Strukturierte Fertigungsdaten · 2026

Vision-/Positioniersystem

Auf Basis strukturierter CNFX-Herstellerprofile wird Vision-/Positioniersystem im Bereich Maschinen- und Anlagenbau anhand von Auflösung bis Sichtfeld eingeordnet.

Technische Definition und Kernbaugruppe

Ein typisches Vision-/Positioniersystem wird durch die Baugruppe aus Industriekamera und Bildverarbeitungseinheit beschrieben. Für industrielle Anwendungen werden Materialauswahl, Fertigungsprozess und Prüfbarkeit gemeinsam bewertet.

Ein visionsbasiertes System, das die Greif- und Handhabungsvorgänge des Roboters identifiziert, lokalisiert und führt.

Vision-/Positioniersystem in einer industriellen Fertigungsumgebung
Repräsentative Produktabbildung. Aussehen und Spezifikationen mit dem Hersteller bestätigen.

Technische Definition

Das Vision-/Positioniersystem ist eine kritische Komponente des Kern-Greif- und Handhabungsroboters. Es integriert Kameras, Sensoren und Verarbeitungssoftware, um Zielobjekte visuell zu identifizieren, ihre genaue Position und Ausrichtung im 3D-Raum zu bestimmen und Echtzeit-Koordinatendaten an die Steuerung des Roboters zu liefern. Dies ermöglicht präzise, adaptive und automatisierte Pick-and-Place- und Manipulationsaufgaben. Das System ist für industrielle Umgebungen ausgelegt, mit einem Gehäuse aus Aluminiumlegierung, Linsen aus optischem Glas, Silizium-Sensorchips und Leiterplatten. Es arbeitet in einem Temperaturbereich von 0–50 °C und bietet Schutzarten von IP54 bis IP65, geeignet für staubige und nasse Bedingungen. Die Auflösung reicht von 0,01 bis 0,1 mm und ermöglicht die Erkennung feiner Merkmale. Das Sichtfeld umfasst 50–500 mm, der Arbeitsabstand beträgt 100–1000 mm. Die Positioniergenauigkeit wird mit ±0,02 bis ±0,1 mm angegeben, unter Bezugnahme auf ISO 9283 für Wiederholbarkeit. Die Zykluszeit für einen vollständigen Erkennungs- und Führungszyklus beträgt 0,5–2,0 Sekunden. Das System benötigt eine 24-V-DC-Versorgung (±10 %) und verbraucht je nach Kamera- und Beleuchtungskonfiguration 15–60 W. Zu den Kommunikationsschnittstellen gehören Ethernet/IP und PROFINET gemäß IEC 61158 für die Integration mit SPS und Robotersteuerungen. Das kombinierte Gewicht von Kamerakopf und Steuerung beträgt 1,5–5,0 kg. Die Beleuchtung arbeitet im sichtbaren Bereich bei 450–650 nm. Diese Parameter sind Referenzbereiche; die tatsächlichen Werte müssen mit dem Hersteller für spezifische Modelle und Anwendungen bestätigt werden. Das System ist eine Komponente, kein eigenständiges Produkt, und seine Leistung hängt von korrekter Integration und Kalibrierung ab.

Funktionsprinzip

Das System erfasst Bilder des Arbeitsbereichs mit Industriekameras. Bildverarbeitungsalgorithmen analysieren diese Bilder, um Zielobjekte anhand von Merkmalen wie Form, Farbe oder Markierungen zu erkennen. Mit Techniken wie Stereovision oder Lasertriangulation berechnet es die genauen 3D-Koordinaten (X, Y, Z) und die Rotation des Objekts. Diese Positionsdaten werden dann an die Robotersteuerung übertragen, um die Bewegung des Endeffektors für präzises Greifen und Handhaben zu führen.

Technische Parameter

Technische Parameter
ParameterTypischer BereichHinweise & Auswahlkriterien
Auflösung0.01–0.1 mmDetermines minimum detectable feature size
Sichtfeld50–500 mmArea covered by camera at working distance
Arbeitsabstand100–1000 mmDistance from lens to object
Positioniergenauigkeit±0.02–±0.1 mmOverall system repeatabilityISO 9283
Taktzeit0.5–2.0 sTime for one full detection and guidance cycle
Betriebstemperatur0–50 °CAmbient temperature range for reliable operation
SchutzartIP54–IP65Protection against dust and water jetsIEC 60529
Versorgungsspannung24 ±10% V DCStandard industrial power supply
Leistungsaufnahme15–60 WDepends on camera and lighting configuration
KommunikationsschnittstelleEthernet/IP, PROFINETFor integration with PLC and robot controllerIEC 61158
Gewicht1.5–5.0 kgCamera head and controller combined
Beleuchtungswellenlänge450–650 nmVisible light range for standard applications

Die Bereiche sind branchenübliche Richtwerte zur Angebotsvorbereitung und keine Zusage des Lieferanten. Bestätigen Sie jeden Wert und jede Norm vor der Bestellung beim rechtlichen Hersteller.

