Strukturierte Fertigungsdaten · 2026

Antriebsmagnetanordnung

Auf Basis strukturierter CNFX-Herstellerprofile wird Antriebsmagnetanordnung im Bereich Maschinen- und Anlagenbau anhand von Drehmomentkapazität bis Betriebstemperatur eingeordnet.

Technische Definition und Kernbaugruppe

Ein typisches Antriebsmagnetanordnung wird durch die Baugruppe aus Magnetsegmente und Rotorrückeneisen beschrieben. Für industrielle Anwendungen werden Materialauswahl, Fertigungsprozess und Prüfbarkeit gemeinsam bewertet.

Die magnetische Komponente in einer Magnetkupplung, die Drehmoment von der Antriebsseite auf die Abtriebsseite über Magnetfelder überträgt.

Technische Definition

Eine Antriebsmagnetanordnung ist die aktive magnetische Komponente in einem Magnetkupplungssystem, bestehend aus Permanentmagneten, die in einem bestimmten Muster auf einem Rotor oder Gehäuse angeordnet sind. Sie erzeugt ein Magnetfeld, das mit einer entsprechenden Abtriebsmagnetanordnung interagiert, um Rotationskraft ohne physischen Kontakt zu übertragen, wodurch Drehmomentübertragung bei gleichzeitiger Isolierung zwischen Antriebs- und Abtriebswelle ermöglicht wird. Diese Anordnung wird typischerweise in Anwendungen eingesetzt, die eine hermetische Abdichtung erfordern, wie Pumpen, Mischer und Kompressoren, bei denen Leckageverhinderung entscheidend ist. Die Antriebsmagnetanordnung ist auf der Eingangswelle montiert und dreht sich mit ihr, wodurch ein rotierendes Magnetfeld erzeugt wird, das mit der Abtriebsanordnung auf der Ausgangswelle koppelt. Das Drehmoment wird durch magnetische Anziehung und Abstoßung zwischen Magneten mit alternierender Polarität übertragen, was eine synchrone Rotation ohne mechanische Verbindung ermöglicht. Die Anordnung ist in verschiedenen Konfigurationen erhältlich, mit Materialien wie Neodym-Eisen-Bor (NdFeB), Samarium-Cobalt (SmCo) und Alnico, die jeweils unterschiedliche magnetische Eigenschaften und Temperaturstabilität bieten. Zu den wichtigsten Parametern gehören Drehmomentkapazität (50–500 N·m), Betriebstemperatur (-40–150°C), Magnetmaterialgüte (N35–N52 gemäß GB/T 13560), Außendurchmesser des Magneten (50–200 mm), Innendurchmesser (20–100 mm), axiale Länge (30–150 mm), Rundlauf (0,05–0,1 mm gemäß ISO 1101), Oberflächenmagnetfeld (3000–5000 G), maximale Betriebsdrehzahl (3000–6000 U/min) und Gewicht (1–10 kg). Diese Werte sind Referenzbereiche und müssen für spezifische Modelle und Anwendungen verifiziert werden. Die Leistung der Anordnung hängt von der richtigen Auswahl dieser Parameter ab, die mit dem rechtlichen Hersteller oder Lieferanten bestätigt werden sollten, um Kompatibilität und Sicherheit zu gewährleisten. Regelmäßige Inspektion auf Anzeichen von Verschleiß, Entmagnetisierung oder mechanischen Schäden wird empfohlen, um einen zuverlässigen Betrieb aufrechtzuerhalten.

Funktionsprinzip

Die Antriebsmagnetanordnung dreht sich mit der Eingangswelle und erzeugt ein rotierendes Magnetfeld. Dieses Magnetfeld induziert magnetische Kräfte auf die Abtriebsmagnetanordnung, wodurch sie sich synchron ohne mechanische Verbindung dreht. Die Drehmomentübertragung erfolgt durch magnetische Anziehung und Abstoßung zwischen den Permanentmagneten, die in Mustern mit alternierender Polarität angeordnet sind. Die Stärke der Magnetkupplung hängt vom Magnetmaterial, der Größe und der Polzahl sowie vom Luftspalt zwischen den Anordnungen ab. Das rotierende Feld wird durch die physische Rotation der Magnete erzeugt, die mit den Abtriebsmagneten interagieren, um Drehmoment zu erzeugen. Dieses Prinzip ermöglicht berührungslose Drehmomentübertragung, bietet Isolierung und eliminiert Verschleiß durch mechanische Reibung.

Technische Parameter

Technische Parameter
ParameterTypischer BereichHinweise & Auswahlkriterien
Drehmomentkapazität50–500 N·mDetermines maximum transmissible torque
Betriebstemperatur-40–150 °CAbove 150°C may demagnetize
MagnetmaterialN35–N52 GüteklasseHigher grade increases torqueGB/T 13560
Magnetaußendurchmesser50–200 mmFits standard coupling sizes
Magnetinnendurchmesser20–100 mmMatches shaft diameter
Axiale Länge30–150 mmAffects torque and inertia
Rundlauf0.05–0.1 mmTighter runout reduces vibrationISO 1101
Oberflächenmagnetfeld3000–5000 GIndicates magnetic strength
Maximale Betriebsdrehzahl3000–6000 rpmLimited by centrifugal stress
Gewicht1–10 kgAbhängig von Baugröße und Werkstoff

Die Bereiche sind branchenübliche Richtwerte zur Angebotsvorbereitung und keine Zusage des Lieferanten. Bestätigen Sie jeden Wert und jede Norm vor der Bestellung beim rechtlichen Hersteller.

