Strukturierte Fertigungsdaten · 2026

Kippmulde

Auf Basis strukturierter CNFX-Herstellerprofile wird Kippmulde im Bereich Kraftfahrzeugherstellung anhand von Nutzlast bis Kasteninhalt eingeordnet.

Technische Definition und Kernbaugruppe

Ein typisches Kippmulde wird durch die Baugruppe aus Boden und Seitenwände beschrieben. Für industrielle Anwendungen werden Materialauswahl, Fertigungsprozess und Prüfbarkeit gemeinsam bewertet.

Der Hauptladeraum eines Kipper-LKWs, der zum Entladen von Materialien kippt.

Technische Definition

Die Kippmulde ist die primäre strukturelle Komponente eines Kipper-LKWs, konstruiert als großer, offener Behälter, der auf dem Fahrgestell montiert ist. Ihre Kernfunktion besteht darin, Schüttgüter wie Sand, Kies, Erde oder Abbruchmaterial zu transportieren und zu enthalten. Sie wird hydraulisch betätigt, um am vorderen Ende angehoben zu werden, sodass die Ladung beim Kippen nach hinten herausgleitet. Die Kippmulde besteht aus hochfestem Stahl und ist so konstruiert, dass sie schweren Lasten und abrasiven Materialien standhält. Typische Nutzlastkapazitäten liegen zwischen 20 und 50 Tonnen, mit einem Muldenvolumen von 15 bis 30 Kubikmetern. Die Bodenblechdicke beträgt üblicherweise 8 bis 12 mm, während die Seitenwände mit 6 bis 8 mm dünner sind und oft mit Verstärkungsrippen versehen werden. Häufig verwendete Materialgüten sind Q345B bis Q550D gemäß GB/T 1591, die eine höhere Streckgrenze für Gewichtsreduzierung bieten. Der Kippwinkel liegt typischerweise zwischen 45 und 55 Grad und muss den Böschungswinkel des Materials überschreiten, um eine vollständige Entleerung zu gewährleisten. Die Betriebstemperatur reicht von -40°C bis 85°C und beeinflusst die Stahlzähigkeit und die Viskosität der Hydraulikflüssigkeit. Der maximale Hydraulikdruck beträgt 16 bis 25 MPa und bestimmt die Größe des Hubzylinders und die Pumpenleistung. Das Leergewicht liegt zwischen 3 und 8 Tonnen und beeinflusst das Nutzlast-Gewichts-Verhältnis und den Kraftstoffverbrauch. Die Gesamtabmessungen variieren, wobei die Länge zwischen 5000 und 8000 mm liegt, während Breite und Höhe vom Fahrgestell abhängen. Diese Werte sind Referenzbereiche des Verzeichnisses und müssen für das spezifische Modell und die Anwendung bestätigt werden. Bitte verifizieren Sie modellspezifische Werte und Normen mit dem Hersteller oder Lieferanten.

Funktionsprinzip

Die Kippmulde ist hinten am Unterrahmen des LKWs angelenkt. Ein Hydraulikzylinder, typischerweise zwischen Fahrgestell und Vorderseite der Mulde montiert, fährt aus und drückt die Vorderseite der Mulde nach oben. Dadurch entsteht ein Kippwinkel, der die Schwerkraft nutzt, um das lose Material durch die hintere Öffnung oder die Heckklappe herausrutschen zu lassen. Das Hydrauliksystem arbeitet in einem Druckbereich von 16 bis 25 MPa, und der Kippwinkel wird typischerweise auf 45 bis 55 Grad eingestellt, um eine vollständige Entleerung zu gewährleisten. Das hintere Scharnier und der Hydraulikzylinder müssen ordnungsgemäß gewartet werden, um einen sicheren und effizienten Betrieb zu gewährleisten.

Technische Parameter

Technische Parameter
ParameterTypischer BereichHinweise & Auswahlkriterien
Nutzlast20–50 tDetermines truck class and chassis requirement.
Kasteninhalt15–30 Heaped volume; affects load density and material type.
Bodenblechdicke8–12 mmThicker floor for abrasive materials like rock.
Seitenwanddicke6–8 mmThinner than floor; can be reinforced with ribs.
WerkstoffgüteQ345B–Q550DHigher yield strength for weight reduction.GB/T 1591
Kippwinkel45–55 °Must exceed material repose angle for full discharge.
Betriebstemperatur-40–85 °CAffects steel toughness and hydraulic fluid viscosity.
Max. Hydraulikdruck16–25 MPaDetermines hoist cylinder size and pump rating.
Leergewicht3–8 tAffects payload-to-weight ratio and fuel economy.
Außenmaße5000–8000 mmLength; width and height vary with chassis.

Die Bereiche sind branchenübliche Richtwerte zur Angebotsvorbereitung und keine Zusage des Lieferanten. Bestätigen Sie jeden Wert und jede Norm vor der Bestellung beim rechtlichen Hersteller.

