfassungsbereich0.5–20 mRange depends on sensor type and reflector sizeIEC 61496
Ansprechzeit10–100 msFaster response for higher machine speedsIEC 61496
Betriebsspannung24 ±10% V DCReverse polarity protected
Leistungsaufnahme2–10 WDepends on number of sensors
Betriebstemperatur-40–85 °CExtended range available for special applicationsIEC 60068-2-1/2
SchutzartIP54–IP65IP65 for dusty or wet environmentsIEC 60529
Erfassungswinkel90–270 °Adjustable to cover blind spots
Anzahl Kanäle2–8More channels for multi-zone monitoring
AusgangstypPNP/NPNConfigurable to match PLC inputsIEC 61131-2
GehäusematerialAluminum/ABSAluminum for heavy-duty, ABS for cost-sensitive
Gewicht0.5–5 kgVaries with number of sensors and housing
Abmessungen (L×B×H)100×75×40–300×200×120 mmCompact designs for tight spaces

Die Bereiche sind branchenübliche Richtwerte zur Angebotsvorbereitung und keine Zusage des Lieferanten. Bestätigen Sie jeden Wert und jede Norm vor der Bestellung beim rechtlichen Hersteller.

Hauptmaterialien

Aluminiumlegierungsgehäuse Polycarbonat-Sensorabdeckungen Kupferverdrahtung Elektronische Komponenten (Leiterplatten, Chips)

Komponenten / BOM

Components / BOM
  • Näherungssensoren
    Erkennen von Anwesenheit und Abstand naher Objekte mittels verschiedener Technologien (Ultraschall, Infrarot, Laser)
    Material: Gehäuse aus Edelstahl mit Linsen aus Polycarbonat
  • Steuereinheit
    Verarbeitet Sensordaten, berechnet Kollisionsrisiko und löst entsprechende Reaktionen aus
    Material: Aluminiumgehäuse mit elektronischen Leiterplatten
  • Warnvorrichtungen
    Bieten visuelle und akustische Warnsignale, wenn Objekte in Sicherheitszonen eindringen
    Material: Polycarbonat-LED-Anzeigen und ABS-Kunststoff-Hörner
  • Bremsinterface
    Verbinder für Bremsanlagen von Geräten zur Ermöglichung automatischen Anhaltens
    Material: Kupferstecker und Relaisbauteile

FMEA · Fehleranalyse

Ursache → Fehlermodus → Engineering-Maßnahme

EMI/RFI-Störung im 2,4-GHz-Band über 10 V/m Feldstärke Ultraschallsensor falsch-negative Messwerte bei >85 dB Umgebungsgeräusch Abgeschirmte verdrillte Paarleitung mit Ferritkernen und Frequenzsprungspreizspektrummodulation
Optische Sensoroberflächenkontamination mit >0,3 mm Partikelschicht LiDAR-Reflexionsverminderung unter 20 % des Nennwerts bei 905 nm Wellenlänge Automatisches Linsenreinigungssystem mit 0,1 μm Filtration und Stickstoffspülung mit Überdruck bei 0,5 bar

Technische Bewertung

Betriebsbereich
Betriebsbereich
0,5-5,0 m
Belastungs- und Ausfallgrenzen
Erfassungslatenz über 150 ms bei Relativgeschwindigkeiten >2,0 m/s
Laufzeitmessfehler über ±15 mm aufgrund von Mehrwegeinterferenz in RF-basierten Systemen oder LiDAR-Punktwolkenverschlechterung unter 100 Punkten/m² in partikelbelasteten Umgebungen
Fertigungskontext
Kollisionsschutzsysteme wird innerhalb von Maschinen- und Anlagenbau nach Material, Prozessfenster und Prüfanforderungen bewertet.

Weitere Produktbezeichnungen

Collision Avoidance Systems Proximity Protection Systems

Taxonomie und Suchbegriffe

Suchbegriffe, Aliase und technische Bezeichnungen für diesen CNFX Datensatz.

Anwendungen / Eingebaute Systeme

Dieses Teil oder Produkt erscheint in den folgenden Systemen und Maschinen.

Eignung und Auslegungsdaten

Betriebsgrenzen
Betriebsdruck:0 bis 10 bar
Weitere Spezifikationen:Erfassungsbereich: 0,1-100 m, Ansprechzeit: <100 ms, Schutzart: IP67
Betriebstemperatur:-20°C bis +70°C
Montage- und Anwendungskompatibilität
InnenlagerumgebungenFertigungsmontagelinienAutomatisch geführte Fahrzeugsysteme (AGV)
Nicht geeignet: Hochvibrationsumgebungen mit kontinuierlichen mechanischen Stößen
Auslegungsdaten
  • Maximale Betriebsgeschwindigkeit der Anlagen/Fahrzeuge
  • Erforderliche Abmessungen des Erfassungsbereichs (Länge/Breite/Höhe)
  • Umgebungsstörfaktoren (Staub, Nebel, Lichtverhältnisse)

