Strukturierte Fertigungsdaten · 2026

Rotor (elektrisch) / Rotorgruppe (hydraulisch)

Auf Basis strukturierter CNFX-Herstellerprofile wird Rotor (elektrisch) / Rotorgruppe (hydraulisch) im Bereich Maschinen- und Anlagenbau anhand von Nennleistung bis Nenndrehzahl eingeordnet.

Technische Definition und Kernbaugruppe

Ein typisches Rotor (elektrisch) / Rotorgruppe (hydraulisch) wird durch die Baugruppe aus Rotorblechpaket und Wicklungen (elektrisch) beschrieben. Für industrielle Anwendungen werden Materialauswahl, Fertigungsprozess und Prüfbarkeit gemeinsam bewertet.

Das rotierende Bauteil eines Elektromotors oder Hydraulikmotors, das elektrische oder hydraulische Energie in mechanische Bewegung umwandelt.

Technische Definition

Der Rotor ist das rotierende Teil eines Elektromotors oder die Rotorgruppe in einem Hydraulikmotor und dient als zentrales Bewegungselement, das Eingangsenergie in mechanische Rotation umwandelt. Bei Elektromotoren interagiert der Rotor mit dem Magnetfeld des Stators, um Drehmoment zu erzeugen, typischerweise durch elektromagnetische Induktion oder Permanentmagnete. Bei Hydraulikmotoren besteht die Rotorgruppe aus rotierenden Elementen wie Zahnrädern, Flügeln oder Kolben, die hydraulischen Druck durch Fluidverdrängung und Druckdifferenzen in rotierende mechanische Energie umwandeln. Diese Komponente ist für den Betrieb verschiedener Maschinen wie Pumpen, Kompressoren und Industrieantriebe unerlässlich. Das Design und die Materialien des Rotors werden basierend auf Anwendungsanforderungen wie Lastdrehmoment, Drehzahl und Umgebungsbedingungen ausgewählt. Häufige Materialien umfassen Elektrobandlamellen, Kupferwicklungen, Permanentmagnete (für einige elektrische Typen), legierter Stahl und Gusseisen. Wichtige Parameter bei der Auswahl eines Rotors sind Nennleistung (0,75–250 kW), Nenndrehzahl (750–3000 U/min), Rotordurchmesser (50–500 mm), Rotorlänge (80–800 mm), Auswuchtgüte (G2,5–G6,3), Exzentrizität (0,02–0,10 mm), Oberflächenrauheit (Ra 0,8–1,6 μm), Isolierstoffklasse (F–H), Betriebstemperatur (-20–80 °C), Betriebsdruck (1,0–1,6 MPa), Werkstoffgüte (20CrMnTi–42CrMo) und Gewicht (5–200 kg). Diese Werte sind Referenzbereiche und müssen für das spezifische Modell und die Anwendung verifiziert werden. Normen wie IEC 60034-1, ISO 21940-11, ISO 1302, IEC 60085 und GB/T 3077 werden als Referenz für Prüfung und Verifizierung herangezogen. Bestätigen Sie modellspezifische Werte und Normen stets mit dem Hersteller oder Lieferanten.

Funktionsprinzip

Bei Elektromotoren arbeitet der Rotor durch elektromagnetische Induktion oder Permanentmagnete, die mit dem Magnetfeld des Stators interagieren, um Rotationskraft zu erzeugen. Bei Hydraulikmotoren nutzt die Rotorgruppe unter Druck stehendes Hydraulikfluid, das auf rotierende Elemente (Zahnräder, Flügel, Kolben) wirkt und durch Fluidverdrängung und Druckdifferenzen Drehmoment erzeugt. Der Rotor wandelt Energie in mechanische Bewegung um und treibt die angeschlossene Last an.

Technische Parameter

Technische Parameter
ParameterTypischer BereichHinweise & Auswahlkriterien
Nennleistung0.75–250 kWSelect based on load torque and speed.IEC 60034-1
Nenndrehzahl750–3000 rpmHigher speed reduces torque for same power.IEC 60034-1
Rotordurchmesser50–500 mmAffects torque and inertia.
Rotarlänge80–800 mmDetermines power density and axial space.
AuswuchtgüteG2.5–G6.3Higher grade (lower number) for high-speed operation.ISO 21940-11
Exzentrizität0.02–0.10 mmTighter tolerance reduces vibration and noise.
OberflächenrauheitRa 0.8–1.6 μmAffects fit and fatigue life.ISO 1302
IsolierstoffklasseF–HDetermines maximum winding temperature.IEC 60085
Betriebstemperatur-20–80 °CExceeding range may degrade insulation or lubrication.
Werkstoffgüte20CrMnTi–42CrMoSelect for strength and wear resistance.GB/T 3077
Gewicht5–200 kgAffects handling and dynamic response.

Die Bereiche sind branchenübliche Richtwerte zur Angebotsvorbereitung und keine Zusage des Lieferanten. Bestätigen Sie jeden Wert und jede Norm vor der Bestellung beim rechtlichen Hersteller.