Hauptmaterialien

Hochfester Stahl

Komponenten / BOM

Components / BOM
  • Boden
    Bildet die Basis des Containers und trägt direkt die Last. Oft verstärkt und geneigt, um den Materialfluss beim Kippen zu unterstützen.
    Material: Hochfeste Stahlplatte
  • Seitenwände
    Dienen zur Materialaufnahme während des Transports. Können obere Schienen zur Erhöhung der strukturellen Steifigkeit enthalten.
    Material: Hochfeste Stahlblechplatte
  • Kopfbrett
    Die vordere Wand des Aufbaus, die während des Hubzyklus erhebliche Belastungen trägt.
    Material: Hochfeste Stahlblech
  • Heckklappe
    Die hintere Klappe, die die Ladung während des Transports sichert und sich (manuell oder hydraulisch) zum Entladen öffnet. Kann eine einfache Scharnierklappe oder eine komplexere Scheunentor-Ausführung sein.
    Material: Hochfester Stahlblech
  • Scharnierbolzen und -winkel
    Bietet die schwenkbare Verbindung zwischen der Kippmulde und dem Unterrahmen des LKWs am Heck, um das Kippen der Mulde zu ermöglichen.
    Material: Schmiedestahl
  • Hubzylinder-Montagewinkel
    Verstärkte Strukturen am Fahrgestell-Unterrahmen oder Kopfbrett, an denen der hydraulische Hubzylinder befestigt wird.
    Material: Hochfester Stahl

FMEA · Fehleranalyse

Ursache → Fehlermodus → Engineering-Maßnahme

Spannungskonzentrationsfaktor von 3,2 bei scharfen Eckradien (<5 mm) in der Gelenkbrackenkonstruktion Rissinitiierung und -ausbreitung an Gelenkmontagepunkten, die zu struktureller Trennung führen Implementierung von Ausrundungsradien ≥15 mm mit Validierung durch Finite-Elemente-Analyse, Einsatz von Kugelstrahlen zur Erzeugung von Druckeigenspannungen von -300 MPa
Hydraulikflüssigkeitsverschmutzung, die den Reinheitsgrad ISO 4406 18/16/13 überschreitet Blockieren des Wegeventils und Extrusion der Zylinderdichtung, die zu unkontrolliertem Entleeren führt Einbau einer 3-μm-Absolutfilterung mit Differenzdrucküberwachung, Implementierung der Fluidreinheitsstandards SAE AS4059 Klasse 4

Technische Bewertung

Betriebsbereich
Betriebsbereich
0-70° Kippwinkel, 0-50 MPa Hydraulikdruck, -40 °C bis 120 °C Umgebungstemperatur
Belastungs- und Ausfallgrenzen
Überschreitung der Materialstreckgrenze bei 550 MPa für Baustahl, 60° Kippwinkel, der eine Schwerpunktverlagerung über die Radstandbasis hinaus verursacht, Hydraulikzylinderdruck über 55 MPa
Hochzyklische Ermüdung durch zyklische Belastung an Spannungskonzentrationen nahe Gelenkpunkten, plastische Verformung durch Überlastung jenseits der Streckgrenze, Spannungsrisskorrosion in Schweißzonen durch Chlorideinwirkung
Fertigungskontext
Kippmulde wird innerhalb von Kraftfahrzeugherstellung nach Material, Prozessfenster und Prüfanforderungen bewertet.

Weitere Produktbezeichnungen

Tipper Body Dump Bed Hopper Body

Taxonomie und Suchbegriffe

Suchbegriffe, Aliase und technische Bezeichnungen für diesen CNFX Datensatz.

Anwendungen / Eingebaute Systeme

Dieses Teil oder Produkt erscheint in den folgenden Systemen und Maschinen.

Eignung und Auslegungsdaten

Betriebsgrenzen
Betriebsdruck:N/V (strukturelle Traglast, nicht druckbeaufschlagt)
Durchflussrate:N/A
Betriebstemperatur:-40 °C bis 80 °C (Betriebstemperaturbereich für Standard-Stahlmulden)
Montage- und Anwendungskompatibilität
Schüttgüter (Kies, Sand)BauschuttLandwirtschaftliche Materialien (Getreide, Erde)
Nicht geeignet: Korrosive Chemikalien oder hochabrasive Schlämme ohne spezielle Auskleidung
Auslegungsdaten
  • Nutzlastkapazität (Tonnen)
  • Fahrgestellabmessungen und zulässige Gesamtmasse (zGM)
  • Primärer Materialtyp und Dichte