Hauptmaterialien

Neodym-Eisen-Bor (NdFeB) Samarium-Cobalt (SmCo) Alnico

Komponenten / BOM

Components / BOM
  • Magnetsegmente
    Erzeugen Magnetfeld für Drehmomentübertragung
    Material: Seltene-Erden-Permanentmagnete
  • Rotorrückeneisen
    Bietet strukturelle Unterstützung und dient als magnetischer Flusspfad
    Material: Elektroblech oder weichmagnetisches Verbundmaterial
  • Montage-Nabe
    Verbinden der Baugruppe mit der Antriebswelle
    Material: Edelstahl oder Aluminiumlegierung
  • Sicherungsring
    Sichert Magnetsegmente in Position
    Material: Nichtmagnetischer Edelstahl

FMEA · Fehleranalyse

Ursache → Fehlermodus → Engineering-Maßnahme

Wirbelstrominduktion durch hochfrequente Magnetfeldvariationen (Faradaysches Induktionsgesetz: ε = -dΦ/dt) Temperaturanstieg über 150°C führt zu thermischer Entmagnetisierung Geschichtete Seltenerdmagnetkonstruktion mit elektrischen Isolierschichten, aktive Kühlkanäle in den Magnettragkörper integriert
Mechanische Spannungskonzentration überschreitet die Streckgrenze des Magnetmaterials (typisch 80-120 MPa für gesintertes NdFeB) Magnetbruch erzeugt Luftspalte und Flussleckage Finite-Elemente-Analyse-optimierte Magnetgeometrie mit spannungsentlastenden Merkmalen, Epoxidverkapselung mit 60-70 Shore D Härte

Technische Bewertung

Betriebsbereich
Betriebsbereich
0,1-1,5 T (Tesla) magnetische Flussdichte, 20-150°C Betriebstemperatur, 0-6000 min⁻¹ Drehzahl
Belastungs- und Ausfallgrenzen
Curie-Temperatur von Neodym-Eisen-Bor-Magneten (310-400°C je nach Güteklasse), Koerzitivfeldstärkenabfall unter 800 kA/m, magnetische Flussdichtereduktion unter 0,05 T
Thermische Entmagnetisierung bei Curie-Temperatur, Koerzitivfeldstärkendegradation durch Wirbelstromerwärmung (Joulesche Wärme: P = I²R), magnetische Domänenneuausrichtung unter umgekehrten Magnetfeldern, die die intrinsische Koerzitivfeldstärke (Hci) überschreiten
Fertigungskontext
Antriebsmagnetanordnung wird innerhalb von Maschinen- und Anlagenbau nach Material, Prozessfenster und Prüfanforderungen bewertet.

Taxonomie und Suchbegriffe

Suchbegriffe, Aliase und technische Bezeichnungen für diesen CNFX Datensatz.

Anwendungen / Eingebaute Systeme

Dieses Teil oder Produkt erscheint in den folgenden Systemen und Maschinen.

Eignung und Auslegungsdaten

Betriebsgrenzen
Betriebsdruck:Bis zu 100 bar (Standard), bis zu 300 bar mit verstärktem Gehäuse
Weitere Spezifikationen:Max. Drehmomentübertragung: 500 Nm (Standard), bis zu 2000 Nm mit Sonderausführungen; Spaltoleranz: ±0,5 mm; Feststoffkonzentration in Suspension: ≤40 Gew.-%
Betriebstemperatur:-40°C bis 150°C (Standard), bis zu 250°C mit Hochtemperaturmagneten
Montage- und Anwendungskompatibilität
Reines Wasser und wässrige LösungenKohlenwasserstoffe und ÖleLebensmittel- und pharmazeutische Fluide
Nicht geeignet: Hochkorrosive Medien (z.B. konzentrierte Säuren, starke Oxidationsmittel)
Auslegungsdaten
  • Erforderliches Drehmoment (Nm) bei Betriebsdrehzahl
  • Betriebsspalt zwischen Antriebs- und Abtriebsmagneten (mm)
  • Gehäusematerialkompatibilität mit Prozessmedien