Hauptmaterialien

Aluminiumlegierung (Gehäuse) Optisches Glas (Linsen) Silizium (Sensorchip) Leiterplatte (Schaltkreisplatine)

Komponenten / BOM

Components / BOM
  • Industriekamera
    Erfasst hochauflösende Bilder der Zielobjekte und des Arbeitsbereichs.
    Material: Gehäuse aus Aluminium, Linsen aus optischem Glas, Sensor aus Silizium
  • Bildverarbeitungseinheit
    Führt Bildverarbeitungsalgorithmen aus, um Objekte zu identifizieren und deren Position zu berechnen.
    Material: Leiterplatte, Siliziumchips (CPU/GPU)
  • Beleuchtungsmodul
    Bietet gleichmäßige, gesteuerte Beleuchtung zur Sicherstellung klarer Bildaufnahme unter variierenden Bedingungen.
    Material: LED-Array, Aluminiumgehäuse, Polycarbonat-Streuscheibe
  • Linse
    Bündelt Licht auf den Kamerasensor, um ein klares Bild zu erzeugen.
    Material: Optisches Glas, Messingfassung

FMEA · Fehleranalyse

Ursache → Fehlermodus → Engineering-Maßnahme

Umgebungslichtintensität über 100.000 Lux, die zur Sensorsättigung führt Pixel-Blooming und Ladungsübersprechen auf benachbarte Photodioden Optische Neutraldichtefilter mit OD 3.0-Abschwächung, automatische Belichtungssteuerung mit 1 ms Ansprechzeit
Mechanische Vibration bei 120 Hz Resonanzfrequenz über 2 g RMS Linsenbrennebene-Verschiebung außerhalb der Schärfentiefe (DOF = 2u²Nλ/f²) Viskose Dämpfungsaufhängungen mit 0,7 kritischem Dämpfungsverhältnis, strukturelle Versteifung zur Verschiebung der Eigenfrequenz auf 250 Hz

Technische Bewertung

Betriebsbereich
Betriebsbereich
0,5-3,0 m Brennweite, ±0,1 mm Positioniergenauigkeit, 0,1-100 Lux Beleuchtungsbereich
Belastungs- und Ausfallgrenzen
Bildsensortemperatur über 85°C, Linsenverzerrung über 0,5% Kissen-/Tonnenverzeichnung, Signal-Rausch-Verhältnis unter 20 dB
Thermisches Rauschen in CMOS-Sensoren gemäß Johnson-Nyquist-Beziehung (σ² = kT/C), Wärmeausdehnungskoeffizienten-Diskrepanz von Linsenmaterialien (ΔL = αL₀ΔT), Photonenschrotrauschen gemäß Poisson-Statistik (σ = √N)
Fertigungskontext
Vision-/Positioniersystem wird innerhalb von Maschinen- und Anlagenbau nach Material, Prozessfenster und Prüfanforderungen bewertet.

Taxonomie und Suchbegriffe

Suchbegriffe, Aliase und technische Bezeichnungen für diesen CNFX Datensatz.

Anwendungen / Eingebaute Systeme

Dieses Teil oder Produkt erscheint in den folgenden Systemen und Maschinen.

Eignung und Auslegungsdaten

Betriebsgrenzen
Betriebsdruck:Nur Atmosphärendruck (nicht druckbeaufschlagtes System)
Weitere Spezifikationen:Maximale Objektgeschwindigkeit: 2 m/s, Minimale Merkmalsgröße: 0,5 mm, Beleuchtungsbedingungen: 500-2000 Lux empfohlen
Betriebstemperatur:Betriebstemperaturbereich: 0°C bis 50°C
Montage- und Anwendungskompatibilität
Metallkomponenten (Stahl, Aluminium)Spritzgegossene KunststoffteileElektronische Leiterplatten
Nicht geeignet: Hochvibrationsumgebungen (z.B. in der Nähe schwerer Maschinen ohne Isolierung)
Auslegungsdaten
  • Maximale Objektabmessungen (L x B x H)
  • Erforderliche Positioniergenauigkeit (mm)
  • Zykluszeitanforderungen (Teile pro Minute)