Zuverlässigkeits- und Risikoanalyse

Ausfallmodus und Ursache
Abrasive Erosion
Ursache: Kontinuierliche Einwirkung abrasiver Materialien (z.B. Steine, Sand, Erz) während der Belade-/Entladezyklen, die zu einer Ausdünnung und Perforation der Stahlbleche führt, insbesondere in Aufprallzonen und an Ecken.
Ermüdungsrissbildung
Ursache: Zyklische Belastung durch wiederholte Kipp-/Beladevorgänge, verstärkt durch strukturelle Überlastung, schlechte Schweißnahtqualität oder Spannungskonzentrationen an Gelenkpunkten und Verstärkungsverbindungen, die im Laufe der Zeit zu Rissfortschritt führen.
Wartungsindikatoren
  • Sichtbare Risse oder Verformungen an Gelenkhalterungen, Seitenwänden oder Bodenblechen, die auf strukturelle Ermüdung hindeuten.
  • Ungewöhnliche Schleif- oder Schabgeräusche beim Kippvorgang, die auf Fehlausrichtung, verschlissene Buchsen oder eingeklemmte Fremdkörper in den Mechanismen hindeuten.
Technische Hinweise
  • Einführung eines regelmäßigen Inspektions- und Austauschprogramms für Liner in hochbeanspruchten Bereichen (z.B. Boden und Aufprallzonen) unter Verwendung von verschleißfestem Stahl oder Verbundwerkstoffauflagen zur Reduzierung der Erosion.
  • Einhaltung strikter Belastungsgrenzen und ausgewogener Beladepraktiken zur Minimierung ungleichmäßiger Spannungen sowie regelmäßige zerstörungsfreie Prüfungen (z.B. Ultraschall- oder Eindringprüfung) an Schweißnähten und kritischen Verbindungen zur Früherkennung von Rissen.

Konformität und Fertigungsnormen

Referenznormen
ASTM A48/A48M-19 Standard-Spezifikation für Grauguss
Fertigungsgenauigkeit
  • Bohrungsdurchmesser: +/-0,05mm
  • Ebenheit: 0,15mm pro 300mm
Qualitätsprüfung
  • Maßprüfung mit Koordinatenmessgerät
  • Magnetpulverprüfung

Hersteller von Kippmulde

Herstellerprofile mit passender Produktionsfähigkeit in China.

Die Herstellerliste dient der Vorrecherche und Einordnung von Fertigungskapazitäten. Sie ist keine Zertifizierung, kein Ranking und keine Transaktionsgarantie.

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Beispielhafte Bewertungskriterien aus Einkaufsprozessen

Keine Kundenbewertung und keine Echtzeitdaten. Die Werte zeigen typische Prüfkriterien in RFQ- und Lieferantenbewertungsprozessen.

Technische Dokumentation
4/5
Fertigungsfähigkeit
4/5
Prüfbarkeit
5/5
Lieferantentransparenz
3/5

Die Kriterien dienen als Orientierung für technische Einkaufsprüfungen. Konkrete Kunden, Länder, Bewertungsdaten oder Live-Nachfragen werden nur angezeigt, wenn entsprechende belastbare Daten vorliegen.

LieferketteVerwandte Produkte und Komponenten

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Eine automatisierte Montagelinie ist ein Produktionssystem, das automatisierte Maschinen und Steuerungssysteme verwendet, um Komponenten ohne kontinuierliche menschliche Eingriffe zu Endprodukten zusammenzusetzen.

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Häufige Fragen

Aus welchen Materialien werden Kippmulden typischerweise hergestellt?

Kippmulden bestehen üblicherweise aus hochfestem Stahl, mit Materialgüten wie Q345B bis Q550D gemäß GB/T 1591. Der Boden ist dicker (8-12 mm), um Abrieb zu widerstehen, während die Seitenwände dünner sind (6-8 mm) und mit Rippen verstärkt werden können.

Wie funktioniert der Kippmechanismus?

Die Kippmulde ist hinten angelenkt. Ein Hydraulikzylinder drückt die Vorderseite nach oben, wodurch ein Kippwinkel (typischerweise 45-55 Grad) entsteht, der das Material durch Schwerkraft herausgleiten lässt. Das Hydrauliksystem arbeitet mit Drücken von 16-25 MPa.

Was ist die typische Nutzlastkapazität einer Kippmulde?

Die Nutzlastkapazität liegt typischerweise zwischen 20 und 50 Tonnen, abhängig von Fahrzeugklasse und Fahrgestell. Das Muldenvolumen beträgt üblicherweise 15 bis 30 Kubikmeter, und das Leergewicht liegt bei 3 bis 8 Tonnen.

Welche Faktoren beeinflussen die Auswahl einer Kippmulde?

Wichtige Faktoren sind Nutzlast, Muldenvolumen, Materialart (Abrasivität), Betriebstemperatur und Hydraulikdruck. Der Kippwinkel muss den Böschungswinkel des Materials überschreiten, um eine vollständige Entleerung zu gewährleisten. Verifizieren Sie die Spezifikationen immer mit dem Hersteller.

Kann ich Hersteller direkt kontaktieren?

CNFX ist ein offenes Verzeichnis, keine Handelsplattform und kein Beschaffungsagent. Herstellerprofile und Formulare helfen bei der Vorbereitung des direkten Kontakts.

CNFX Industrial Index v2.6.09 · Kraftfahrzeugherstellung

Datenbasis

CNFX-Herstellerprofile, technische Klassifikation, öffentlich verfügbare Produktinformationen und fortlaufende Plausibilitätsprüfung.

Vorläufige technische Einordnung
Diese Seite dient der strukturierten Vorbereitung von Recherche, RFQ und Lieferantenbewertung. Sie ersetzt keine Lieferantenqualifizierung, keine Normenprüfung und keine technische Freigabe durch den Käufer.
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