Strukturierte Fertigungsdaten · 2026

Dieselpartikelfilter (DPF)

Auf Basis strukturierter CNFX-Herstellerprofile wird Dieselpartikelfilter (DPF) im Bereich Kraftfahrzeugherstellung anhand von Standardkonfiguration bis Schwerlastanforderung eingeordnet.

Technische Definition und Kernbaugruppe

Ein typisches Dieselpartikelfilter (DPF) wird durch die Baugruppe aus Filtersubstrat und Katalytische Beschichtung beschrieben. Für industrielle Anwendungen werden Materialauswahl, Fertigungsprozess und Prüfbarkeit gemeinsam bewertet.

Eine Abgasnachbehandlungsvorrichtung, die Dieselpartikel (Ruß) aus den Abgasen von Dieselmotoren einfängt und entfernt.

Technische Definition

Eine kritische Emissionskontrollkomponente in den Abgassystemen von Untertage-Lademaschinen (LHD), die Partikel (PM) aus der Dieselverbrennung einfängt und oxidiert, um schädliche Emissionen in geschlossenen Untertagebergbauumgebungen zu reduzieren, um gesetzliche Standards zu erfüllen und die Luftqualität zu verbessern.

Funktionsprinzip

Abgase strömen durch ein poröses keramisches oder metallisches Filtersubstrat mit Wabenstruktur. Partikel werden physikalisch an den Filterwänden zurückgehalten. Periodisch wird angesammelter Ruß durch einen Regenerationsprozess (entweder passiv über Abgaswärme oder aktiv über Kraftstoffeinspritzung) abgebrannt, um ihn in Kohlendioxid umzuwandeln und den Filter für den weiteren Betrieb zu reinigen.

Hauptmaterialien

Cordierit-Keramik Siliziumkarbid Edelstahlgehäuse

Komponenten / BOM

Components / BOM
  • Filtersubstrat
    Primäres Filterelement zur Rückhaltung von Partikeln
    Material: Cordierit-Keramik oder Siliziumkarbid
  • Katalytische Beschichtung
    Senkt die Oxidationstemperatur von eingeschlossenem Ruß zur Regeneration
    Material: Platin/Palladium-Katalysator
  • Gehäuse
    Schützendes Außengehäuse, das das Filterelement enthält
    Material: Edelstahl
  • Drucksensoren
    Überwachen des Differenzdrucks zur Bestimmung des Rußbeladungsgrads
    Material: Edelstahl mit elektronischen Bauteilen

FMEA · Fehleranalyse

Ursache → Fehlermodus → Engineering-Maßnahme

Unvollständige Regenerationszyklen aufgrund unzureichender Abgastemperatur (<550°C) während Stadtfahrzyklen Ascheakkumulation über 80% des Filtervolumens, die dauerhafte Strömungsrestriktion verursacht Integrierte Temperatursensoren mit aktivem Regenerationskontrollalgorithmus, der bei 45% Aschebeladung auslöst
Thermoschock durch schnellen Temperaturanstieg über 200°C/Minute während erzwungener Regeneration Rissbildung im keramischen Substrat aufgrund thermischer Spannung, die die Bruchzähigkeit überschreitet (2,5 MPa·m¹/² für Cordierit) Allmähliche Temperaturrampensteuerung mit maximaler Rate von 100°C/Minute und Vorwärmphase

Technische Bewertung

Betriebsbereich
Betriebsbereich
0-1000°C Abgastemperatur, 0-500 mbar Differenzdruck
Belastungs- und Ausfallgrenzen
650°C anhaltende Temperatur für >30 Minuten, die Substratschmelzen verursacht, oder 1000 mbar Differenzdruck, der strukturellen Kollaps verursacht.
Thermische Degradation des Cordierit-Substrats bei Temperaturen über seinem Schmelzpunkt (1460°C für reines Cordierit, aber Degradation beginnt bei 650°C aufgrund von Phasenänderungen) und mechanisches Versagen durch übermäßigen Differenzdruck, der die Streckgrenze des Edelstahlgehäuses überschreitet (typisch 205 MPa für 304 Edelstahl).
Fertigungskontext
Dieselpartikelfilter (DPF) wird innerhalb von Kraftfahrzeugherstellung nach Material, Prozessfenster und Prüfanforderungen bewertet.

Weitere Produktbezeichnungen

DPF Diesel Particulate Trap

Taxonomie und Suchbegriffe

Suchbegriffe, Aliase und technische Bezeichnungen für diesen CNFX Datensatz.

Anwendungen / Eingebaute Systeme

Dieses Teil oder Produkt erscheint in den folgenden Systemen und Maschinen.

Eignung und Auslegungsdaten

Betriebsgrenzen
Traglast:Max. 50 kPa Differenzdruck, typisch 10-30 kPa
Verstellbereich / Reichweite:0,5-10 m³/s abhängig von der Motorgröße
Einsatztemperatur:200-650°C (Betrieb), bis zu 1000°C während der Regeneration
soot loading capacity:5-40 g/L Filtervolumen
Montage- und Anwendungskompatibilität
Cordierit-KeramiksubstratSiliziumkarbid (SiC)-SubstratMetallfasersubstrate
Nicht geeignet: Umgebungen mit hochschwefelhaltigem Kraftstoff (>500 ppm Schwefel)
Auslegungsdaten
  • Motorbubvolumen und Nennleistung (L/kW)
  • Abgasvolumenstrom (m³/h)
  • Ziel-Partikelmassenreduktionseffizienz (%)