Zuverlässigkeits- und Risikoanalyse

Ausfallmodus und Ursache
Sensor-Kalibrierungsdrift
Ursache: Umweltfaktoren (Temperaturschwankungen, Vibration) und Komponentenalterung verursachen Sensorfehlausrichtung oder Signalverschlechterung, was zu ungenauen Abstandsmessungen führt.
Software-Logikfehler
Ursache: Algorithmusfehler, korrumpierte Firmware-Updates oder elektromagnetische Störungen verursachen falsch-positive/falsch-negative Kollisionserkennungen, wodurch Sicherheitsfunktionen möglicherweise deaktiviert werden.
Wartungsindikatoren
  • Intermittierende oder anhaltende Fehlalarm-Aktivierungen ohne sichtbare Hindernisse
  • Systemstatusanzeige zeigt Fehlercodes oder Warnleuchten während des Betriebs
Technische Hinweise
  • Implementieren Sie regelmäßige Kalibrierungszyklen mit zertifizierten Referenzzielen und führen Sie Umgebungsprotokolle, um Leistung mit Betriebsbedingungen zu korrelieren.
  • Etablieren Sie Firmware-Versionskontrolle mit Rollback-Fähigkeit und führen Sie periodische Funktionstests durch simulierte Hindernisszenarien durch.

Konformität und Fertigungsnormen

Referenznormen
ISO 13849-1: Sicherheit von Maschinen - Sicherheitsbezogene Teile von SteuerungssystemenANSI/ITSDF B56.5: Sicherheitsnorm für fahrerlose, automatisch geführte Industriefahrzeuge und automatisierte Funktionen von bemannten IndustriefahrzeugenDIN EN 1525: Sicherheit von Flurförderzeugen - Fahrerlose Flurförderzeuge und ihre Systeme
Fertigungsgenauigkeit
  • Sensorausrichtung: +/-0,5° Winkelabweichung
  • Ansprechzeit: +/-10 ms von Erkennung bis Signalausgabe
Qualitätsprüfung
  • Funktionale Sicherheitsprüfung (Verifizierung von Not-Aus- und Kollisionsvermeidungssequenzen)
  • Umweltbeständigkeitsprüfung (Vibration, Temperatur und Schutzart-Validierung)

Hersteller von Kollisionsschutzsysteme

Herstellerprofile mit passender Produktionsfähigkeit in China.

Die Herstellerliste dient der Vorrecherche und Einordnung von Fertigungskapazitäten. Sie ist keine Zertifizierung, kein Ranking und keine Transaktionsgarantie.

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Beispielhafte Bewertungskriterien aus Einkaufsprozessen

Keine Kundenbewertung und keine Echtzeitdaten. Die Werte zeigen typische Prüfkriterien in RFQ- und Lieferantenbewertungsprozessen.

Technische Dokumentation
4/5
Fertigungsfähigkeit
4/5
Prüfbarkeit
5/5
Lieferantentransparenz
3/5

Die Kriterien dienen als Orientierung für technische Einkaufsprüfungen. Konkrete Kunden, Länder, Bewertungsdaten oder Live-Nachfragen werden nur angezeigt, wenn entsprechende belastbare Daten vorliegen.

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Häufige Fragen

Welche Sensortechnologien werden in Kollisionsschutzsystemen verwendet?

Kollisionsschutzsysteme können Ultraschall-, Infrarot-, Laser- oder Radarsensoren verwenden, um die Position und Bewegung von Geräten zu überwachen. Die Wahl der Sensortechnologie hängt von den Anforderungen der Anwendung ab, wie Erfassungsbereich, Umgebungsbedingungen und der Art der zu erfassenden Objekte.

Was ist der typische Erfassungsbereich dieser Systeme?

Der Erfassungsbereich liegt typischerweise zwischen 0,5 und 20 Metern, abhängig von Sensortyp und Reflektorgröße. Für spezielle Anwendungen können erweiterte Bereiche verfügbar sein, aber es ist wichtig, den genauen Bereich für das jeweilige Modell mit dem Hersteller zu bestätigen.

Kann der Erfassungswinkel eingestellt werden?

Ja, der Erfassungswinkel ist von 90 bis 270 Grad einstellbar, um tote Winkel abzudecken. Dadurch kann das System an das spezifische Layout der Maschine oder des Arbeitsbereichs angepasst werden.

Welche Normen sind für diese Systeme relevant?

Relevante Normen umfassen IEC 61496 für sicherheitsbezogene Anforderungen, IEC 60068-2-1/2 für Temperaturprüfungen, IEC 60529 für Schutzarten und IEC 61131-2 für SPS-Kompatibilität. Diese Normen dienen als Referenz für Beschaffung und Verifizierung, garantieren jedoch keine Zertifizierung eines bestimmten Produkts.

Kann ich Hersteller direkt kontaktieren?

CNFX ist ein offenes Verzeichnis, keine Handelsplattform und kein Beschaffungsagent. Herstellerprofile und Formulare helfen bei der Vorbereitung des direkten Kontakts.

CNFX Industrial Index v2.6.09 · Maschinen- und Anlagenbau

Datenbasis

CNFX-Herstellerprofile, technische Klassifikation, öffentlich verfügbare Produktinformationen und fortlaufende Plausibilitätsprüfung.

Vorläufige technische Einordnung
Diese Seite dient der strukturierten Vorbereitung von Recherche, RFQ und Lieferantenbewertung. Sie ersetzt keine Lieferantenqualifizierung, keine Normenprüfung und keine technische Freigabe durch den Käufer.
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Was wir nicht zusichern
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