Zuverlässigkeits- und Risikoanalyse

Ausfallmodus und Ursache
Linsenverschmutzung
Ursache: Ablagerung von Staub, Ölnebel oder Schmutz auf optischen Oberflächen, oft aufgrund unzureichender Abdichtung oder Umgebungseinflüsse in industriellen Umgebungen.
Sensor-Kalibrierungsdrift
Ursache: Allmähliche Fehlausrichtung oder Genauigkeitsverlust durch thermische Zyklen, mechanische Vibrationen oder Alterung von Komponenten, die die Positioniergenauigkeit beeinträchtigen.
Wartungsindikatoren
  • Inkonsistente oder unregelmäßige Positionsmesswerte während des Betriebs
  • Sichtbare Beschlagbildung, Verschmierung oder Partikelablagerungen auf Kamerlinsen oder optischen Fenstern
Technische Hinweise
  • Einführung regelmäßiger vorbeugender Reinigungspläne mit zugelassenen optischen Materialien und Sicherstellung von Umgebungskontrollen (z.B. Luftfiltration, Überdruckgehäuse) zur Minimierung von Verschmutzung.
  • Etablierung eines routinemäßigen Kalibrierungsverifizierungsprogramms mit rückführbaren Standards und Überwachung von Systemleistungstrends, um eine Neukalibrierung vor kritischer Drift zu planen.

Konformität und Fertigungsnormen

Referenznormen
ISO 10360-2:2009 - Abnahme- und Wiederholprüfungen für Koordinatenmessgeräte (KMG)ANSI/ASME B89.1.12 - Verfahren zur Leistungsbewertung von KoordinatenmesssystemenDIN 32877:2019 - Optische 3D-Messsysteme - Abnahme- und Wiederholprüfungen
Fertigungsgenauigkeit
  • Positioniergenauigkeit: +/-0,005 mm
  • Wiederholgenauigkeit: +/-0,002 mm
Qualitätsprüfung
  • MTF-Test (Modulation Transfer Function) für optische Auflösung
  • Umgebungs-Vibrations-/Stoßprüfung für Betriebsstabilität

Hersteller von Vision-/Positioniersystem

Herstellerprofile mit passender Produktionsfähigkeit in China.

Die Herstellerliste dient der Vorrecherche und Einordnung von Fertigungskapazitäten. Sie ist keine Zertifizierung, kein Ranking und keine Transaktionsgarantie.

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Beispielhafte Bewertungskriterien aus Einkaufsprozessen

Keine Kundenbewertung und keine Echtzeitdaten. Die Werte zeigen typische Prüfkriterien in RFQ- und Lieferantenbewertungsprozessen.

Technische Dokumentation
4/5
Fertigungsfähigkeit
4/5
Prüfbarkeit
5/5
Lieferantentransparenz
3/5

Die Kriterien dienen als Orientierung für technische Einkaufsprüfungen. Konkrete Kunden, Länder, Bewertungsdaten oder Live-Nachfragen werden nur angezeigt, wenn entsprechende belastbare Daten vorliegen.

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Häufige Fragen

Was ist der typische Auflösungsbereich des Vision-/Positioniersystems?

Die Auflösung ist mit 0,01 bis 0,1 mm angegeben, was die minimale erkennbare Merkmalsgröße bestimmt. Die tatsächliche Auflösung hängt von der Kamera- und Objektivkonfiguration ab; verifizieren Sie dies mit dem Hersteller für Ihr spezifisches Modell.

Welche Kommunikationsschnittstellen unterstützt das System?

Das System unterstützt Ethernet/IP und PROFINET gemäß IEC 61158. Diese Schnittstellen ermöglichen die Integration mit SPS und Robotersteuerungen. Bestätigen Sie die Kompatibilität mit Ihrem bestehenden Steuerungssystem.

Was ist der Betriebstemperaturbereich?

Das System ist für einen zuverlässigen Betrieb bei Umgebungstemperaturen von 0 bis 50 °C ausgelegt. Stellen Sie sicher, dass die Installationsumgebung innerhalb dieses Bereichs bleibt, um Leistungseinbußen zu vermeiden.

Wie ist die Positioniergenauigkeit definiert?

Die Positioniergenauigkeit ist mit ±0,02 bis ±0,1 mm angegeben, unter Bezugnahme auf ISO 9283 für Wiederholbarkeit. Dies ist eine Gesamtsystemspezifikation; die tatsächliche Genauigkeit hängt von Kalibrierung und Umgebungsfaktoren ab.

Kann ich Hersteller direkt kontaktieren?

CNFX ist ein offenes Verzeichnis, keine Handelsplattform und kein Beschaffungsagent. Herstellerprofile und Formulare helfen bei der Vorbereitung des direkten Kontakts.

CNFX Industrial Index v2.6.09 · Maschinen- und Anlagenbau

Datenbasis

CNFX-Herstellerprofile, technische Klassifikation, öffentlich verfügbare Produktinformationen und fortlaufende Plausibilitätsprüfung.

Vorläufige technische Einordnung
Diese Seite dient der strukturierten Vorbereitung von Recherche, RFQ und Lieferantenbewertung. Sie ersetzt keine Lieferantenqualifizierung, keine Normenprüfung und keine technische Freigabe durch den Käufer.
Anfrage

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