Zuverlässigkeits- und Risikoanalyse

Ausfallmodus und Ursache
Ascheakkumulation und Verstopfung
Cause: Unvollständige Regenerationszyklen aufgrund niedriger Abgastemperaturen durch häufige Kurzstreckenfahrten oder Leerlauf, kombiniert mit Ölverbrauch durch Motorverschleiß oder minderwertige Kraftstoffadditive, die nicht brennbare Ascheablagerungen hinterlassen, die die Filterporen physisch blockieren.
Thermische Rissbildung und Schmelzen
Cause: Übermäßige Temperaturen während erzwungener Regeneration (oft durch fehlerhafte Sensoren, Einspritzprobleme oder unsachgemäße manuelle Regenerationsverfahren), die die thermischen Grenzen des keramischen Substrats überschreiten und thermische Spannungsrisse oder vollständigen Strukturversagen verursachen.
Wartungsindikatoren
  • Anhaltende Warnleuchte im Armaturenbrett (z.B. DPF/Motorkontrollleuchte) mit merklichem Leistungsverlust oder erhöhtem Kraftstoffverbrauch
  • Sichtbarer schwarzer oder grauer Rauch aus dem Auspuff während der Beschleunigung (zeigt Umgehung oder schwere Verstopfung an) oder hörbares Pfeifen/Zischen aus dem Abgassystem unter Last
Technische Hinweise
  • Sicherstellen regelmäßiger Autobahnfahrten (dauerhaft >65 km/h für 20+ Minuten), um passive Regeneration zu ermöglichen und Ruß vor der Ascheverhärtung abzubrennen; Differenzdrucksensoren überwachen, um Reinigungen vor kritischer Verstopfung zu planen.
  • Nur aschearme Motoröle (API CK-4/FA-4 Spezifikationen) und hochwertigen Dieselkraftstoff verwenden; datenprotokollierte Regenerationszyklen mit Infrarot-Thermografie durchführen, um Temperaturgleichmäßigkeit zu überprüfen und lokale Überhitzungsschäden zu verhindern.

Compliance & Manufacturing Standards

Reference Standards
ISO 16183:2002 (Schwermotoren - Messung gasförmiger und partikelförmiger Abgasemissionen)ASTM D6217-18 (Standardtestverfahren für Partikelfiltermedienleistung unter Verwendung eines laborerzeugten Aerosols)EG 2007/46/EG (EU-Typgenehmigung für ganze Fahrzeuge bezüglich Emissionen)
Manufacturing Precision
  • Zellwandstärke: +/-0,05 mm
  • Gesamtabmaßtoleranz: +/-1,0 mm pro 100 mm Länge
Quality Inspection
  • Differenzdrucktest (zur Überprüfung der Strömungseigenschaften und Erkennung von Blockaden)
  • Thermoschocktest (zur Bewertung der strukturellen Integrität unter schnellen Temperaturwechseln)

Hersteller, die dieses Produkt fertigen

Herstellerprofile mit passender Produktionsfähigkeit in China.

Die Herstellerliste dient der Vorrecherche und Einordnung von Fertigungskapazitäten. Sie ist keine Zertifizierung, kein Ranking und keine Transaktionsgarantie.

Beispielhafte Bewertungskriterien aus Einkaufsprozessen

Keine Kundenbewertung und keine Echtzeitdaten. Die Werte zeigen typische Prüfkriterien in RFQ- und Lieferantenbewertungsprozessen.

Technische Dokumentation
4/5
Fertigungsfähigkeit
4/5
Prüfbarkeit
5/5
Lieferantentransparenz
3/5

Die Kriterien dienen als Orientierung für technische Einkaufsprüfungen. Konkrete Kunden, Länder, Bewertungsdaten oder Live-Nachfragen werden nur angezeigt, wenn entsprechende belastbare Daten vorliegen.

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Häufige Fragen

Wie oft sollte ein Dieselpartikelfilter ausgetauscht werden?

DPFs halten typischerweise 160.000–240.000 km, erfordern jedoch regelmäßige Regenerationszyklen. Die Austauschhäufigkeit hängt von den Fahrbedingungen, der Wartung und der Regenerationseffizienz ab.

Was verursacht eine Verstopfung des DPF und wie kann sie verhindert werden?

Verstopfung entsteht durch angesammelten Ruß aufgrund unzureichender Regeneration, Kurzstreckenfahrten oder minderwertigen Kraftstoffs. Vorbeugung umfasst regelmäßige Autobahnfahrten für passive Regeneration und die Verwendung von qualitativ hochwertigem Dieselkraftstoff und AdBlue®.

Kann ein beschädigter DPF die Fahrzeugleistung beeinträchtigen?

Ja, ein verstopfter oder beschädigter DPF verursacht reduzierte Motorleistung, erhöhten Kraftstoffverbrauch und potenzielle Motorkontrollleuchten aufgrund eingeschränkter Abgasströmung und Gegendruckproblemen.

Kann ich Hersteller direkt kontaktieren?

CNFX ist ein offenes Verzeichnis, keine Handelsplattform und kein Beschaffungsagent. Herstellerprofile und Formulare helfen bei der Vorbereitung des direkten Kontakts.

CNFX Industrial Index v2.6.05 · Kraftfahrzeugherstellung

Datenbasis

CNFX-Herstellerprofile, technische Klassifikation, öffentlich verfügbare Produktinformationen und fortlaufende Plausibilitätsprüfung.

Vorläufige technische Einordnung
Diese Seite dient der strukturierten Vorbereitung von Recherche, RFQ und Lieferantenbewertung. Sie ersetzt keine Lieferantenqualifizierung, keine Normenprüfung und keine technische Freigabe durch den Käufer.

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