Hauptmaterialien

Elektroblechlamellen Kupferwicklungen Permanentmagnete (für einige elektrische Typen) Legierter Stahl Gusseisen

Komponenten / BOM

Components / BOM
  • Rotorblechpaket
    Bildet den magnetischen Flusspfad und die strukturelle Trägerfunktion für Wicklungen oder Magnete in elektrischen Rotoren oder formt die Verdrängerkammern in hydraulischen Rotoren
    Material: Elektroblech-Laminate oder legierter Stahl
  • Wicklungen (elektrisch)
    Leiten elektrischen Strom, um elektromagnetische Felder in Induktionsmotoren zu erzeugen
    Material: Kupfer oder Aluminium
  • Welle
    Überträgt das Drehmoment vom Rotor auf die angetriebene Last und bietet eine Montageschnittstelle
    Material: Legierter Stahl
  • Lager
    Unterstützt den Rotoraufbau und ermöglicht eine reibungsarme Drehung
    Material: Stahl mit verschiedenen Beschichtungen
  • Ausgleichsgewichte
    Gegen Unwuchten wirken, um einen ruhigen Lauf bei hohen Drehzahlen zu gewährleisten
    Material: Stahl oder Blei
  • Permanentmagnete
    Bereitstellung des Rotorfeldes bei PM-Maschinen anstelle von Wicklungen.
  • Schaufeln
    Nehmen Sie den Fluiddruck bei hydraulischen Rotorgruppen mit Flügelzellen auf.
  • Kolben
    Nehmen Sie den Fluiddruck bei hydraulischen Rotorgruppen mit Kolben auf.

FMEA · Fehleranalyse

Ursache → Fehlermodus → Engineering-Maßnahme

Lagerschmierungsdegradation unter ISO VG 32 Viskosität bei 40 °C Radiale Schwingung über 4,5 mm/s RMS bei 2× Rotationsfrequenz Druckumlaufschmiersystem mit 0,1 μm Filtration und 60 °C Temperaturregelung
Unausgeglichene magnetische Zugkraft über 15 % des Rotorgewichts aufgrund von 0,3 mm Luftspaltexzentrizität Stator-Rotor-Kontakt bei 0,05 mm Spalt mit 120 dB(A) Schallemission Aktives Magnetlagersystem mit 10 μm Positionsregelung und 1000 Hz Bandbreite

Technische Bewertung

Betriebsbereich
Betriebsbereich
Elektrisch: 0,1-1000 Nm Drehmoment, 500-18000 U/min; Hydraulisch: 5-350 bar Druck, 100-3000 U/min
Belastungs- und Ausfallgrenzen
Elektrisch: Isolationsdurchschlag bei 25 kV/mm Durchschlagsfestigkeit; Hydraulisch: Dichtungsversagen bei 0,5 mm radialem Spiel
Elektrisch: Wirbelstromverluste über 3 W/kg bei 50 Hz; Hydraulisch: Kavitation bei Dampfdruck <0,023 bar absolut
Fertigungskontext
Rotor (elektrisch) / Rotorgruppe (hydraulisch) wird innerhalb von Maschinen- und Anlagenbau nach Material, Prozessfenster und Prüfanforderungen bewertet.

Weitere Produktbezeichnungen

Armature rotor group Runner

Taxonomie und Suchbegriffe

Suchbegriffe, Aliase und technische Bezeichnungen für diesen CNFX Datensatz.

Anwendungen / Eingebaute Systeme

Dieses Teil oder Produkt erscheint in den folgenden Systemen und Maschinen.

Industrielles Ökosystem und Lieferkette

Eignung und Auslegungsdaten

Betriebsgrenzen
Betriebsdruck:N/A (elektrisch), Bis zu 350 bar (hydraulisch)
Weitere Spezifikationen:Max. Drehzahl: 20.000 U/min (elektrisch), Durchflussrate: 0,5-500 l/min (hydraulisch), Feststoffkonzentration in Suspension: <5 % Gewichtsanteil
Betriebstemperatur:-40 °C bis 150 °C (elektrisch), -20 °C bis 120 °C (hydraulisch)
Montage- und Anwendungskompatibilität
Reines Hydrauliköl (ISO VG 32-68)Industrielle Wasser-Glykol-FluideSynthetische esterbasierte Schmierstoffe
Nicht geeignet: Abrasive Suspensionen mit >5 % Feststoffen oder korrosive Chemikalien
Auslegungsdaten
  • Erforderliches Drehmoment/Leistungsabgabe (Nm oder kW)
  • Betriebsdrehzahlbereich (U/min)
  • Systemdruck/Spannung (bar oder V)

Zuverlässigkeits- und Risikoanalyse

Ausfallmodus und Ursache
Lagerdegradation
Ursache: Unzureichende Schmierung, Kontaminationseintritt oder Fehlausrichtung, die zu erhöhter Reibung, Überhitzung und schließlich zu Fressen oder Ausbröckelung führt.
Unwucht oder mechanische Ermüdung
Ursache: Materialfehler, ungleichmäßiger Verschleiß oder Fremdkörperschäden, die Vibrationen, Spannungskonzentrationen und potenziell Wellenrisse oder Schaufelbruch verursachen.
Wartungsindikatoren
  • Übermäßige Vibration oder ungewöhnliches Klopfen/Rumpeln während des Betriebs
  • Überhitzung, erkannt durch Thermografie oder abnormalen Temperaturanstieg an Lagergehäusen
Technische Hinweise
  • Implementieren Sie präzise Ausrichtung und dynamisches Auswuchten während der Installation/Überholung und nutzen Sie Zustandsüberwachung (Schwingungsanalyse, Ölanalyse) für vorausschauende Instandhaltung.
  • Sorgen Sie für eine ordnungsgemäße Filtration und Schmierung, einschließlich geplanter Ölwechsel und Kontaminationskontrolle, um Lager und Innenflächen zu schützen.