Zuverlässigkeits- und Risikoanalyse

Ausfallmodus und Ursache
Magnetfelddegradation
Ursache: Thermische Entmagnetisierung durch übermäßige Betriebstemperaturen oder Exposition gegenüber hoher Umgebungswärme, was die magnetische Flussdichte und Baugruppeneffizienz reduziert.
Mechanisches Lösen oder Fehlausrichtung
Ursache: Vibrationsinduzierte Ermüdung durch unausgewogene rotierende Komponenten oder Resonanz, die zu Befestigungsversagen, Positionsdrift und potenziellem Kontakt mit benachbarten Teilen führt.
Wartungsindikatoren
  • Hörbares hochfrequentes Pfeifen oder Schleifgeräusch während des Betriebs, was auf Fehlausrichtung, Lagerabnutzung oder Kontakt zwischen Magnet und Gehäuse hinweist.
  • Sichtbare Ansammlung von Metallstaub oder Ablagerungen um das Baugruppengehäuse, was auf Verschleißpartikel durch interne Abrasion oder Korrosion hindeutet.
Technische Hinweise
  • Implementieren Sie periodische Infrarot-Thermografie-Inspektionen zur Überwachung der Betriebstemperaturen und zur Verhinderung thermischer Entmagnetisierung; halten Sie Umgebungs- und Betriebstemperaturen innerhalb der Curie-Punkt-Spezifikation des Magneten.
  • Verwenden Sie Vibrationsanalyse- und Laserausrichtungswerkzeuge während der Installation und routinemäßiger Kontrollen, um präzise Ausrichtung und Auswuchtung sicherzustellen, mechanische Belastung zu reduzieren und Lösen durch Resonanzfrequenzen zu verhindern.

Konformität und Fertigungsnormen

Referenznormen
ASTM A977/A977M-07(2017) Standardprüfverfahren für magnetische Eigenschaften von Permanentmagnetmaterialien mit hoher KoerzitivfeldstärkeCE-Kennzeichnung (EU-Richtlinie 2014/35/EU Niederspannungsrichtlinie)
Fertigungsgenauigkeit
  • Bohrungsdurchmesser: ±0,01 mm
  • Magnet-zu-Gehäuse-Konzentrizität: 0,05 mm TIR
Qualitätsprüfung
  • Magnetische Flussdichtemessung (Gaußmeter-Test)
  • Maßliche Verifizierung mit Koordinatenmessgerät (KMG)

Hersteller von Antriebsmagnetanordnung

Herstellerprofile mit passender Produktionsfähigkeit in China.

Die Herstellerliste dient der Vorrecherche und Einordnung von Fertigungskapazitäten. Sie ist keine Zertifizierung, kein Ranking und keine Transaktionsgarantie.

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Beispielhafte Bewertungskriterien aus Einkaufsprozessen

Keine Kundenbewertung und keine Echtzeitdaten. Die Werte zeigen typische Prüfkriterien in RFQ- und Lieferantenbewertungsprozessen.

Technische Dokumentation
4/5
Fertigungsfähigkeit
4/5
Prüfbarkeit
5/5
Lieferantentransparenz
3/5

Die Kriterien dienen als Orientierung für technische Einkaufsprüfungen. Konkrete Kunden, Länder, Bewertungsdaten oder Live-Nachfragen werden nur angezeigt, wenn entsprechende belastbare Daten vorliegen.

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Häufige Fragen

Was ist der typische Drehmomentbereich einer Antriebsmagnetanordnung?

Laut den Verzeichnisdaten liegt der Drehmomentbereich bei 50–500 N·m. Der genaue Wert hängt jedoch vom spezifischen Modell und der Anwendung ab. Verifizieren Sie dies immer mit dem rechtlichen Hersteller oder Lieferanten.

Welche Magnetmaterialien sind für Antriebsmagnetanordnungen verfügbar?

Die hinterlegten Materialien umfassen Neodym-Eisen-Bor (NdFeB), Samarium-Cobalt (SmCo) und Alnico. Jedes hat unterschiedliche magnetische Eigenschaften und Temperaturstabilität. Die Magnetmaterialgüte (z. B. N35–N52) wird gemäß GB/T 13560 spezifiziert und sollte für Ihre Anwendung bestätigt werden.

Was ist die maximale Betriebstemperatur einer Antriebsmagnetanordnung?

Der Betriebstemperaturbereich liegt bei -40 bis 150°C. Über 150°C kann Entmagnetisierung auftreten. Für Hochtemperaturanwendungen konsultieren Sie den Hersteller, um ein geeignetes Magnetmaterial auszuwählen.

Wie überprüfe ich die Rundlaufspezifikation?

Der Rundlauf ist gemäß ISO 1101 mit 0,05–0,1 mm spezifiziert. Dieser Parameter beeinflusst Vibrationen und sollte bei der Installation überprüft werden. Beachten Sie immer die Herstellerdokumentation für den genauen Wert Ihres Modells.

Kann ich Hersteller direkt kontaktieren?

CNFX ist ein offenes Verzeichnis, keine Handelsplattform und kein Beschaffungsagent. Herstellerprofile und Formulare helfen bei der Vorbereitung des direkten Kontakts.

CNFX Industrial Index v2.6.09 · Maschinen- und Anlagenbau

Datenbasis

CNFX-Herstellerprofile, technische Klassifikation, öffentlich verfügbare Produktinformationen und fortlaufende Plausibilitätsprüfung.

Vorläufige technische Einordnung
Diese Seite dient der strukturierten Vorbereitung von Recherche, RFQ und Lieferantenbewertung. Sie ersetzt keine Lieferantenqualifizierung, keine Normenprüfung und keine technische Freigabe durch den Käufer.
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