Konformität und Fertigungsnormen

Referenznormen
ISO 1940-1:2003 (Anforderungen an die Auswuchtgüte für Rotoren im starren Zustand)ANSI/HI 9.6.4-2016 (Rotodynamische Pumpen für hydraulische Leistungstests)DIN EN 60034-1:2010 (Drehende elektrische Maschinen - Bemessung und Betriebsverhalten)
Fertigungsgenauigkeit
  • Bohrungsdurchmesser: +/-0,01 mm
  • Laufabweichung: maximal 0,05 mm
Qualitätsprüfung
  • Magnetpulverprüfung (MPI) für Oberflächendefekte
  • Dynamischer Auswuchttest nach ISO 1940-1 Gütegrad G2.5

Hersteller von Rotor (elektrisch) / Rotorgruppe (hydraulisch)

Herstellerprofile mit passender Produktionsfähigkeit in China.

Die Herstellerliste dient der Vorrecherche und Einordnung von Fertigungskapazitäten. Sie ist keine Zertifizierung, kein Ranking und keine Transaktionsgarantie.

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Beispielhafte Bewertungskriterien aus Einkaufsprozessen

Keine Kundenbewertung und keine Echtzeitdaten. Die Werte zeigen typische Prüfkriterien in RFQ- und Lieferantenbewertungsprozessen.

Technische Dokumentation
4/5
Fertigungsfähigkeit
4/5
Prüfbarkeit
5/5
Lieferantentransparenz
3/5

Die Kriterien dienen als Orientierung für technische Einkaufsprüfungen. Konkrete Kunden, Länder, Bewertungsdaten oder Live-Nachfragen werden nur angezeigt, wenn entsprechende belastbare Daten vorliegen.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem elektrischen Rotor und einer hydraulischen Rotorgruppe?

Ein elektrischer Rotor wandelt elektrische Energie durch elektromagnetische Wechselwirkung in mechanische Rotation um, während eine hydraulische Rotorgruppe hydraulischen Druck durch Fluidverdrängung in Rotation umwandelt. Beide dienen als rotierender Kern in ihren jeweiligen Motortypen.

Welche Materialien werden üblicherweise für Rotoren verwendet?

Häufige Materialien umfassen Elektrobandlamellen, Kupferwicklungen, Permanentmagnete (für einige elektrische Typen), legierter Stahl und Gusseisen. Die Materialauswahl hängt von Anforderungen wie Festigkeit, Verschleißfestigkeit und magnetischen Eigenschaften ab.

Wie wähle ich den richtigen Rotor für meine Anwendung aus?

Berücksichtigen Sie Parameter wie Nennleistung, Drehzahl, Rotordurchmesser und -länge, Auswuchtgüte, Exzentrizität, Oberflächenrauheit, Isolierstoffklasse, Betriebstemperatur und -druck, Werkstoffgüte und Gewicht. Diese Werte müssen für die spezifische Anwendung verifiziert und mit dem Hersteller bestätigt werden.

Welche Normen gelten für die Prüfung und Verifizierung von Rotoren?

Relevante Normen umfassen IEC 60034-1 für Leistung und Drehzahl, ISO 21940-11 für Auswuchten, ISO 1302 für Oberflächenrauheit, IEC 60085 für Isolierstoffklassen und GB/T 3077 für Werkstoffgüten. Diese dienen als Referenz für Beschaffung und Verifizierung, nicht als Nachweis der Konformität.

Kann ich Hersteller direkt kontaktieren?

CNFX ist ein offenes Verzeichnis, keine Handelsplattform und kein Beschaffungsagent. Herstellerprofile und Formulare helfen bei der Vorbereitung des direkten Kontakts.

CNFX Industrial Index v2.6.09 · Maschinen- und Anlagenbau

Datenbasis

CNFX-Herstellerprofile, technische Klassifikation, öffentlich verfügbare Produktinformationen und fortlaufende Plausibilitätsprüfung.

Vorläufige technische Einordnung
Diese Seite dient der strukturierten Vorbereitung von Recherche, RFQ und Lieferantenbewertung. Sie ersetzt keine Lieferantenqualifizierung, keine Normenprüfung und keine technische Freigabe durch den Käufer.
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CNFX ist ein Verzeichnis. Wir nehmen keinen Anteil an Aufträgen und verhandeln nicht im Namen eines Lieferanten.
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